Oberbürgermeister Krogmann: „Die Stadt wird weiter wachsen, aber weniger stark“

Neue Einwohnerprognose für Oldenburg

Die Stadt Oldenburg muss in den kommenden Jahren mit einem deutlich verringerten Einwohnerzuwachs rechnen. Eine aktuelle Prognose aus dem Jahr 2021 der Stadt geht davon aus, dass sich das Wachstum abschwächen und die Einwohnerzahl von etwa 173.000 nicht überschreiten wird. In der vorhergehenden Prognose (2018) war noch von einem Anstieg auf fast 180.000 Einwohnerinnen und Einwohner bis zum Jahr 2031 ausgegangenen worden.

Negatives Umlandwanderungssaldo

„Das neue Datenmaterial zeigt, dass einige Annahmen zum Einwohnerwachstum nicht eingetreten sind. Vor allem ist es in der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen nicht zum erwarteten Anstieg gekommen“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Bei der Gruppe der 25- bis 29-Jährigen ist sogar ein Rückgang eingetreten.

Im Ergebnis hat Oldenburg in dieser Altersgruppe ein negatives Umlandwanderungssaldo zu verzeichnen. Es ziehen nämlich mehr Menschen ins Umland, als nach Oldenburg kommen.

Mögliche Gründe

Über die Gründe lassen sich einige Vermutungen anstellen. Möglicherweise ist dies bereits eine Auswirkung der Corona-Pandemie, die insgesamt zu einer geringeren Mobilität führen könnte. Aber auch die Wohnangebote im direkten Oldenburger Umland spielen dabei eine Rolle.

„Wir werden die neue Einwohnerprognose jetzt zum Anlass nehmen, unsere konkreten Planungen für Wohnbedarf, Betreuungsangebote und Infrastruktur zu überarbeiten“, kündigt Krogmann an. „Die neuen Zahlen kommen jetzt in eine gute und wichtige Phase weiterer Entscheidungen“, so Krogmann.

Jährliche Fortschreibung geplant

Um eine noch bessere Basis für diese Entscheidungen zu haben, wird die Stadt die Bevölkerungsprognose künftig jährlich fortschreiben. Ziel ist es, ein einheitliches und verlässliches Datenmaterial für die Stadtverwaltung zu haben. Dabei setzt die Stadt auf die eigene Datenerhebung, denn nach wie vor gibt es keine aktuellen Einwohnerprognosen von externen Anbietern.