Newsletter 03/26
Klaus Zelder: Ein Netzwerker geht in den Ruhestand
Nach mehr als einem Vierteljahrhundert in der Wirtschaftsförderung verabschiedet sich Klaus Zelder in den Ruhestand. Seit 1998 hat er zahlreiche Projekte begleitet, Netzwerke aufgebaut und neue Themenfelder der Wirtschaftsförderung mitentwickelt.
Zelders Weg in die Wirtschaftsförderung begann nach dem Studium der Sozialwissenschaften an der Universität Oldenburg (1980 bis 1986), einer Weiterbildung zum EDV-Anwendungsberater und einer siebenjährigen Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Schwerpunkt Statistik und Empirie. Am 17. August 1998 startete er bei der Wirtschaftsförderung – zunächst im Rahmen eines Projekts zum regionalen Wirtschaftsinformationssystem. Später folgten Aufgaben im Standortmarketing, bevor er ab 2005 vor allem in den Bereichen EU-Angelegenheiten und Innovationsförderung tätig war. Im August 2023 konnte er sein 25-jähriges Dienstjubiläum feiern.
Digitale Angebote und neue Themen
Ein wichtiges Arbeitsfeld waren digitale Informationsangebote für Unternehmen. Zelder begleitete von Anfang an die in Oldenburg entwickelten niedersächsischen Wirtschaftsportale – darunter die Wirtschaftspartner-Börse REGISonline sowie das Gewerbeflächen- und Gewerbeimmobilienkataster.
Mit dem Wandel in der Wirtschaft veränderten sich auch die Themen der Wirtschaftsförderung. Innovationsförderung, Wissenstransfer zwischen Forschung und Unternehmen oder Fördermittelberatung gehörten zunehmend zu Klaus Zelders Arbeitsalltag. Besonders während der Corona-Pandemie wurde diese Beratung stark nachgefragt, um Unternehmen schnell Orientierung in einer schwierigen Situation zu geben.
Zu den Projekten, an die er besonders gerne zurückdenkt, gehören „Smart Helm“ und „Smart City“. Auch den internen Prozess zur Weiterentwicklung der Organisation hin zu einer „Wirtschaftsförderung 4.0“ hat er mit angestoßen.
Netzwerke für Austausch und Kooperation
Einen Schwerpunkt seiner Arbeit sah der 1959 Geborene darin, Unternehmen miteinander zu vernetzen. Ziel war es, Austausch und Kooperation zu fördern und gemeinsame Entwicklungen anzustoßen. So entstand etwa die Veranstaltungsreihe „Medienfelder“, die Unternehmen der Medienbranche zusammenbrachte – mit Gästen bis hin zu Vertreterinnen und Vertretern internationaler Unternehmen wie Google. Stark engagiert war Zelder auch bei der Gründung und Begleitung des Oldenburger Energieclusters OLEC, bei dem es unter anderem um organisatorische, rechtliche und finanzielle Fragen rund um den Aufbau einer Geschäftsstelle ging.
Engagement auch bei Veranstaltungen und Kommunikation
Neben Projekten und Netzwerken prägte Zelder die Kommunikation der Wirtschaftsförderung. Er organisierte die ersten „Kontaktpunkte Wirtschaft“ mit. Beim zweiten Treffen im Mercedes-Autohaus – an dem auch der damalige Wirtschaftsminister Hirche teilnahm – sorgte auf seinen Vorschlag hin ein Mercedes-Benz 300 SL mit Flügeltüren für Aufmerksamkeit.
Auch publizistisch war er aktiv: Die ersten Ausgaben des Wirtschaftsletters, dem Vorläufer des heutigen CHANCEN-Magazins, gestaltete er als Redakteur und Grafiker maßgeblich mit.
Zuletzt organisierte er mit großem Engagement den USA-Wirtschafts- und Landwirtschaftstag.
Rat an die nächste Generation
Zum Abschied hat Klaus Zelder einen Rat für seine Nachfolgerinnen und Nachfolger:
„Habt Mut, Neues auf den Weg zu bringen. Entwickelt eigene Ideen und prüft, was hierzu bisher schon gelaufen ist, und setzt die Ideen am Ende fundierter Überlegungen um.“ Dabei könne, so fügt der Ruheständler hinzu, „auch der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen der benachbarten Gebietskörperschaften sehr hilfreich sein“.
Mit Klaus Zelder verabschiedet sich ein Mitarbeiter, der über viele Jahre hinweg Impulse gegeben, Projekte auf den Weg gebracht und die wirtschaftliche Entwicklung Oldenburgs aktiv mitgestaltet hat.
Zuletzt geändert am 16. März 2026
