Auf den Geschmack gekommen

14.01.2026

Auf den Geschmack gekommen

Oldenburg. Seit Februar 2025 gibt es Oldenburgs Ernährungsstrategie, die mit ihren 68 Ansätzen in den Bereichen Außer-Haus-Verpflegung, Mehrweg, Lebensmittelverschwendung, Ernährungsbildung und regionale Wertschöpfung viele Veränderungen anstoßen wird. Ein wichtiger Ansatzpunkt, um die Ernährung in Oldenburg noch gesünder, nachhaltiger und regionaler zu gestalten, ist die Beratung von Großküchen, die ihr Verpflegungsangebot nachhaltiger gestalten wollen. Dieses Beratungsangebot konnte durch das Verbundprojekt „EAT | gemeinsam regional genießen“ bereits 2025 starten und trägt erste Früchte.

Neue Küchenberaterin im Einsatz für nachhaltige Mensen
Bei EAT kooperiert die Stadt mit den Landkreisen Oldenburg und Wesermarsch, dem Ernährungsrat und der Regionalwert AG Bremen und Weser-Ems. Ganz praktisch konnte, gefördert vom Bund, eine Stelle für eine Küchenberaterin geschaffen werden, die beim Ernährungsrat angesiedelt ist und ihre Arbeit mit großem Elan aufgenommen hat: Tina Wagner-Hinderlich ist ausgebildete Köchin, Konditorin und Betriebswirtin im Hotel- und Gaststätten-Gewerbe. In den vergangenen 20 Jahren hat sie mehrere Küchen und Betriebe geleitet und zuletzt als Lehrkraft an einer berufsbildenden Schule gearbeitet. Die Herausforderung, mit kleinem Budget eine hohe Verpflegungsqualität anzubieten, kennt sie gut.  

Bereits 30 Betriebe in der Beratung
Das kostenlose und intensive Beratungsangebot wird von Oldenburger Küchen gern in Anspruch genommen. Mit 30 Betrieben wurde bereits eine Ist-Analyse durchgeführt, auf deren Basis Ziele für die Zusammenarbeit vereinbart werden. Neben Catering-Betrieben für Schule und Kita gehören beispielsweise auch das Pius Hospital und die Küche des Baumhaus e.V. zu den Einrichtungen, in denen Tina Wagner-Hinderlich aktiv ist.

Regionale Landwirtschaft einbeziehen
Wichtig ist ihr dabei, noch mehr Bewusstsein für ökologische Aspekte der Gemeinschaftsverpflegung zu schaffen. Sie unterstützt bei der Steigerung der Qualität der hergestellten Speisen und hilft, dem Kostendruck durch die stärkere Gewichtung pflanzlich basierter Gerichte zu begegnen. Besonders schön ist es, wenn daraus neue Lieferbeziehungen zu regionalen landwirtschaftlichen Betrieben entstehen.

Nicht zuletzt geht es darum, das Engagement der Küchen sichtbar zu machen, die bereits schmackhaft, gesund und abwechslungsreich kochen. Dafür unterstützt die Beratung bei der Zertifizierung im Bereich Bio und nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Insgesamt bringt das Projekt EAT Oldenburgs Ernährungsstrategie ein ganzes Stück voran und leistet einen Beitrag zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele.

Foto: Jörg Hemmen
Tina Wagner-Hinderlich berät Großküchen zu einer möglichst nachhaltigen und regionalen Verpflegung. Foto: Jörg Hemmen