Fragen und Antworten

Wissenswertes rund um den Alltag mit dem Coronavirus

Coronaviren gehören zu einer Familie von Viren, die verschiedene Krankheiten verursachen können. Seit Ende 2019 haben sich die Coronaviren weltweit ausgebreitet. Auch Deutschland ist von der Pandemie betroffen. Seit März 2020 haben sich daher viele neue Regelungen für den Alltag ergeben, die entsprechend der aktuellen Lage angepasst werden. Hier gibt es einen Überblick über häufig gestellte Fragen zum Leben mit dem Coronavirus.

Wie geht es weiter mit Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht?

Die Bürgerinnen und Bürger sind weiter angehalten, die Zahl der Menschen, zu denen sie Kontakt haben, auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren und den Personenkreis möglichst konstant zu belassen. Soweit möglich ist Abstand zu jeder anderen Person einzuhalten. Kann der Abstand nicht eingehalten werden, ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Jede Person soll zudem private Reisen einschließlich tagestouristische Ausflüge sowie private Besuche vermeiden.

Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gilt für:

  • Tätigkeiten in denen das Abstandsgebot von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.
    • Fahrschulunterricht in einem Fahrzeug
    • Gesundheitsversorgung
    • Pflege von Personen
    • im Handel
    • Gastronomie
    • weitere körpernahe Dienstleistungen
  • im Personennahverkehr (Zug, Bus, Flugzeug)
    • mit den dazugehörigen Wartebereichen (Haltestelle et cetera)
  • touristische Schiffs-, Bus- oder Kutschfahrten
  • bei öffentlichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen

In allen Publikumsbereichen der Stadtverwaltung muss seit Montag, 12. Oktober 2020, eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.

In Oldenburg gilt seit 26. Oktober 2020 eine Verpflichtung, in der Innenstadt und weiteren Einkaufszentren eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Hier finden Sie die aktuelle Allgemeinverfügung mit den neuen Corona-Maßnahmen »

Hinweis: Das Tragen einer einfachen Alltagsmaske schützt nicht vor einer Infektion mit dem Coronavirus. Es kann aber verhindern, dass andere Personen angesteckt werden. Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist trotzdem unbedingt einzuhalten.

Was gilt für Schulen?

An allen Schulen finden der Unterricht, außerunterrichtliche Angebote der Ganztagsschule und sonstige schulische Veranstaltungen in festgelegten Gruppen statt, die aus mehreren Lerngruppen bestehen können und in ihrer Personenzusammensetzung möglichst unverändert bleiben. Die Gruppen müssen so festgelegt werden, dass eine Infektionskette nachvollzogen werden kann.

An allen Berufsschulen in Oldenburg gilt seit Ende Oktober 2020 im Schulgebäude und auf dem Schulgelände für alle Schülerinnen und Schüler sowie für alle weiteren Personen eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung. Für Schülerinnen und Schüler gilt diese Pflicht grundsätzlich auch im Unterricht. Lehrkräfte müssen im Unterricht nur dann eine Maske tragen, wenn sie den empfohlenen Mindestabstand von 1,5 Meter nicht sicherstellen können.Auerhalb von Unterrichts- und Arbeitsräumen hat jede Person eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Mehr dazu finden Sie auf der Website des Kultusministeriums »

Wie ist die Situation in den Kitas?

Derzeit findet der Betrieb im Regelbetrieb statt. Weiterhin sind die Hygieneregeln einzuhalten (Niesetikette; Abstand von 1,5 Metern unter den Erwachsenen).

Mehr dazu finden Sie auf der Website des Kultusministeriums »

Wie sieht es mit Besuchen in Alten- und Pflegeheimen aus?

Pflegebedürftige in Heimen dürfen mit Einschränkungen besucht werden, allerdings nur unter strikten Hygiene-Auflagen. Besuch darf nicht empfangen werden, wenn es in der Einrichtung ein aktuelles SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen gibt.

Außerdem bleiben Tagespflege-Einrichtungen mit entsprechenden Hygienekonzepten geöffnet.

Welche Vorgaben gelten für Restaurants und Cafés?

In Niedersachsen gelten Betriebsverbote für Gaststätten, Cafés, Restaurants oder auch Shisha-Bars. Ausgenommen ist der Außer-Haus-Verkauf und die Abholung von Speisen zum Verzehr außerhalb der jeweiligen Einrichtung.

Welche Regelungen gelten darüber hinaus im Freizeitbereich?

Auf Grundlage der von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind zahlreiche Kultur- und Freizeiteinrichtungen geschlossen.

Geschlossen sind etwa das Kulturzentrum PFL, das Literaturbüro, das Stadtmuseum, das Horst-Janssen-Museum, das Edith-Russ-Haus und die Artothek.

Auch alle Einrichtungen der Stadtbibliothek (Zentralbibliothek im PFL, Kinderbibliothek am PFL sowie die Stadtteilbibliotheken in Eversten, Flötenteich, Kreyenbrück und Ofenerdiek) sind geschlossen.

Ebenso entfallen Veranstaltungen wie Workshops und Führungen. Außerdem geschlossen sind: Kinos, Freizeitparks, Zoos, Spielhallen, Saunen, Thermen, Schwimmbäder sowie Fitnessstudios.

Geöffnet bleibt dagegen die städtische Musikschule.

Was muss beim Sport beachtet werden?

Nicht zulässig sind Angebote des Freizeit- und Amaterusportbetriebes auf und in öffentlichen und privaten Sportanlagen, wobei die sportliche Betätigung im Rahmen des Individualsports allein, mit einer weiteren Person oder den Personen des eigenen Hausstandes auf und in diesen Sportanlagen zulässig bleibt.

Was gilt für Veranstaltungen?

Unter Auflagen sind Veranstaltungen für bis zu 50 Besucherinnen und Besucher erlaubt. Voraussetzungen bleiben allerdings ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Gästen, feste Sitzplätze und in geschlossenen Räumen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Unzulässig sind Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen.

Religionsausübungen sind unter Einhaltung der Hygienekonzepte und Auflagen zulässig.

Was muss ich bei Feiern und Zusammenkünften beachten?

Feiern und private Zusammenkünfte (Geburtstage, Hochzeiten, Beerdigungen (Beisetzungen), Taufen oder ähnliche Feste), die

  • in eigener Wohnung/Haus/Grundstück/Garten,

  • in der Öffentlichkeit (unter freiem Himmel (wie Park, Fußgängerzone, Wald)

  • und in geschlossenen öffentlichen Räumen (wie Restaurant et cetera) stattfinden,

sind nur unter den nachfolgenden Vorgaben zulässig:

Wie viele Personen dürfen noch zusammenkommen?
Es dürfen insgesamt nicht mehr als 10 Personen aus maximal zwei Hausständen sein. In der Öffentlichkeit zählen Kinder bis 12 Jahre nicht dazu. Bei privaten Treffen zählen Kinder bis 12 Jahre nicht in die Anzahl der Hausstände mit rein, aber in die Personenanzahl insgesamt, welche 10 nicht überschreiten darf.

Wer darf noch zusammenkommen?

  • Angehörige,
    • dazu zählen:
      • Eltern, Großeltern, Kinder und Enkelkinder, Geschwister
      • Die (Ex-)Ehegatten und eingetragenen (Ex-)Lebenspartnerinnen und -partner der oben genannten Personen
      • Geschwister der (Ex-)Ehegatten und eingetragenen (Ex-)Lebenspartner
      • Pflegeeltern und Pflegekinder
  • Personen aus dem eigenen Hausstand
  • und dazu noch ein weiterer Hausstand

Das Abstandsgebot muss nicht eingehalten werden. Private Zusammenkünfte und Feiern, die die Vorgaben nicht erfüllen, sind verboten.

Wie ist es mit Beerdigungen?

In der Kirche und am Grab gelten unter Einhaltung eines vorhandenen Hygienekonzeptes folgende Regelungen:

  • Es gibt bei der Andacht in der Kirche und am Grab keine feste Personenanzahl.
     
  • Die Personenanzahl richtet sich nach dem jeweiligen Hygienekonzept der Einrichtung und muss auch dort erfragt werden.

Kaffeetafel nach der Beerdigung
Eine Kaffeetafel nach einer Beerdigung zu Hause oder in der Öffentlichkeit unterliegt den Voraussetzungen wie bei privaten Zusammenkünften.

Welche Regeln gelten für Hochzeiten?

Die Stadt Oldenburg hat folgende Regelungen für standesamtliche Trauungen bestimmt:

  • An allen Trauorten darf derzeit nur das Brautpaar teilnehmen sowie maximal zwei weitere Personen.
     
  • Alle Personen müssen mit Vorname, Nachname, Adresse und Telefonnummer auf einer Liste aufgeführt werden.
     
  • Es wird empfohlen, einen Mund- und Nasenschutz zu tragen. Es ist aber keine Pflicht.

Kirchliche Eheschließung
In der Kirche gelten unter Einhaltung eines vorhandenen Hygienekonzeptes folgende Regelungen:

  • Für die Trauung in der Kirche gibt es keine feste Personenanzahl.
     
  • Die Personenanzahl richtet sich nach dem jeweiligen Hygienekonzept der Einrichtung und muss auch dort erfragt werden.

Hochzeitsfeier
Eine Hochzeitsfeier nach der Trauung im eigenen zu Hause / Garten oder in der Öffentlichkeit unterliegt den Voraussetzungen wie bei privaten Zusammenkünften.

Fragen zur Erkrankung an dem Coronavirus

Wie macht sich eine Infektion mit dem Coronavirus bemerkbar?

Coronaviren lösen Atemwegserkrankungen aus, sie verursachen milde Erkältungszeichen mit trockenem Husten und Fieber. Bei einigen Menschen kann eine Erkrankung am Coronavirus aber auch einen schweren Verlauf haben, sodass es zu Atemproblemen und einer Lungenentzündung kommen kann. Besonders anfällig sind Patientinnen und Patienten mit einer schweren Grunderkrankung. Die Grippe hat ganz ähnliche Symptome.

Wann besteht der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus?

Ein begründeter Verdacht liegt vor,

  • wenn bei einem Menschen eine akute Atemwegsinfektion klinisch oder radiologisch (durch Röntgen) belegt ist und die Patientin oder der Patient Kontakt zu einem bereits infizierten Menschen hatte oder sich in naher Vergangenheit in einem vom Robert Koch-Institut (RKI) deklarierten Risikogebiet aufgehalten hat.
  • Oder wenn akute Symptome für eine Atemwegserkrankung vorliegen und die Patientin beziehungsweise der Patient bis 14 Tage vor der Erkrankung Kontakt mit einem bestätigten Coronavirus-Patienten hatte. 

Was passiert, wenn ein begründeter Verdacht besteht?

Wer den Verdacht hat, am Coronavirus erkrankt zu sein, sollte unbedingt seine Hausärztin oder seinen Hausarzt telefonisch informieren und auf keinen Fall unangekündigt persönlich in die Praxis fahren. Alternativ kann auch die Telefonnummer 116117 (Ärztlicher Bereitschaftsdienst) gewählt werden. Die Hausarztpraxis führt die erforderliche Diagnostik und Therapie durch und informiert das zuständige Gesundheitsamt.

Eine eindeutige Diagnose des Coronavirus ist nur über eine Labor-Analyse des Rachenabstrichs der Patientin oder des Patienten möglich. Das Ergebnis der Laboranalyse liegt innerhalb eines Tages vor. Bestätigt sich der Verdacht, leitet das Gesundheitsamt entsprechende Schritte ein. Es kontaktiert die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt, ermittelt die Personen, zu denen die betroffene Patientin oder der Patient zuletzt Kontakt hatte, und berät die Betroffenen.

Wie kann ich mich und andere vor Ansteckung schützen?

Das Coronavirus wird durch Tröpfcheninfektion verbreitet. Die Krankheitserreger werden beim Niesen, Husten oder Sprechen in die Luft gegeben und können so von anderen Menschen eingeatmet werden. Auch eine Übertragung durch beispielsweise einen Kuss ist möglich.
Eine Ansteckung kann durch folgende Regeln vermieden werden:

  1. Abstand zu anderen Mitmenschen halten,
  2. regelmäßig die Hände mit Seife waschen,
  3. in die Armbeuge husten und niesen und
  4. sich nicht in das Gesicht fassen.

Eine wirksame Impfung gegen das Coronavirus existiert noch nicht auf dem Markt.

Allgemeine Informationen zur persönlichen Infektionshygiene finden Sie in mehreren Sprachen hier:
General information on personal infection hygiene can be found in several languages ​​here:

Warum gibt es eine „Maskenpflicht“?

Eine Mund-Nasenbedeckung sollte zum Schutz vor dem Coronavirus getragen werden. Gerade, wenn notwendige Abstandsregeln nicht eingehalten werden können, schützt die Maske Dritte vor unseren Viren. Da insbesondere in Einzelhandelsgeschäften, Dienstleistungsbetrieben, Supermärkten und auf dem Wochenmarkt die Abstandsregeln nicht dauerhaft eingehalten werden können, gibt es hier eine „Maskenpflicht“. Für den Alltag reichen Stoffmasken aus, medizinische Masken sind nicht notwendig. Es ist auch möglich sich einen Schal oder ein Tuch vor Mund und Nase zu binden.

Hier finden Geschäfte- und Standinhabende Empfehlungen, für die richtige Hygiene in Supermärkten und auf Wochenmärkten »

Was muss getan werden, wenn jemand mit dem Coronavirus infiziert ist und Krankheitssymptome zeigt?

Wenn eine Person mit dem Coronavirus infiziert ist und starke Krankheitssymptome zeigt, wird sie in einem geeigneten Krankenhaus stationär aufgenommen. Sie wird dort entsprechend ihrer Krankheitssymptomatik behandelt. Parallel dazu informiert das Gesundheitsamt bekannte Kontaktpersonen.

Bei leichten Krankheitssymptomen erfolgt die Quarantäne zu Hause. Das Gesundheitsamt kümmert sich um die Kontaktpersonen.

Was ist zu tun, wenn man mit einer Coronavirus-infizierten Person in Kontakt gekommen ist?

In diesem Fall sollten Betroffene das Gesundheitsamt ihres Wohn- beziehungsweise ihres ständigen Aufenthaltsortes anrufen, da die Verfolgung von Kontaktpersonen für die Bekämpfung der Ausbreitung des Virus von großer Bedeutung ist. Das Gesundheitsamt wird den Betroffenen, wenn sie keine weiteren Krankheitszeichen aufweisen, zunächst unter eine 14-tägige häusliche Quarantäne stellen. Häusliche Quarantäne heißt: Die Person darf ihre häusliche Umgebung nicht verlassen, was durch Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter des Gesundheitsamtes regelmäßig kontrolliert wird. Sollte die Person in dieser Zeit Krankheitssymptome verspüren, muss sie sich zunächst telefonisch an ihren Hausarzt oder ihre Hausärztin sowie an das Gesundheitsamt wenden.

Was bedeutet häusliche Quarantäne?

Häusliche Quarantäne bedeutet die Trennung der betroffenen Person von anderen Menschen, um die Ausbreitung der Infektion zu vermeiden. Die Versorgung mit Lebensmitteln und sonstigen lebensnotwendigen Gütern kann in diesem Fall zum Beispiel durch Lieferservice oder Nachbarn sichergestellt werden.

Was ist zu tun, wenn jemand selbst mit dem Coronavirus infiziert ist und keine Krankheitssymptome zeigt?

Wer mit dem Coronavirus infiziert ist und keine Krankheitssymptome zeigt, wird zunächst in häuslicher Quarantäne bleiben müssen. In dieser Zeit wird sich das Gesundheitsamt täglich mit der betroffenen Person in Verbindung setzen, um ihren Gesundheitszustand zu beobachten und rasch zu handeln, falls Symptome auftreten sollten.

Was tut das Gesundheitsamt ganz konkret?

Das Gesundheitsamt hat alle Hausärztinnen und Hausärzte über den Umgang mit dem Coronavirus informiert und steht im Austausch mit dem Landesgesundheitsamt und dem Sozialministerium. Darüber hinaus ist das Gesundheitsamt in Krisenstäben der Krankenhäusern Oldenburg und hat mit diesen einen klaren Handlungsplan erarbeitet, der mögliche Szenarien abdeckt. Das Gesundheitsamt steht in täglicher Verbindung mit den in Quarantäne befindlichen Menschen in Oldenburg. Es steht in engem Kontakt zu Seniorenheimen und anderen Einrichtungen. Außerdem berät das Gesundheitsamt Bürgerinnen und Bürger zu Corona.