Pflastersteine in der Hindenburgstraße
Natursteinpflaster muss sich erst setzen – Nachverfugung soll Prozess beschleunigen – Parallel läuft Ursachenforschung
Einzelne lose Pflastersteine „nicht ungewöhnlich“
Seit Juli 2025 ist die Hindenburgstraße wieder für den Verkehr freigegeben. Der Bereich vor dem Theodor-Tantzen-Platz wurde aus Gründen des Denkmalschutzes mit einer Großkopfpflasterung aus geschnittenem Naturstein hergestellt. Zusammen mit dem neu verlegten historischen Klinkerpflaster der Nebenanlagen ergab sich so ein stimmiges Gesamtbild. Doch nach der mängelfreien Abnahme und der Verkehrsfreigabe zeigte sich nach einiger Zeit, dass sich einzelne Steine lösten beziehungsweise herauskamen.
Dazu sagt Thomas Mehrtens, Leiter des Amts für Verkehr und Straßenbau: „Das ist an sich nicht ungewöhnlich. Üblicherweise muss sich ein solches Natursteinpflaster zunächst setzen, während sich die Fugen nach und nach verfestigen. Dieser Prozess kann durchaus einige Monate andauern. Danach ist von Stabilität auszugehen und einzelne lose Steine gehören dann der Vergangenheit an.“
Verkehrsfreigabe versus Setzung
Um diesen Prozess zu unterstützen, hat die Stadt bereits kurz nach der Verkehrsfreigabe Tempo 30 sowie ein Durchfahrtsverbot für Lkw angeordnet. Zusätzlich wurde – neben dem vorläufigen Verzicht auf eine maschinelle Reinigung – das Pflaster Ende 2025 nochmals großflächig nachverfugt. So konnte einerseits der Verkehr wieder fließen und andererseits dem Pflaster genügend Luft für eine Setzung eingeräumt werden. Ein Prozedere, das sich in der Stadt Oldenburg bereits in der Vergangenheit bewährt hat, um mehreren Ansprüchen gleichzeitig gerecht zu werden.
Vertiefende Qualitätsprüfung und weitere Ursachenforschung
Inzwischen (Stand: Anfang Mai 2026) sollte jedoch, nach den üblichen Erfahrungen aus vergleichbaren Bereichen, eine ausreichende Verfestigung eingetreten sein. Dies ist bei einzelnen Steinen allerdings nicht der Fall. Deshalb erfolgt hierfür parallel eine vertiefende Qualitätsprüfung hinsichtlich der Ausführung der Verlegearbeiten und weitere Ursachenforschung, um für das Problem eine dauerhafte Lösung zu finden.
Zuletzt geändert am 11. Mai 2026
