Oldenburger Tradition jetzt Kulturerbe
Große Bedeutung für Oldenburg
Schaustellerkultur als Immaterielles Kulturerbe anerkannt
Die Anerkennung der Schaustellerkultur auf Volksfesten in Deutschland als Immaterielles Kulturerbe hat auch für die Stadt Oldenburg eine besondere Bedeutung. Die traditionsreichen Märkte und Volksfeste prägen seit Generationen das gesellschaftliche Leben und sind ein wichtiger Bestandteil der städtischen Identität. Der Oldenburger Kramermarkt im Herbst und der Lamberti-Markt in der Vorweihnachtszeit zählen zu den Veranstaltungshöhepunkten des Jahres für zahlreiche Oldenburgerinnen und Oldenburger sowie etliche Besuchende aus nah und fern.
Oldenburger Stimmen zur Auszeichnung
„Die Auszeichnung ist eine großartige Nachricht und eine echte Anerkennung für unsere Branche“, sagt Robért Hempen vom Oldenburger Schaustellerverband. „Unsere Feste leben von der Leidenschaft der Schaustellerfamilien und davon, dass wir Menschen zusammenbringen. Diese Auszeichnung macht uns stolz und zeigt, wie wertvoll unsere Arbeit ist.“
Marktmeister Dennis Ostendorf von der Stadt Oldenburg betont die kulturelle Tragweite: „Die Märkte und Volksfeste sind ein zentraler Bestandteil unseres kulturellen Lebens. Sie verbinden Tradition und Gegenwart und schaffen Orte der Begegnung für alle Menschen. Die Anerkennung als immaterielles Kulturerbe unterstreicht ihre besondere Bedeutung für Oldenburg.“ Die Stadt Oldenburg sieht die Auszeichnung als Ansporn, die traditionsreichen Märkte gemeinsam mit den Schaustellerinnen und Schaustellern auch künftig lebendig zu halten und weiterzuentwickeln.
Über das bundesweite Engagement der Schaustellerfamilien
Bundesweit würdigt die Deutsche UNESCO-Kommission mit der Aufnahme in das Verzeichnis eine über 1.200 Jahre gewachsene und lebendige Tradition. Rund 5.600 Schaustellerfamilien gestalten etwa 9.750 Volksfeste und begrüßen jährlich rund 200 Millionen Besucherinnen und Besucher. Ob Kirmes, Jahrmarkt oder Weihnachtsmarkt – Volksfeste stehen für Gemeinschaft, kulturelle Vielfalt und gelebten Austausch über alle gesellschaftlichen Grenzen hinweg.
Über den Oldenburger Kramermarkt
Über eine Million Besucherinnen und Besucher feiern jedes Jahr an zehn Tagen das größte Volksfest im Nordwesten. Rund 250 Buden und Fahrgeschäfte sorgen für beste Unterhaltung auf dem Festgelände an den Weser-Ems-Hallen. Am ersten Samstag findet immer der beliebte Festumzug und am zweiten Freitag der Laternenumzug zum Kramermarkt statt. Abgerundet wird das Programm durch drei Feuerwerke. Kramermarkt-Liebhaber sollten sich die Zeit vom 2. Oktober bis zum 11. Oktober 2026 vormerken – dann dreht der 419. Kramermarkt seine Runden. Impressionen und Infos rund um den Kramermarkt gibt es hier ».
Über den Oldenburger Lamberti-Markt
Als leuchtende „kleine Stadt” mit rund 110 fein herausgeputzten und liebevoll geschmückten Holzhütten, Verkaufsständen und viel Tannengrün präsentiert sich Oldenburgs vorweihnachtlicher Lamberti-Markt immer vom Dienstag vor dem 1. Advent bis zum 22. Dezember 2026. Jedes Jahr vor dem Fest zieht er über vier Wochen Hunderttausende aus nah und fern in seinen Bann. Zwischen dem Alten Rathaus, der backsteinernen Sankt Lamberti-Kirche und dem historischen Schloss gelegen, verbreitet sich eine besondere vorweihnachtliche Atmosphäre. Im Jahr 2026 findet der Lamberti-Markt vom 24. November bis zum 22. Dezember statt. Mehr darüber lesen Interessierte auf den Seiten des Lamberti-Marktes ».
Zuletzt geändert am 27. April 2026


