Planung und Umsetzung
Stadtverwaltung informiert über aktuellen Stand
Viel erreicht – und noch viel vor
Die Stadt Oldenburg treibt die Umsetzung ihres Mobilitätsplans 2030 weiter voran. Erste Maßnahmen wurden erfolgreich umgesetzt. Gleichzeitig werden aber auch Verzögerungen bei einigen Projekten sichtbar. Das geht aus einem Bericht im Verkehrsausschuss hervor, den die Verwaltung Ende April 2026 vorgelegt hat.
Der Bericht zeigt, was bisher erreicht wurde und welche Schritte in den kommenden Monaten geplant sind.
Radverkehr
Im Bereich Radverkehr » konnten im Jahr 2025 bereits wichtige Verbesserungen umgesetzt werden. So wurden die Fahrradstraßen in der Katharinenstraße und in der Haareneschstraße neugestaltet. In der Würzburger Straße » wurden Aufpflasterungen zurückgebaut und die Straße offiziell als Fahrradstraße ausgewiesen. Die letzten Markierungsarbeiten sollen bis Sommer 2026 abgeschlossen werden. Darüber hinaus wurden zahlreiche weitere Maßnahmen vorbereitet, beispielsweise durch Verkehrszählungen und Abstimmungen mit externen Beteiligten.
Für das Jahr 2026 ist unter anderem geplant, die Lindenallee als Fahrradstraße auszuweisen. Außerdem werden mehrere wichtige Fahrrad-Premiumrouten weiter geplant, die in Richtung Hatten-Sandkrug, Wahnbek und Bad Zwischenahn führen sollen.
Umgestaltungskonzept Wallring
Ein weiteres zentrales Projekt ist die Umgestaltung des Wallrings. Dabei handelt es sich um eine umfassende Planung, die nicht nur den Verkehr, sondern auch die Stadtgestaltung, Grünflächen und die Aufenthaltsqualität berücksichtigt. Die Beauftragung eines Umgestaltungskonzeptes wird im Sommer 2026 erfolgen.
Damm
Die geplante Neuaufteilung der Verkehrsflächen am Damm konnte bisher trotz hoher Priorität noch nicht begonnen werden. Ziel ist es, die notwendigen Vorbereitungen für die Planungsvergabe noch im Jahr 2026 zu starten.
Ladeinfrastruktur/E-Mobilität
Im Bereich Elektromobilität » wurden im Jahr 2025 zunächst die rechtlichen Voraussetzungen für den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur geschaffen. Die erste Ausschreibung ist für das dritte Quartal 2026 vorgesehen. In den kommenden Jahren sollen regelmäßig neue Ladepunkte im öffentlichen Raum entstehen, angestrebt werden 20 pro Quartal.
Mobilitätsstationen/Carsharing
Auch beim Thema Carsharing » gibt es Fortschritte. Im Jahr 2025 wurde ein rechtssicheres Verfahren zur Vergabe von Stellplätzen entwickelt. Erste Standorte (18 Stellflächen) wurden bereits vergeben und sollen im Jahr 2026 eingerichtet und mit Carsharing-Autos bestückt werden. Teilweise werden diese mit Elektrofahrzeugen ausgestattet oder zu sogenannten Mobilitätsstationen (Mobil.punkte) ausgebaut. Eine weitere Vergaberunde ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant, um zusätzliche Standorte zu erschließen und neue Stadtbereiche einzubeziehen.
Park & Ride und Bike & Ride
Zur angestrebten Kooperation mit den Gemeinden Wardenburg und Hatten zur Ausweitung von Park & Ride-Angeboten gab es erste positive Zeichen von der Landesregierung, die um Unterstützung bei der Suche nach Fördermitteln gebeten worden war. Im Jahr 2025 wurden bereits mehrere neue Fahrrad-Abstellmöglichkeiten im Rahmen von Bike & Ride geschaffen. Weitere Standorte sollen 2026 folgen, wobei auch Vorschläge aus der Bürgerschaft berücksichtigt werden. Zusätzlich sind Verbesserungen an bestehenden Anlagen geplant.
Parkraummanagement
Beim Parkraummanagement wurde Anfang 2026 die Bewohnerparkzone Haarenesch » eingeführt. Weitere neue Bewohnerparkzonen werden mittelfristig untersucht.
Haltepunkte Schienenpersonennahverkehr
Im öffentlichen Nahverkehr auf der Schiene werden mögliche neue Haltepunkte geprüft. Ein Standort im Bereich Ofenerdiek wird derzeit näher untersucht. Auch ein zusätzlicher Haltepunkt im Bereich Kreyenbrück-Bümmerstede/Krusenbusch ist im Zusammenhang mit einem Querungsbauwerk in der Diskussion.
Fußverkehr (und Barrierefreiheit)
Beim Thema Fußverkehr und Barrierefreiheit wurde im Jahr 2025 ein Workshop » durchgeführt, bei dem Bürgerinnen und Bürger mit und ohne Behinderung ihre Erfahrungen und Perspektiven einbringen konnten. Die Belange des Fußverkehrs werden grundsätzlich in allen Planungen berücksichtigt.
Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger
Die Bürgerinnen und Bürger sollen auch künftig aktiv eingebunden werden. Neben regelmäßigen Informationen wird es neue Beteiligungsformate geben, die gezielt auf einzelne Projekte zugeschnitten sind. Der Mobilitätsplan Oldenburg 2030 wird schrittweise umgesetzt. Trotz einiger Verzögerungen sind viele Maßnahmen bereits realisiert, in Bearbeitung oder in Vorbereitung. Ziel bleibt es, die Mobilität in Oldenburg langfristig moderner, umweltfreundlicher und für alle Menschen besser zu gestalten.
Zuletzt geändert am 24. April 2026
