Wie sieht der Ablauf der Klimaschutzschule aus?

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich zunächst in Kleingruppen an Laptop-Stationen das Hintergrundwissen zu Klimawandel, Klimafolgen, Klimaanpassung und Nachhaltigkeit. Dabei werden sowohl regionale als auch globale Zusammenhänge thematisiert und in interaktiven Lernaufgaben vertieft. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit Fragen zur Klimagerechtigkeit, mit Maßnahmen zur Klimaanpassung in der Region und in anderen Ländern, mit dem ökologischen Fußabdruck als Anzeiger für ein nachhaltiges Leben und mit dem Zusammenhang von Glück und Konsum. Ihre Ergebnisse sichern sie in ihrer Klimakladde, einem begleitenden Arbeitsheft.

Bei jeder Station wird der mitgeführte Klimarucksack weiter mit CO2-Würfeln befüllt und zunächst immer schwerer.  Dies geschieht durch Entscheidungen im persönlichen Lebensstil: Wie oft esse ich Fleisch? Achte ich darauf, meine Standby Verbräuche zu reduzieren? Ist Duschen oder Baden klimafreundlicher? Woher kommt die Kleidung, die ich trage? Wie lege ich meinen Schulweg zurück - Elterntaxi oder Fahrrad? Und wohin und wie fahre ich in den Urlaub? Durch nachhaltiges Verhalten kann der Klimarucksack wieder geleert werden.

In der zweiten Phase begeben sich die Jugendlichen auf eine fiktive Lernreise in das Jahr 2040 und entwerfen in Kleingruppen umweltfreundliche Zukunftsvisionen in den Bereichen Konsum, Urlaub, Fortbewegung und Hausbau. Aus der Perspektive des eigenen Erwachsenen-Ichs entwerfen sie das Fortbewegungsmittel und das Haus der Zukunft, schreiben eine Postkarte aus ihrem Urlaub im Jahr 2040, erklären in einer Talkshow ihr Klimaschutzverhalten in der Retrospektive und demonstrieren als lebende Schaufensterpuppe eine Aussicht auf nachhaltige Trends in der Bekleidungsindustrie. Mit entsprechendem Material präsentieren die Jugendlichen ihre Ergebnisse am Ende der gesamten Klasse. 

Fachliche Anbindung

Die Klimaschutzschule lässt sich curricular in der 9., 10. und 11. Jahrgangsstufe an die Fächer Erdkunde, Politik, Wirtschaft, Religion, Werte/Normen und an die Naturwissenschaften anbinden.

Sie sind interessiert?

Das RUZ Oldenburg führt das Kursangebot nach Terminabsprache an Ihrer Schule durch.

  • Zielgruppe: Jahrgänge 9, 10 und 11
  • möglichst Teilnahme mehrerer Klassen, zum Beispiel im Rahmen von Projekttagen
  • Bereitstellung aller Materialien, Laptops und der Klimakladde durch das RUZ
  • Anlieferung und Aufbau von 8 bis 8.30 Uhr oder am Tag zuvor
  • 6 Unterrichtsstunden pro Klasse, im Zeitfenster von 9.30 (8 Uhr) bis circa 16 Uhr (13.30 Uhr)
  • Raumgröße: mindestens 50 Quadratmeter, möglichst zwei Räume
  • Kosten: 2 Euro pro Schülerin oder Schüler

Die Klimaschutzschule wurde gefördert von