Newsletter 04/26

Pint of Science – Wissenschaft nahbar machen

Ein Format, das in Städten weltweit bereits erfolgreich ist, kommt im Mai erstmals auch nach Oldenburg: „Pint of Science“. Wir sprachen mit der lokalen Organisatorin Yulia Kreye über die Ziele der Veranstaltung.

Worum geht es bei „Pint of Science“, was passiert da?

Yulia Kreye: Das Konzept ist weltweit erfolgreich: Wir bringen die Forschung raus aus den Laboren in die Kneipe. In diesem Jahr freuen wir uns sehr, am Montag, 18. Mai 2626, zu Gast in der UmbauBar zu sein. Bei einem kühlen Getränk präsentieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Arbeit ganz ohne Fachpublikum. Statt trockener Vorlesungen, gibt es lebendige Einblicke in aktuelle Themen in entspannter Atmosphäre.

Welche Ziele verfolgen Sie mit der Veranstaltung? Wer soll angesprochen werden?

Wir möchten Wissenschaft nahbar machen. In diesem Jahr haben wir ein besonderes Ziel: Wir möchten die internationale Community in Oldenburg (Studierende, Forschende, internationale Fachkräfte) gezielt einbinden. Deshalb findet unser Event am 18. Mai komplett auf Englisch statt. Wir sprechen damit alle neugierigen Bürgerinnen und Bürger an, die Lust auf Forschung ohne Sprachbarrieren haben.

„Pint of Science“ ist eine weltweite Marke. Wie ist der Kontakt nach Oldenburg zustande gekommen?

„Pint of Science“ startete 2013 in London und ist heute eine globale Bewegung. Der Kontakt kam über meine persönliche Begeisterung für das Format zustande. Ich habe zuvor in Köln gearbeitet und dort miterlebt, was für ein großer Erfolg „Pint of Science“ in einer Millionenstadt ist. Als ich nach Oldenburg kam, war mir sofort klar: Unsere lebendige Wissenschaftslandschaft braucht dieses Format ebenfalls. Ich wollte diese positive Energie und die Brücke zur internationalen Community unbedingt hierher bringen.

Was macht die lokale Ausgabe hier besonders im Vergleich zu anderen Städten?

Neben dem Fokus auf die englische Sprache ist es uns ein Herzensanliegen, unsere lokalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sichtbarer zu machen. Mit der UmbauBar haben wir zudem eine Location gefunden, die den Kern von „Pint of Science“ – die Kombination aus Oldenburger Kneipenkultur und Neugier – perfekt widerspiegelt. Wir wollen zeigen, dass die Arbeit, die hier geleistet wird, einen ganz konkreten Wert für unsere Gemeinschaft hat.

Welche Rolle spielt die lokale Wissenschafts- oder Hochschullandschaft dabei?

Die lokale Forschung ist das Herzstück. Unser Team und unsere Speaker spiegeln die Exzellenz des Standorts wider: Wir kooperieren eng mit der Universität Oldenburg, dem OFFIS e.V. – Institut für Informatik und innovativen lokalen Start-ups. Ohne die Unterstützung dieser Institutionen wäre das Festival nicht möglich.

Wer ist mit welchem Thema dabei? Wie erfolgte die Auswahl?

Wir haben drei Speaker ausgewählt, deren Forschung zeigt, wie Technologie unser Leben ganz direkt verbessert: Dr. Mazen Salous (MozaicAI): „EduMind“ – Wie KI das Lernen persönlicher und menschlicher machen kann. Sophie Grimme (OFFIS e.V.): „Your Body, Your Data“ – Über die Kontrolle von Gesundheitsdaten aus Apps und Wearables. Dr. Mandy Roheger (Universität Oldenburg): „When thinking changes – does your phone notice first?“ – Über die Früherkennung von Krankheiten wie Demenz durch digitale Alltagsdaten. Die Auswahl erfolgte nach gesellschaftlicher Relevanz: Wir wollten zeigen, dass KI und Daten keine abstrakten Begriffe sind, sondern uns alle persönlich betreffen.

Und zum Schluss: Was ist Ihre persönliche Rolle dabei?

Ich bin als City Coordinator für die Gesamtorganisation in Oldenburg verantwortlich. Hinter dem Event steht ein engagiertes Team von drei Personen der Universität Oldenburg. Gemeinsam ist es unser Ziel, eine Plattform zu schaffen, auf der Wissenstransfer Spaß macht, Barrieren abgebaut werden und echte Gemeinschaft zwischen Stadt und Wissenschaft.

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Zuletzt geändert am 14. April 2026