Innovationsquartier Alte Fleiwa

Künftige Ansiedlungen und Bauvorhaben werden sichtbar

Das Quartier „Alte Fleiwa“ soll noch attraktiver werden. Deshalb wird dieser Bereich zu einem modernen Dienstleistungs-, IT- und Forschungsstandort weiterentwickelt. Das Areal rund um die „Alte Fleiwa“ ist insgesamt circa 17 Hektar groß und umfasst unterschiedliche Standorte und Gebäude mit verschiedenen Nutzungen und einer Vielzahl von Beschäftigten. Um die Entwicklung zu einem zukunftsweisenden Forschungs- und Dienstleistungsquartier weiter voranzutreiben, stehen auch Themen wie Mobilität, Wärme- und Energieversorgung sowie Klimaanpassung im Fokus. Zentral ist dabei die Ansiedlung von IQON, der Innovationsquartier Oldenburg GmbH.

Baumfällungen für Erschließung und Straßenbau

Ab Sommer 2026 soll im Zuge der Gesamtplanung und Erschließung der Grundstücke eine neue Straße entstehen: Diese verlängert die Familie-Mechau-Straße nördlich angrenzend an den Bahngleisen über den heutigen Landweg (heutiger Geh- und Radweg) bis zur Wendeanlage der Straße „Alte Fleiwa“. Zur Vorbereitung dieser späteren Erschließung laufen seit Ende Januar Baumfällarbeiten, unter Sperrung des Landwegs als Rad- und Fußwegeverbindung. Die zu fällenden Bäume, die unter die Baumschutzsatzung fallen, werden durch 48 Kompensationsbäume ersetzt, von denen ein Großteil als Neuanpflanzung direkt im Quartier „Alte Fleiwa“ vorgesehen ist.

Gebäude „Alte Fleiwa 2“: Abriss und Neubau

Geplant ist im ersten Halbjahr 2026 der Abriss des Bestandsgebäudes „Alte Fleiwa 2“, in dem bis Dezember 2025 unter anderem die Stadtzwerge untergebracht waren, die Großtagespflege für Kleinkinder von städtischen Beschäftigten. Die Stadtzwerge haben seit Januar 2026 ein neues Zuhause: Auf dem Gelände neben dem Gesundheitsamt (Industriestraße 1 b) wurden Container errichtet, die eigens auf die Bedürfnisse des Großtagespflege zugeschnitten sind. An der Stelle des Bestandsgebäudes entsteht künftig ein Neubau des Innovationsquartiers Oldenburg.

Neubau Quartiersgarage

Auch auf dem benachbarten, bisher geschotterten Parkplatz steht ein Neubau an: Die Ausschreibung für eine Parkgarage befindet sich aktuell in der finalisierenden Vorbereitung. Künftig sollen an dieser Stelle mehr als 300 Kfz-Stellplätze für Beschäftigte im Quartier „Alte Fleiwa“ zur Verfügung stehen. Damit wird insbesondere Ersatz für die heute auf dem Grundstück an der Ecke Industriestraße/Am Schützenplatz vorhandenen Stellplätze geschaffen. 

Ansiedlung des Innovationsquartiers IQON

IQON soll neue Maßstäbe in der Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft setzen. Das Innovationsquartier wird künftig vier Einrichtungen aus der Spitzenforschung bei der Entwicklung neuer Technologien zusammenführen: das OFFIS – Institut für Informatik, das Department für Informatik der Universität Oldenburg, das Institut Systems Engineering für zukünftige Mobilität des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Das Projekt wird mit rund 63 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln gefördert und gehört zu den derzeit größten Bauvorhaben in der Informatikforschung bundesweit.

Insgesamt ist das Innovationsquartier ein Leuchtturmprojekt für Oldenburg und bietet auch ansässigen Unternehmen große Chancen. Die Vision: Mit IQON entwickelt sich der Standort „Alte Fleiwa“ zu einem dynamischen Areal für die kooperative Erforschung und Entwicklung innovativer Prototypen, Produkte und Geschäftsmodelle – von Künstlicher Intelligenz bis hin zu unabhängigen Energieversorgungskonzepten.

Die bauleitplanerischen Rahmenbedingungen hat die Stadt mit der Aufstellung des Bebauungsplans 855 geschaffen. Neben der Ertüchtigung von Bestandsgebäuden (Escherweg 2 und Industriestraße 6) hat die IQON GmbH in einem ersten Schritt die Immobilie Industriestraße 11 erworben, die nach Umbau bereits genutzt wird. Um die Flächenbedarfe aller Projektpartnerinnen und -partner abzubilden, bedarf es darüber hinaus zweier Neubauten – IQON Zentral und IQON West –, die auf der rund 3.500 Quadratmeter großen Fläche an der Ecke Industriestraße/Am Schützenplatz und auf dem circa 3.000 Quadratmeter großen Grundstück „Alte Fleiwa 2“ realisiert werden sollen. Aus dem 2025 durchgeführten Architekturwettbewerb sind die Büros Vielmo Architekten GmbH // R + B Landschaftsarchitektur als Gewinner hervorgegangen, mit denen nun die konkrete Planungsphase beginnt. Beide Grundstücke hat die Stadt im Dezember 2025 im Erbbaurecht an die IQON GmbH vergeben. Der Baubeginn ist aktuell für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

Wärmeversorgung Quartier „Alte Fleiwa“

Die Entwicklungspläne für das Areal „Alte Fleiwa“ zu einem innovativen Quartier bieten den richtigen Rahmen, um eine zukunftsweisende und klimaneutrale Energieversorgung für das gesamte Quartier zu entwickeln. Aus diesem Grund hatte die Stadt Oldenburg im Februar 2025 das Unternehmen Beks Energieeffizienz GmbH mit der Erstellung eines Wärme- und Energieversorgungskonzeptes für das Quartier „Alte Fleiwa“ beauftragt. Nach der Bestandserhebung folgten mehrere Workshops, zuletzt im September 2025, in denen verschiedene Versorgungsvarianten, ihre Vor- und Nachteile, Betreibermodelle sowie die Wirtschaftlichkeit mit Vertreterinnen und Vertretern von öffentlichen Einrichtungen sowie Unternehmen im Quartier diskutiert wurden. Anwohnende, Gebäudeeigentümerinnen, Gebäudeeigentümer und Unternehmen aus dem Quartier, die sich für die Erarbeitung des Versorgungskonzeptes oder die Ergebnisse interessieren oder sich einbringen möchten, können sich weiterhin per E-Mail beim Fachdienst Klimaschutz melden: klima[at]stadt-oldenburg.de.

Zuletzt geändert am 6. Februar 2026