Stahlkonstruktion soll Standsicherheit stärken

Auf Aussteifung der Zwischendecke folgt weitere Maßnahme

Vertikal und horizontal im Verbund

Die umfangreichen Sanierungsarbeiten in der Tiefgarage am Stadtmuseum schreiten weiter voran: Nachdem bereits über den Jahreswechsel 2025/2026 rund 3.100 Drehsteifen eingebracht wurden, um die sanierungsbedürftige Zwischendecke zu unterstützen, die die beiden unterirdischen Parkdecks voneinander trennt, folgt nun auf diese vertikale die horizontale Maßnahme. Hierbei wird die vorgenannte Unterstützung der Zwischendecke (Aussteifung in senkrechter Richtung) durch eine zusätzliche Stahlkonstruktion oberhalb dieser Decke (Aussteifung in horizontaler Richtung) ergänzt. Im Verbund stabilisieren beide Maßnahmen das statische System. Zur Planung der Umsetzung steht die Stadt im engen Austausch mit dem Prüfingenieur. Die Ausführung ist für den Zeitraum Mitte Mai bis Ende August 2026 vorgesehen – und liegt damit im vorgesehenen Zeitplan. 

Wie ist der genaue Zeitplan und kommt es dadurch zu Einschränkungen?

Die Anlieferung der ersten Stahlbauteile erfolgt voraussichtlich im Laufe des Vormittags am Dienstag, 19. Mai, und Donnerstag, 21. Mai 2026. Eine für die Anlieferung und Zwischenlagerung gedachte Fläche wird bereits am Montag, 18. Mai 2026, in der Raiffeisenstraße eingerichtet. Dies wird ergänzend an dem dort bereits abgesperrten Bereich geschehen, der angrenzenden Baumaßnahme zur Sanierung der Stadtvillen. Eine Beeinträchtigung der Zufahrtsrampe zur Tiefgarage ist hierdurch nicht zu befürchten, da die Entladezone erst dahinter beginnen wird.

Neben dem anliefernden Lkw wird zur Entladung auch ein Kran in den oben genannten Zeiträumen eingesetzt. Für diese Zeit wird die Durchfahrt der Raiffeisenstraße hinter der Zufahrtsrampe zur Tiefgarage beginnend in Richtung Bahnstrecke gesperrt sein. Die Zufahrt zur Tiefgarage bleibt weiterhin gewährleistet.

Die Zufahrtsrampe selbst wird seitlich ebenfalls temporär als Standfläche für Schuttcontainer genutzt, um Abbruchgüter aus vorbereitenden Maßnahmen zur Montage der Stahlkonstruktion abzufahren. Auch hierdurch wird die Zufahrt der Rampe nicht beeinträchtigt, die aktuell zur Verfügung stehende Fahrspur der Rampenabfahrt bleibt frei.

Soweit das Material auf der vorgesehenen und abgesperrten Fläche entladen wurde, kann im Nachgang der Weitertransport mit geeigneten kleinen Transportfahrzeugen hinunter in die Tiefgarage erfolgen. Auch hierdurch wird die Durchfahrt zur Garage und daraus hinaus für Gäste und Besucherinnen und Besucher des CCO-Gebäudes und dessen Tiefgarage nicht wesentlich beeinträchtigt.

Da nicht die gesamte Stahlkonstruktion innerhalb einer Woche angeliefert werden kann, wird es im Nachgang weitere Liefertermine geben, die dem beschriebenen Ablauf entsprechen.

Wie geht es danach weiter mit der Sanierung der Tiefgarage?

Sobald die bevorstehende Ausführung der Stahlkonstruktion abgeschlossen ist, hat die sanierungsbedürftige Zwischendecke keine relevante statische Funktion mehr und könnte theoretisch schon ausgebaut werden. Dieser Schritt ist zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht vorgesehen. Zunächst wird die Standsicherheit des gesamten Baukörpers der Tiefgarage gestärkt.

Parallel wird die Generalplanerleistung im Rahmen eines Vergabeverfahrens vergeben. Dessen Aufgabe ist dann die konkrete Planung der eigentlichen Sanierung als Ingenieurbauwerk inklusive Betonsanierung und Tragwerksplanung, zu welcher auch der erwähnte Deckenausbau gehört. Auch die Planung der technischen Gebäudeausrüstung zählt dazu.

Ein weiteres Vergabeverfahren für die Brandschutzplanung befindet sich ebenfalls in der Abwicklung. Beide Verfahren sind zum Spätherbst beziehungsweise Ende des laufenden Jahres für die Beauftragung vorgesehen.

Darüber hinaus wurden im Osterzeitraum weitere vorbereitende Maßnahmen im Gebäude durchgeführt. Hierzu zählen beispielsweise Schadstoffuntersuchungen oder 3D-Aufmaße. Somit befindet sich die Gesamtmaßnahme weiter im Zeitplan.

Geht aktuell eine Gefahr von der Tiefgarage aus?

Nein, im Gegenteil: Die Auflasten der Straße wirken im statischen System einem theoretisch möglichen „Einknicken“ des Tiefgaragenbaukörpers sogar entgegen. Dazu kommt die vertikale und in Kürze auch horizontale Verstärkung. Somit ist für die Straße über der Tiefgarage aktuell keine Gefahr in Verzug.

Sind für die Sanierung überhaupt entsprechende Haushaltsmittel eingeplant?

Ja. Die auf mehrere Jahre zu verteilenden Kosten werden auf rund 44,5 Millionen Euro geschätzt. So sind unter anderem im Jahr 2025 1,85 Millionen Euro für die Sanierung der Tiefgarage vorgesehen, im Jahr 2026 insgesamt 4,5 Millionen Euro, wovon der Anteil für die nun beauftragte Stahlkonstruktion rund 3,5 Millionen Euro beträgt. 

Tiefgaragen-FAQs

Zuletzt geändert am 12. Mai 2026