Zur Person
Güner Yasemin Balcı
Güner Yasemin Balcı (geboren 1975 in Berlin) ist Publizistin, Dokumentarfilmerin und seit August 2020 Integrationsbeauftragte des Berliner Bezirks Neukölln. Als Tochter türkisch-alevitischer Einwanderer wuchs sie in der Neuköllner Großsiedlung Rollbergviertel auf, wo sie viele Jahre mit Jugendlichen arbeitete.
Aus diesen Erfahrungen entstanden Bestseller wie „Arabboy“ (2008), „ArabQueen“ (2010) oder „Das Mädchen und der Gotteskrieger“ (2016), durch die Balci als Autorin bundesweit bekannt wurde. Im August 2025 erschien „Heimatland – Zähne zeigen gegen die Feinde der Demokratie“, in dem sie für einen wehrhaften „Demokratiepatriotismus“ plädiert. Ihre Dokumentarfilme „Tod einer Richterin – auf den Spuren von Kirsten Heising” (2010) sowie „Der Jungfrauenwahn“ (2015) wurden preisgekrönt.
Balcı kämpft gegen jede Form von Antisemitismus und tritt für ein Existenzrecht Israels ein. Extrem rechten Positionen der israelischen Regierung steht sie zugleich aber äußerst kritisch gegenüber und unterstützt palästinensische Friedensaktivistinnen und -aktivisten. Nach dem Überfall der Hamas im Oktober 2023 verurteilte sie scharf die Sympathiebekundungen für die Terroristen und wies öffentlich immer wieder auf den „identitätsstiftenden muslimischen Antisemitismus“ in deutschen Kiezen hin.
Balcı unterstützt säkulare Muslime in ihrem Kampf gegen reaktionäre islamische Organisationen. Dass es dafür auch Beifall von der falschen Seite gibt, ist ihr bewusst: Sie lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie in der AfD und anderen extrem rechten Kräften die derzeit größte Bedrohung für die Demokratie sieht.
Zuletzt geändert am 17. März 2026
