Zeit der dänischen Regentschaft

Nach dem Tod Anton Günthers 1667 schickte Dänemark, zur Verstärkung seiner Ansprüche auf Oldenburg, zwei Kompanien nach Oldenburg. Im folgenden Jahr bereits – obwohl Oldenburg erst 1676 an die dänische Krone fallen sollte – werden „dänische“ Kommandanten bestellt und die in Oldenburg untergebrachten Einheiten wie dänische Truppen behandelt. Die Gesamtstärke der Garnison lag im Jahr 1668 bereits bei etwa 1.250 Soldaten. Im Jahr 1676 fällt die ehemalige Grafschaft Oldenburg an die dänische Krone. Die Größe der Garnison wechselte in den folgenden Jahren je nach militärischen Erfordernissen.

Neben den dänischen Kompanien wurde weiterhin in der Oldenburger Bürgerschaft und Landbevölkerung eine „Bürgerwehr“ aufgebaut. Ein Teil der Bürgerwehr galt als militärisches Hilfskontingent, der überwiegende Teil war für den täglichen Wachdienst an den Stadttoren zuständig. Die Landmilitz, das „Oldenburgische Nationalregiment“ verstärkte darüber hinaus teilweise die dänischen Kompanien.

1764 beschloss die dänische Krone, das militärische Engagement  in Oldenburg zu reduzieren und später ganz aufzugeben. Die bis dahin 15 dänischen Festungen wurden aus finanziellen und militärstrategischen Gründen reduziert und Oldenburg ganz aus dem Festungsregister gestrichen. Das ehemalige Oldenburgische Nationalregiment wird 1765 einer „Invalidenkompanie“ zugegliedert, der späteren Oldenburger „Garnisonkompanie“. Von da an spielte Militär in Oldenburg zunächst kaum eine Rolle mehr.