Lesebühne Metrophobia

Literatur, Poetry Slam, Musik

Utopien

Zu Beginn des sechzehnten Jahrhunderts erschien ein Buch, in dem der englische Staatsmann und Humanist Thomas Morus eine ideale Gemeinschaft entwirft. Sie lebt auf einer Insel namens Utopia. Die Veröffentlichung war genrebildend: Romane, die scheinbar bessere Gesellschaftsordnungen und Lebensformen zum Inhalt haben, werden seitdem als utopische Romane oder Utopien bezeichnet. Oft weisen sie in die Zukunft.
Poetry Slammerin Annika Blanke und  Poetry Slammer Christian Bruns, die Gastgeber der Lesebühne Metrophobia, schauen aber erstmal zurück auf die Jahre 2020 bis 2022, bevor sie den Blick in die Zukunft richten. Unterstützung erhalten sie dabei von wort- und stimmgewaltigen Akteuren aus Musik und Literatur. Gemeinsam fragen sie sich, ob die gesellschaftlichen und politischen Ereignisse der vergangenen Monate neue Utopien nicht geradezu herausfordern. Zumindest wird es guttun, einen Abend lang an deren Potenzial zu glauben.
Als Gast aus dem Bereich der Literatur ist Henning Chadde aus Hannover dabei. Der Journalist, Kulturmanager und Moderator ist seit 1995 aus der deutschsprachigen Spoken Word-Szene nicht mehr wegzudenken. Er ist Mitbegründer des Literaturveranstalters MACHT WORTE! und Mitglied der Lesebühne Die Literaturensöhne.
Um die Musik kümmert sich der ebenfalls aus Hannover anreisende Kai-Olaf. Gerade noch im Vorprogramm von Max Prosa, tritt er jetzt bei der Lesebühne Metrophobia auf. Als Liedermacher und Gitarrist spielt Kai-Olaf Songs zwischen humorvoller Selbstironie und sehnsuchtsvoller Ballade.