Oldenburger Gedenkwand
Restaurierung nach sieben Wochen abgeschlossen – Mahnmal lädt wieder zum Innehalten ein
Gedenkwand in der Peterstraße: Instandgesetzte Schrifttafeln sind zurück
Seit 2013 erinnert die Gedenkwand in der Peterstraße an die jüdischen Einwohnenden Oldenburgs, die in den Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft aus ihren Wohnungen vertrieben, verfolgt und zu einem Großteil in Vernichtungslager gebracht wurden. Die Schrifttafeln, die in der vorletzten Aprilwoche demontiert wurden, sind nach umfassender Restaurierung am Dienstag, 16. Juni 2026, nun wieder angebracht worden.
Witterungseinflüsse und mutwillige Beschädigungen hinterlassen Spuren
Das Denkmal war seinerzeit nach einem Entwurf des Künstlers Hans Dieter Schaal durch die Firma AMF Theaterbauten aus Erdmannshausen im Auftrag des städtischen Kulturbüros errichtet worden. Im Laufe der Jahre hatten Witterungseinflüsse sowie mutwillige Beschädigungen deutliche Spuren hinterlassen. Insbesondere die von Rissen überzogenen Schrifttafeln machten eine umfassende Restaurierung erforderlich. Das Kulturbüro beauftragte daher den ursprünglichen Vertragspartner mit der fachgerechten Instandsetzung.
Während der Restaurierungsarbeiten nutzte die Stadtverwaltung außerdem die Gelegenheit, die freistehenden Wandflächen durch einen Oldenburger Steinmetzbetrieb fachgerecht reinigen zu lassen. „Die Erneuerungsarbeiten erhöhen den Wert der Gedenkwand um ein Vielfaches“, freut sich Paula von Sydow, Leiterin des Kulturbüros. Rundum gut gepflegt, erfülle das Mahnmal umso besser seine Funktion, Betrachtende zum Innehalten und Gedenken einzuladen. Für die Restaurierung wurden insgesamt rund 20.200 Euro aufgewendet.
Ort des Gedenkens
Auf der Gedenkwand sind die Namen, Lebensdaten und einstigen Wohnstätten der jüdischen Einwohnenden Oldenburgs auf Aluminiumplatten an den Betonwänden verzeichnet. Die gesamte Anlage ist etwa 10,50 Meter breit 2,50 Meter hoch und von Steinen und Grün umrandet.
Mehr erfahren
Weitere Informationen über die Mahnmale und Kunstwerke im öffentlichen Raum der Stadt » finden Interessierte online. Auskünfte erteilt Tanja Niebisch per E-Mail unter kulturbuero[at]stadt-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441 235-2409.
Zuletzt geändert am 23. Juni 2026
