Lernort Reparatur

Oldenburger Ressourcenzentrum wird zum Kern für neue Angebote in der Region

Metropolregion Nordwest fördert Vernetzung von Lernorten für Reparatur und Sharing

Rund um das Oldenburger Ressourcenzentrum » soll ein dezentrales Netzwerk von Lernorten für nachhaltige Daseinsvorsorge in der Metropolregion Nordwest entstehen. Ziel des Projekts der Stadt Oldenburg und des ReparaturRates Oldenburg e. V. ist es, die Themen Reparatur und Sharing in die Region zu tragen. Um die Entstehung neuer Lernorte und Angebote in der Metropolregion zu initiieren, entsteht eine Konzeption für Kursangebote, für die Anwerbung von ehrenamtlichen Handwerkerinnen und Handwerkern und für eine Plattform für Akteurinnen, Akteure und Interessierte. 

Gemeinsam mit den Projektpartnerinnen und Projektpartnern werden am Ressourcenzentrum Oldenburg erste Kurse angeboten, um das Konzept zu erproben und gegebenenfalls nachbessern zu können. Diese Erfahrungen zur Kursgestaltung aber auch zur Akquise der Mitwirkenden werden den regionalen Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern für die Entwicklung der eigenen Vorort-Kursangebote zur Verfügung gestellt. 

Reparatur als neues Arbeitsfeld für junge Menschen

Rund 80.000 Euro erhält das Projekt aus dem Förderfonds der Länder Bremen und Niedersachsen für die Metropolregion Nordwest, dessen Schwerpunktthema in diesem Jahr „Daseinsvorsorge & soziale Innovation“ lautet. „Reparatur ist ein Thema, das immer stärker in den gesellschaftlichen Fokus rückt, aber regionale Reparaturangebote sind vielfach schlicht nicht mehr existent. Wollen wir unseren Konsum nachhaltiger gestalten, bedarf es jedoch eben jener Angebote. Ebenso ist der Fachkräftemangel im Handwerk bereits heute schon sehr ausgeprägt, so dass mit diesem Projekt für beides eine Lösung gesucht wird: Neue Reparaturangebote entstehen und junge Menschen erhalten einen interessanten Einblick in handwerkliche Berufsbilder“, erklärt Peter Hoffmeyer, 1. Vorsitzender der Metropolregion Nordwest. 

Reparatur als Beitrag zur Ressourcenschonung

„Erfahrene Handwerker im Ruhestand geben ihr Fachwissen ehrenamtlich an die Jugendlichen weiter“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Diese authentische Weitergabe von Wissen und insbesondere von Erfahrung macht einerseits Lust auf mehr und setzt zudem neue Wertmaßstäbe im Umgang mit den endlichen Ressourcen!“ Der von Krogmann beschriebene Prozess wird innerhalb des Projekts wissenschaftlich begleitet und mit Erkenntnissen zu den Effekten von Reparatur als Beitrag zur Ressourcenschonung verbunden. Dr. Katharina Dutz, ReparaturRat Oldenburg e. V. ergänzt: „Die Vermittlung des Erfahrungswissens an Jugendliche, denen noch eine berufliche Orientierung fehlt, wird so zu einer intergenerationalen Daseinsvorsorge mit regionalem Fokus. Über die Selbstlernkompetenz der Heranwachsenden erfolgt dies mit hohem Praxisbezug und für geflüchtete Jugendliche weitgehend unabhängig von der sprachlichen Kompetenz“. Der ReparaturRat Oldenburg e.V. plant eine enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Partnerinnen und Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Zivilgesellschaft. An der Mitwirkung Interessierte können sich an das Ressourcenzentrum Oldenburg wenden.