Schlossgarten und Eversten Holz stellen sich Herausforderungen des Klimawandels

Für ein prima Klima: Hohe Förderung für Oldenburgs Klimaoasen

Inmitten des trubeligen Stadtlebens gleichen sie einem wahren Naherholungsgebiet: Der Schlossgarten und das Eversten Holz werden in den Mittagspausen, am Feierabend und auch an den Wochenenden immer wieder gerne von Oldenburgerinnen und Oldenburgern aufgesucht. Die Stadtverwaltung unterstützt das Projekt „Klimaoasen in Oldenburg: Schlossgarten und Eversten Holz“ im Rahmen des „Bundesprogramms zur Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ – und stellt selbst 500.000 Euro von der in Aussicht gestellten Bundeszuwendung in Höhe von 4,5 Millionen Euro (verteilt auf drei Jahre) als bare Eigenmittel zur Verfügung.

Mit der Summe sollen unter anderem Maßnahmen am Wegsystem sowie an Wasser- und Grabensystemen, eine klimaresistente Bepflanzung, die Entwicklung klimaangepasster Erholungsräume sowie die Steigerung der Biodiversität und Flächenaufwertung vorgenommen werden. Aber auch die Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements, Formate der Bürgerbeteiligung, wissenschaftliche Begleitforschung, wissenschaftliche Tagungen und die Konzeption einer Wanderausstellung stehen auf dem Plan.

Über das Bundesprogramm

Das Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ war ursprünglich als Förderprogramm für historische Gärten initiiert worden und wurde im Sommer 2020 durch einen vom Bundeshaushaltsausschuss selbständigen Projektaufruf mit dem Fokus auf Klimaschutz und Klimaanpassung im urbanen Raum gestartet. Das Interesse des Bundesprogramms ist es, konzeptionelle und investive Projekte mit hoher Wirksamkeit für Klimaschutz und Klimafolgenanpassung in einer hohen fachlichen und innovativen Qualität zu fördern.

Im Ergebnis wurden 106 Projekte mit einer Gesamtfördersumme in Höhe von circa 200 Millionen Euro ausgewählt. Im Jahr 2021 wurde ein öffentlicher Förderaufruf mit weiteren 100 Millionen Euro gestartet. Die Projektauswahl von weiteren 148 Projekten erfolgte durch den Bundeshaushaltsausschuss. Zu dieser Auswahl gehört auch das Projekt „Klimaoasen in Oldenburg: Schlossgarten und Eversten Holz“, für das die Stadt Oldenburg zusammen mit dem Museum für Natur und Mensch und der Universität Oldenburg im Frühjahr 2021 eine Projektskizze beim Projektträger, dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBSR) in Bonn, eingereicht hat.

Über die beiden Oasen

Die beiden Oldenburger Oasen sind mehr als nur zentral gelegene Ruhepole, denn sie leisten einen sehr hohen Beitrag zu Klimaschutz und Klimaanpassung sowie zur Kühlung, Filterung von Emissionen und als Lebensraum für Fauna und Flora. Beide Gebiete sind nicht nur Gartendenkmale, sondern auch Landschaftsschutzgebiete. Es wird modellhaft gezeigt, wie innerhalb zweier vollkommen unterschiedlicher Grünanlagen – der Schlossgarten als ein im Stil eines englischen Gartens angelegter Park und das Eversten Holz als parkartiger Wald – Maßnahmen konzipiert und umgesetzt werden können. Diese dienen in ihrer Gesamtheit dem Klimaschutz, einer besseren Biodiversität und einer weitreichenden CO2-Minderung beziehungsweise CO2-Speicherung.