Oldenburger Gedenkwand

Aluminiumtafeln zur Restaurierung abgebaut – Fertigstellung Ende Mai vorgesehen

Gedenkwand in der Peterstraße: Erneuerung der Namenstafeln

Eine große Leerstelle erscheint in der Peterstraße: Die Gedenkwand für jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Opfer des Nationalsozialismus geworden sind, ist am Montag, 20. April 2026, abgebaut worden, um sie fachmännisch restaurieren zu können. Übernommen hat die Arbeiten die Firma AMF Theaterbauten, die die Gedenktafel vor 13 Jahren auch hergestellt hatte.

Erinnern an 175 jüdische Oldenburgerinnen und Oldenburger

Die Gedenkwand war 2013 auf Initiative des Arbeitskreises „Erinnerung gestalten“ aufgestellt worden. Sie erinnert an jüdische Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Oldenburg, die durch die Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet wurden. Verzeichnet sind auf Aluminiumtafeln 175 Namen, Geburtsdaten, die Oldenburger Wohnadressen sowie das jeweilige Todesdatum beziehungsweise Datum der Deportation. Auf weiteren Tafeln finden sich eine Stadtplanansicht mit markierten Standorten der einstigen Wohnungen sowie eine Erklärung des Arbeitskreises. Der Aufstellung vorausgegangen war seinerzeit ein lebhafter Diskussionsprozess über die adäquate Beschriftung dieses Oldenburger Mahnmals.

Risse und Kratzer in den Tafeln werden behoben

Im Laufe der Zeit machten oberflächliche Risse und Kratzspuren die an der Gedenkwand aufgebrachten Tafeln zunehmend unansehnlich, sodass der Fachdienst Kulturbüro der Stadt Oldenburg die Restaurierungsmaßnahmen anstieß, für die 20.000 Euro eingeplant sind. „Ich bin froh, für diesen Auftrag die Expertinnen und Experten von damals gewonnen zu haben“, erklärt Paula von Sydow, Leiterin des Kulturbüros, „denn sie wissen über die verwendeten Materialien und Details der Fertigung genauestens Bescheid.“ Schon im vorbereitenden Austausch mit jener in Baden-Württemberg ansässigen Firma wurde deutlich, dass die – recht großen und schweren – Aluminiumtafeln nicht vor Ort ausgebessert werden könnten, sondern abtransportiert und nach originalgetreuer Wiederherstellung neu montiert werden müssten. Die Montage der fertiggestellten Namenstafeln ist für Ende Mai 2026 geplant.

Zuletzt geändert am 21. April 2026