1963: Prof. Dr. Dr. h. c. Karl Jaspers

Karl Jaspers wurde am 23. Februar 1883 in Oldenburg als Sohn eines Bankdirektors geboren. Er besuchte das Gymnasium in Oldenburg und lebte in der Moltkestraße 19. Karl Jaspers studierte zunächst Rechtswissenschaften in Heidelberg und München, später dann Medizin, Naturwissenschaften, Philosophie und Kunstgeschichte. Nach dem medizinischen Staatsexamen und der Promotion wurde er Psychiater an der Psychiatrischen Klinik in Heidelberg. Seine psychopathologischen Forschungen fasste er 1913 in seiner „Allgemeinen Psychopathologie“ zusammen. 1920 wurde er Professor für Philosophie in Heidelberg.

Vergeblich drängten die NS-Machthaber den Wissenschaftler, sich von seiner jüdischen Ehefrau zu trennen. 1937 erhielt er wegen seiner unbeugsamen demokratischen Überzeugung Lehrverbot. Immer wieder musste sich das Ehepaar Jaspers vor den Nazis verstecken. Der Abtransport ins Straflager stand unmittelbar bevor, als im Frühjahr 1945 der Einmarsch der Amerikaner die Verfolgung beendete.

Nach 1945 war er zunächst wieder Professor an der Universität Heidelberg, folgte dann 1948 einem Ruf an die Universität Basel. 1963 wurde ihm in Anerkennung seiner hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen und seiner Verdienste um die abendländische Kultur das Ehrenbürgerrecht der Stadt Oldenburg verliehen. Er starb nach langer Krankheit im Alter von 86 Jahren am 26. Februar 1969 in Basel.

In Bloherfelde ist eine Straße nach ihm benannt, auf dem Cäcilienplatz steht seine Büste. Seit Sommer 2013 gibt es Unter den Eichen das Karl Jaspers-Haus, in dem die Bibliothek Karl Jaspers' untergebracht ist.

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