2025

Grenzüberschreitender Dialog: Personalräte von Groningen und Oldenburg im engen Austausch

Die Personalräte der Städte Groningen und Oldenburg haben sich in einer Reihe von Treffen über bewährte Praktiken und aktuelle Themen ausgetauscht.

Der Auftakt erfolgte online im Herbst 2024, um sich gegenseitig kennenzulernen und die jeweiligen Aufgaben sowie Organisationsstrukturen vorzustellen. Beim zweiten Treffen im April 2025 in Groningen standen Sicherheit am Arbeitsplatz, neue Arbeitswelten, Diversity und Inklusion sowie Homeoffice und Nachhaltigkeit im Fokus. Besonders auffällig für die Oldenburger: Der Zugang zu Verwaltungsgebäuden erfolgt über persönliche Schlüsselkarten, und ein Diversitätsmanager sorgt für inklusive Arbeitsplätze.

Beim dritten Treffen am 20. November 2025 in Oldenburg lag der Schwerpunkt auf den Beteiligungsrechten des Personalrats, darunter Mitarbeiterbeteiligung, Auswahlgespräche, Mitwirkung bei Wahlen und der Einsatz von KI in der Verwaltung. Auch neue Arbeitswelten, Homeoffice-Regelungen, Nachhaltigkeit und Diversity wurden intensiv diskutiert.

Wertvoller Austausch stärkt Zusammenarbeit und bringt neue Impulse

„Der Austausch mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus Groningen war für uns sehr wertvoll. Wir konnten nicht nur voneinander lernen, sondern auch neue Impulse für die Arbeit unseres Personalrats in Oldenburg gewinnen“, sagt die Vorsitzende des Personalrats.
Insgesamt boten die Treffen wertvolle Einblicke und Impulse, um die Zusammenarbeit der Personalräte zu stärken und die Verwaltungsprozesse in beiden Städten weiter zu verbessern.

Erfahrungsaustausch zwischen dem City Management Groningen und dem Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Oldenburg

Am 10. November 2025 war der Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Oldenburg zu einem fachlichen Erfahrungsaustausch beim City Management in Groningen zu Gast. Im Mittelpunkt des Treffens stand die Entsorgung von Abfällen über Untergrundabfallsysteme, die in den Niederlanden bereits seit vielen Jahren erfolgreich etabliert sind.

In einem intensiven Austausch wurden Themen der Abfallsammlung, der Innenstadtreinigung. Illegale Abfallablagerungen sowie die jeweils eingesetzte Technik ausführlich erörtert. Die Gespräche boten wertvolle Einblicke in bewährte Prozesse, technische Lösungen und organisatorische Rahmenbedingungen, die insbesondere für innerstädtische Bereiche von hoher Relevanz sind.

Vom Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Oldenburg nahmen Marco Janssen (Betriebsleiter), Torsten von Varel (Abteilungsleiter Straßenreinigung) sowie Matthias Paul (Abteilungsleiter Abfallsammlung) an dem Termin teil. Im Rahmen des Treffens wurde zudem eine Einladung zu einem Gegenbesuch ausgesprochen, um den fachlichen Austausch weiter zu vertiefen und die Zusammenarbeit fortzuführen.

Einblicke in die Wirtschaft der Nord-Niederlande und der grenzüberschreitenden Region

Immobilienkaufleute der BBS Wechloy auf den Promotiedagen

Anfang November haben sich knapp 30 angehende Immobilienkaufleute der Berufsbildenden Schulen Wechloy (BBS Wechloy) auf den Weg nach Groningen gemacht, um dort die „Promotiedagen“, die größte Wirtschaftsmesse der Nord-Niederlande, zu besuchen.

Das Organisationsteam der Promotiedagen empfing die Schulgruppen herzlich mit niederländischen Kuchen und Gebäck und organisierte sowohl das Besuchsprogramm als auch eine geführte Tour über das Messegelände. Im Rahmen des Messebesuchs nahmen sie an Fachvorträgen teil und führten Gespräche mit Ausstellenden – auf Deutsch, Englisch und Niederländisch. Ein besonderer Programmpunkt war der Besuch des sogenannten No(o)rd Plein, auf dem sich die Stadt Oldenburg gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Oldenburg, der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg sowie der Ems Dollart Region als Partner präsentierte.

Praxisnahe Einblicke und internationale Vernetzung

Der Messebesuch bot den angehenden Immobilienkaufleuten die Gelegenheit, vielfältige Einblicke in aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen in den nördlichen Niederlanden und der grenzüberschreitenden Region zu gewinnen, internationale Kontakte zu knüpfen und Fremdsprachenkenntnisse praktisch anzuwenden. Die Stadt Oldenburg begleitete das Projekt organisatorisch von der Anbahnung bis zur Umsetzung und unterstützte die Fahrt nach Groningen mit einem kleinen Zuschuss.

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Weitere Informationen zum Auftritt Oldenburgs auf den Promotiedagen finden Sie auf den Seiten der Wirtschaftsförderung »

Jürgen Krogmann spricht mit seiner niederländischen Amtskollegin Roelien Kamminga

Erstes Treffen mit neuer Bürgermeisterin

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hat am Dienstag, 4. November 2025, seinen Besuch in Groningen auf der Messe „Promotiedagen“ genutzt, um die neue Bürgermeisterin von Oldenburgs niederländischer Partnerstadt kennenzulernen. Roelien Kamminga steht seit dem 30. Juni 2025 an der Spitze der Stadtverwaltung. Die 47-Jährige wurde nach ihrer Wahl durch den Groninger Stadtrat und der Bestätigung durch das Kabinett per königlichem Dekret zur Bürgermeisterin ernannt. Sie gehört der liberal-konservativen „Volkspartij voor Vrijheid en Democratie” (VVD) an. Kamminga trat die Nachfolge von Mirjam in´t Veld an, die nach dem vorzeitigen Ausscheiden von Koen Schuiling im Oktober vergangenen Jahres als kommissarische Bürgermeisterin fungiert hatte.

Einladung zum Gegenbesuch

Jürgen Krogmann gratulierte Roelien Kamminga noch einmal persönlich zu ihrer Ernennung als Bürgermeisterin und wünschte ihr viel Erfolg für ihre verantwortungsvolle Aufgabe. „Ich freue mich darauf, die Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Städten fortzusetzen und weiter zu vertiefen”, so Krogmann. Er sprach eine Einladung zum Gegenbesuch in Oldenburg aus, die Bürgermeisterin Kamminga gerne annahm. „Ich möchte die Gelegenheit des Gegenbesuches nutzen, um festzustellen, auf welchen Gebieten und mit welchen Projekten die jahrelange und freundschaftliche Zusammenarbeit beider Städte zukunftsfähig gemacht werden kann“, sagte Roelien Kamminga. Der Termin für den Besuch in Oldenburg steht noch nicht fest.

Über die neue Bürgermeisterin

Roelien Kamminga wurde 1978 in Zuidbroek geboren, wo sie auch aufwuchs. Sie studierte Internationale Beziehungen an der Universität Groningen. Anschließend war sie bis 2021 in verschiedenen Funktionen für die niederländische Regierung tätig. Begonnen hatte sie ihre Karriere im Außenministerium als Beraterin bei der Ständigen Vertretung der Niederlande bei den Vereinten Nationen. 2005 wechselte sie in den Dienst des Innenministeriums. Dort war sie unter anderem Leiterin der Abteilung für öffentliche Ordnung, Nachrichtendienste und Sicherheit sowie Leiterin des Programms „Groningen – Stärkung und Perspektive“. Von 2021 bis 2025 war sie für die VVD Mitglied des niederländischen Parlaments. 

Mehr zur Städtepartnerschaft

Die Städtepartnerschaft zwischen Oldenburg und Groningen besteht seit 1989. Mehr Informationen zu dieser Partnerschaft und weiteren kommunalen Kooperationen gibt es auf den Seiten der Partnerkommunen ».

Zuletzt geändert am 23. Dezember 2025