Urban Gardening

VERSCHIEDENE MÖGLICHKEITEN ZUM GÄRTNERN FÜR ALLE

Viele Gartenprojekte in Oldenburg

Wer keinen eigenen Garten hat, aber sich trotzdem gerne gärtnerisch betätigen möchte, findet dazu in Oldenburg viele verschiedene Möglichkeiten. Auf dieser Seite gibt es einen Überblick, welche verschiedenen Angebote es gibt und wo diese stattfinden.

Was ist Urban Gardening?

Unter dem Begriff Urban Gardening werden verschiedene Arten von gärtnerischen Aktivitäten durch die Bürgerinnen und Bürger in der Stadt zusammengefasst. Dazu zählen das Anpflanzen von Kräutern oder Gemüse in Schul-, Kita- und Mietergärten, auf städtischen Freiflächen oder das Gärtnern in gemeinschaftlichen, teils öffentlichen, Gärten. Aber auch der Pflanzenanbau in privaten Hausgärten, auf Balkonen oder im Kleingarten fallen unter diesen Begriff. Dabei müssen nicht unbedingt essbare Pflanzen angebaut werden, sondern auch die Bepflanzung von beispielsweise Straßenbeeten mit insektenfreundlichen Blumen kann Urban Gardening sein.

Warum Gärtnern in der Stadt?

Wie in vielen anderen deutschen Großstädten haben sich auch in Oldenburg unterschiedliche Formen von Urban Gardening entwickelt. Viele Menschen verbringen gern ihre Freizeit draußen im Grünen und fühlen sich durch solche Gartenprojekte mit ihrer Stadt verbunden. Dabei steht nicht nur der gärtnerische Nutzen im Vordergrund. Genauso wichtig sind die Begegnung und der Austausch mit anderen Menschen bei der gemeinsamen Freizeitgestaltung. Oft entstehen hier Orte der Integration und des kulturellen Lebens.

Urban Gardening in Oldenburg

In Oldenburg bestehen derzeit verschiedene Möglichkeiten ohne beziehungsweise außerhalb des eigenen Gartens gärtnerisch tätig zu werden. Diese lassen sich grob in drei Kategorien einordnen:

  • Zum einen gibt es Flächen und Gärten zum Mieten oder Pachten. Bei einem der acht Kleingärtenvereine kann eine Gartenparzelle übernommen werden oder es wird eine Grabelandfläche über die Stadt gepachtet. Zudem kann auch die Pflege für ein Straßenbeet übernommen werden.
     
  • Dann gibt es Gartenprojekte, die öffentlich bis halböffentlich sind. Zum Beispiel der ‚Bunkergarten‘ als öffentlicher Gemeinschaftsgarten oder die für alle zugänglichen Bürgerbeete – das sind mobile Hochbeete, die mit Kräutern und Blumen bepflanzt wurden. Zudem sind im Rahmen der Gemeinwesenarbeit in den Sanierungsgebieten Interkulturelle Gärten entstanden, die zum gemeinschaftlichen Gärtnern von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Gesellschaftsgruppen einladen.
     
  • Als Drittes gibt es die öffentlichen Obstwiesen, auf welchen kleine Mengen Obst für den Eigenbedarf geerntet werden können. Viele der Wiesen sind zudem an Vereine verpachtet, über die sich jede und jeder an der Pflege und Ernte beteiligt kann.

Wie finde ich die Projekte?

Sie möchten bei einem der Projekte mitgärtnern, wissen aber noch nicht wo und wie? Dafür haben wir hier viele hilfreiche Informationen für Sie zusammengestellt:

Wo im Stadtgebiet liegen die unterschiedlichen Möglichkeiten, um in Oldenburg gärtnerisch aktiv zu werden? Das finden Sie in diesem Übersichtsplan der Gartenprojekte » (PDF, 4,5 MB)

Sie möchten Kontakt mit einem Kleingartenverein aufnehmen, um dort eine Parzelle zu pachten? Dann schauen Sie in das Verzeichnis der Kleingartenvereine mit Kontaktdaten. » (PDF, barrierefrei, 0,5 MB)

Es gibt auch die Möglichkeit, eine Grabeland-Parzelle zu pachten. Ähnlich wie ein Kleingarten können hier Gemüse, Obst und Blumen angebaut werden, jedoch dürfen keine Schuppen und Ähnliches aufgestellt werden. Aktuell können hier leider keine Flächen vergeben werden, da alle Parzellen verpachtet sind.

In der Straße vor Ihrer Wohnung gibt es ein Straßenbeet, welches Sie gerne pflegen würden? Auch das ist möglich! Dabei ist zu beachten, dass bei der Nutzung der Grünstreifen entlang nicht ausgebauter Straßen ein mindestens zwei Meter breiter Streifen freigehalten werden muss. Details dazu finden Sie in diesem Ratsbeschluss ». Für weitere Informationen oder für einen Nutzungsvertrag wenden Sie sich bitte an Jens Bütefisch von der Straßenbau-Verwaltung, Telefon: 0441 235-2558 oder E-Mail: jens.buetefisch[at]stadt-oldenburg.de

Für Sie kommt eher die Teilnahme an einem öffentlichen Gartenprojekt in Frage? Hierzu haben wir für Sie die Projekte mit Kontaktmöglichkeiten in dieser Liste zusammengestellt. » (PDF, barrierefrei, 0,5 MB)

Sie möchten nur ein wenig Obst für den Eigenbedarf ernten oder sich an der Pflege einer Streuobstwiese beteiligen? Dann stöbern Sie doch einmal durch die Auflistung der öffentlichen Obstwiesen. » (PDF, barrierefrei, 0,5 MB) Sie benötigen weitere Informationen oder möchten selber eine Obstwiese anlegen? Dafür finden Sie hier Informationen und eine Liste mit standortheimischen Gehölzen. »

Sind noch weitere Projekte geplant?

Ja! Es sind weitere Projekte geplant: Im Quartier Neu Donnerschwee soll auf einer Fläche von 2.500 Quadratmetern neben dem städtischen Spielplatz ein weiteres Urban Gardening Projekt entstehen und von Anwohnern des Quartiers gestaltet und genutzt werden. Zudem ist auch im Quartier Helleheide eine Fläche für gemeinschaftliche Aktivitäten, wie Gärtnern oder Nachbarschaftstreffen, geplant. Sobald es hier weitere Informationen und Termine gibt, werden diese hier veröffentlicht.

Kann ich auch ein eigenes Projekt gründen?

Die Eigeninitiative bei der Gründung neuer Gartenprojekte ist ein wichtiger Bestandteil des Urban Gardenings. Entscheidend ist also, dass sich oldenburger Bürgerinnen und Bürger zusammenfinden, um ein neues Gartenprojekt aufzubauen. Ist die Übernahme von Verantwortung und dauerhaftem Engagement durch konkrete Ansprechpartner in einem Nutzungsvertrag gesichert, können weitere Flächen bereitgestellt werden.
Sie haben sich als Gruppe von Gärtner-Begeisterten zusammengefunden und haben vielleicht auch schon eine Fläche im Kopf, auf welcher Sie aktiv werden möchten? Dann wenden Sie sich an den Fachdienst Stadtgrün – Planung und Neubau, Marieke Toben, Telefon: 0441 235-3409 oder E-Mail: marieke.toben[at]stadt-oldenburg.de

Gleichfalls können Initiativen in sozial benachteiligten Stadtquartieren, wie zum Beispiel in den Sanierungsgebieten, unterstützt werden. Hier kann die Verwaltung bei der Gründung neuer Projekte und zur Kooperation mit anderen Gruppen beraten. Bei Interesse wenden Sie sich direkt an die Gemeinwesenarbeit in Ihrem Stadtquartier. Die Kontaktdaten finden Sie auf der Website der Gemeinwesenarbeit ».