Förderschule

Schülerinnen und Schüler, die in ihren Entwicklungs-, Lern- und Bildungsmöglichkeiten so eingeschränkt sind, dass sie im Unterricht ohne zusätzliche sonderpädagogische Maßnahmen nicht hinreichend gefördert werden, haben einen Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung.

Dieser Bedarf kann in verschiedenen Schwerpunkten vorliegen:

  • Lernen
  • Sprache
  • Emotionale und soziale Entwicklung
  • Geistige Entwicklung
  • Hören
  • Sehen
  • Körperliche und motorische Entwicklung

Wie der Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung ermittelt wird, ist durch eine Verordnung geregelt.

Durch sonderpädagogische Förderung sollen Schülerinnen und Schüler im Unterricht und bei der Erziehung eine ihren persönlichen Voraussetzungen und Bedingungen angemessene Unterstützung und individuelle Hilfe erhalten.

Sonderpädagogische Unterstützung für Schülerinnen und Schüler strebt einen größtmöglichen Umfang schulischer und beruflicher Eingliederung, Teilhabe am Leben in der Gesellschaft in Selbstbestimmung und Mitverantwortung sowie selbstständige Lebensgestaltung an.

Sonderpädagogische Förderung gibt es in allen allgemein bildenden Schulen. Nach dem Niedersächsischen Schulgesetz können die Schülerinnen und Schüler mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung aufsteigend mit den Jahrgängen 1 und 5 seit Beginn des Schuljahres 2013/14 zwischen einer allgemeinen Schule (inklusive Schule) oder einer Förderschule wählen An einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen ist eine Aufnahme in den Schuljahrgang 1 seit dem Schuljahr 2013/14 und in den Schuljahrgang 5 ab dem Schuljahr 2015/2016 nicht mehr möglich.

Aufgaben der Förderschule sind:

  • Unterricht und Erziehung für Schülerinnen und Schüler der Förderschule,
  • Beratung und Unterstützung der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in allgemeinen Schulen,
  • Beratung und Unterstützung wichtiger Personen des Umfelds der jungen Menschen, vor allem der Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher und der Eltern,
  • Zusammenarbeit mit anderen schulischen und außerschulischen Einrichtungen.

Die Dauer der Förderung in Förderschulen ist individuell unterschiedlich. Grundsätzlich wird auf Durchlässigkeit zu anderen Schulen geachtet.

Für einige Kinder und Jugendliche bietet die Förderschule im Sinne einer Durchgangsschule bei einer zeitlich begrenzten Aufnahme die Möglichkeit, konzentriert die notwendige sonderpädagogische Unterstützung zu erhalten und eine persönliche Stabilisierung zu erreichen, die eine baldige Rück- bzw. Umschulung in die allgemeine Schule oder eine Eingliederung in den berufsbildenden Bereich ermöglicht.

Bei diesem Text handelt es sich um einen leicht veränderten Auszug aus der Broschüre „Unser Schulwesen in Niedersachsen“ » des Niedersächsischen Kultusministeriums, in der Sie auch noch weiterführende Informationen finden.

Wo erhalte ich weitere Informationen?
Mehr über die einzelnen Förderschulen in Oldenburg erfahren Sie hier ».

Grundsätzlich ist die gewünschte, bzw. die bereits besuchte Schule eine erste gute Anlaufstelle. Hier können alle persönlichen Fragen rund um die Beschulung Ihres Kindes geklärt werden.

Weitergehende Informationen zum Thema erhalten Sie im Amt für Schule und Bildung unter 0441 235-2651 oder unter sandra.bischoff(at)stadt-oldenburg.de.

Allgemeine Fragen kann Ihnen das Servicecenter der Stadt Oldenburg unter 0441 235-4444 oder unter servicecenter(at)stadt-oldenburg.de beantworten.