Wanderung von Fröschen, Kröten und Molchen beginnt

Frösche, Kröten, Molche und Co. stehen in den Startlöchern. Aufgrund stark wechselnder Temperaturen lässt sich momentan noch schwer einschätzen, wann die Amphibienwanderung 2020 tatsächlich beginnt. Nachdem erste Exemplare auf dem Weg zu ihren Laichgewässern aber bereits gesichtet wurden, hat die Stadt Oldenburg Anfang Februar Vorbereitungen für die Wanderung der artengeschützten Tiere getroffen.

Zwei Straßen über Nacht gesperrt
Die Stadtverwaltung wird daher wie bereits in den vergangenen Jahren in Wechloy die Straße Am Tegelbusch (angrenzend an die westliche Wohnbebauung) und den Drögen-Hasen-Weg nördlich des Bahnübergangs für den Durchgangsverkehr in der Zeit von 19 bis 7 Uhr sperren, sobald die Wanderung beginnt. Die Sperrungen erfolgen allerdings nur dann, wenn eine für die Wanderungen günstige Witterung – das heißt, eine hohe Luftfeuchtigkeit bei Temperaturen ab circa fünf Grad – zu erwarten ist.

Hinweisschilder im Stadtgebiet
An verschiedenen Stellen im Stadtgebiet werden zusätzlich Hinweisschilder aufgestellt:
Unter anderem im Bereich

  • zwischen Schellstedter Weg und Triftweg in Ohmstede,
  • am Helmsweg in Osternburg,
  • an der Edewechter Landstraße in Eversten,
  • in den Bereichen Schafjückenweg, Ostring, Immenweg und Elritzenweg in Ofenerdiek,
  • am Rauhehorst, am Brookweg, an der Egerstraße und an der Feldstraße in Bürgerfelde,
  • an der Weißenmoorstraße zwischen Spittweg und Wischweg,
  • an der Ekernstraße, im Bereich Lessingstraße, am Schlagbaumweg sowie an der Burmesterstraße in Osternburg,
  • an der Bahnhofsallee und am Lärchenring in Kreyenbrück,
  • am Hartenscher Damm und am Hörneweg in Bloherfelde,
  • sowie am Dießelweg und am Schafgarbenweg in Krusenbusch.

Die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer werden gebeten, in diesen Bereichen besonders in den Abend- und Nachtstunden ihre Fahrweise den zu erwartenden Amphibienwanderungen anzupassen.

Kein Laich für den eigenen Teich
Die Probleme mit Amphibien und dem Straßenverkehr haben nach Beobachtungen der Unteren Naturschutzbehörde in den vergangenen Jahren besonders in Neubaugebieten zugenommen. Ein Grund dafür ist, dass in den Privatgärten zahlreiche Gartenteiche angelegt wurden und mit aus der Natur entnommenem Laich „geimpft“ wurden. Die jungen Amphibien werden dann auf der Suche nach einem geeigneten Winterquartier zu Hunderten überfahren. Gleiches geschieht wieder im Frühjahr auf dem Weg zum Laichgewässer. Die Naturschutzbehörde weist deshalb darauf hin, dass die Entnahme von Laich aus der Natur nach dem Naturschutzgesetz verboten ist.

Die Stadtverwaltung hofft auf Verständnis bei betroffenen Bürgerinnen und Bürgern und dankt den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz.