1992: Horst Janssen

Horst Janssen wurde am 14. November 1929 in Hamburg als Kind der Damenschneiderin Martha Janssen aus Oldenburg geboren. Er wuchs in der Lerchenstraße 14 in Oldenburg auf. Seinen Vater lernt er nie kennen. 1942 wurde Horst Janssen Schüler in der Nationalpolitischen Erziehungsanstalt in Haselünne, Emsland. Dort wurde seine künstlerische Begabung durch den Zeichenlehrer Hans Wienhausen gefördert. 1945 zog Janssen nach Hamburg und  begann 1946  ein Studium an der dortigen Landeskunstschule. Seine erste Zeichnung wurde 1947 in der Wochenzeitung „Die Zeit“ veröffentlicht.

Abgeschottet wie in einer Burg lebte er in seinem Haus im Hamburger Stadtteil Blankenese, verfiel phasenweise dem Alkohol und erwarb sich im Laufe der Jahre den Ruf eines herausragenden, weltweit anerkannten Künstlers. Ein schwerer Unfall 1990 unterbrach seine schon legendäre Schaffenskraft: Der Balkon seines Hauses brach unter Janssens Füßen zusammen, literweise Salpetersäure, die er für seine Radierungen benötigte ergossen sich über ihn, so dass er vorübergehend erblindete. Im März 1995 erlitt er einen schweren Schlaganfall und war seit dem rechtsseitig gelähmt.

In Gesprächen und in seinem literarischen Werk hat er sich immer zu Oldenburg bekannt und Oldenburg als seine eigentliche Heimat bezeichnet. Wegen seiner engen Verbundenheit zu Oldenburg und seinem außerordentlichen und internationalem Rang als Künstler wurde ihm am 14. November 1992 die Ehrenbürgerwürde verliehen. Er starb am 31. August 1995 in Hamburg und wurde auf dem Gertrudenfriedhof in Oldenburg beigesetzt, auf dem auch seine Großeltern und seine Mutter ruhen. Im Jahr 2000 wurde das Horst-Janssen-Museum » in Oldenburg eröffnet.

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