Film: Monk in Pieces

Meredith Monk – Komponistin, Performerin und interdisziplinäre Künstlerin – ist eine der großen künstlerischen Pionierinnen unserer Zeit, doch ihr tiefgreifender kultureller Einfluss ist weitgehend unerkannt geblieben. Mit Monks Musik im Mittelpunkt und Interviews mit Björk und David Byrne ist „Monk in Pieces“ ein Mosaik, das die Struktur von Monks eigenem Werk widerspiegelt und ihr äußerst originelles Vokabular an Klängen und Bildern beleuchtet.

Als Künstlerin in der von Männern dominierten Downtown-Kunstszene New Yorks der 1960er und 70er Jahre musste Monk um Anerkennung kämpfen. Die ersten Kritiken in der New York Times waren bösartig und sexistisch: „A disgrace to the name of dancing“ (deutsch: Eine Schande für den Tanz.) schrieb Clive Barnes und „so earnestly strange in a talented little-girl way“ (deutsch: Mit einer seltsamen Ernsthaftigkeit – wie ein talentiertes kleines Mädchen) schrieb John Rockwell. Doch wie ihr gefeierter Zeitgenosse Philip Glass sagt „war sie von uns allen diejenige mit einem einzigartigen Talent und ist es noch“.

In den letzten Kapiteln des Films stellt sich Monk der Sterblichkeit. Wir sehen, wie sie ihr Meisterwerk ATLAS dem Regisseur Yuval Sharon und der Sängerin Joanna Lynn-Jacobs für eine Neuinszenierung in der Philharmonie von Los Angeles anvertraut. 60 Jahre lang hat Monk bei all ihren Musiktheaterwerken Regie geführt und mitgespielt; jetzt muss sie lernen, loszulassen. Was wird mit dieser einzigartigen Arbeit geschehen, wenn sie nicht mehr ist?

Dieser Film wird anlässlich der Preisverleihung des Großen Kunstpreises Berlin der Akademie der Künste an Meredith Monk gezeigt. Am Mittwoch, 18. März 2026, wird der Preis in der Sparte Musik verliehen und ehrt Monk als Vorreiterin der vokalen Performancekunst und der „extended vocal techniques“ (deutsch: erweiterte Gesangstechniken), einer in den 1960er und 70er Jahren in den Vereinigten Staaten maßgeblich von Frauen initiierten, neu entstandenen Kunstform.

Mittwoch, 18. März 2026, 20 Uhr, Cine k, Bahnhofstraße 11
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Zuletzt geändert am 27. Februar 2026