Pressebüro zieht Bilanz für 2025

Über Quantität und Qualität unserer Arbeit

Oldenburg ist kommunikationsfreudigste Stadt Deutschlands

Für das Pressebüro der Stadt Oldenburg war 2025 wieder ein intensives Jahr. Was uns besonders freut: Jüngst wurden wir von der PR-Agentur Twenty-Eight als kommunikationsfreudigste Stadt Deutschlands identifiziert. Die Agentur hatte die Pressearbeit der 50 größten deutschen Städte analysiert, basierend auf der Anzahl der zwischen Januar und November 2025 veröffentlichten Pressemitteilungen. Zwar kommuniziert Berlin mit 6.316 Veröffentlichungen am häufigsten – aber im Verhältnis zur Zahl der Einwohnenden stehen wir mit 84 Pressemitteilungen pro 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner an der Spitzenposition! Aber auch bei den absoluten Zahlen kann sich Oldenburgs Pressestelle sehen lassen: Hier ist die Stadt im bundesweiten Ranking mit 1.483 Meldungen an Nummer elf platziert – und lässt dabei unter anderem Hamburg, Köln und Bremen hinter sich.

Doch welche Themen bewegten Oldenburg im Jahr 2025 eigentlich?

Nach dem verhältnismäßig ruhigen Jahreswechsel ohne Hochwasserlage sorgte die Neubewertung der NS-Vergangenheit von Edith Ruß für Aufsehen – und dafür, dass der Name der Stifterin aus dem „Haus für Medienkunst“ verschwand. Erschüttert zeigte sich ganz Oldenburg von dem Tod des 21-jährigen Lorenz, der in der Nacht zu Ostersonntag von einem Polizisten im Einsatz in der Innenstadt erschossen worden war. Aufregung gab es rund um das Projekt Fliegerhorst, den ehemaligen Schießstand, Altlastenverdachtsflächen und die staatsanwaltlichen Ermittlungen in diesem Zusammenhang. Auch die grundlegende Sanierung der Tiefgarage „Am Stadtmuseum“ » schaffte es in die Schlagzeilen.

Dass sich Oldenburg offenbar gut für die ältere Generation ab 65 Jahren einsetzt, zeigen die erfreulichen Ergebnisse des Projektberichts „Altersfreundliches Oldenburg“. Und auch in Sachen Nachhaltigkeit ist Oldenburg Vorreiter: Im Juli wurde Deutschlands erste Modulbrücke aus Carbonbeton montiert und sorgte für großes mediales Interesse. Viel diskutiert wurde und wird derweil über die seit Juli 2025 geltende Baumschutzsatzung », mit der die Stadt Bäume schützen will – die Entscheidung des Bürgerbegehrens fällt am 22. Februar 2026. Auf den Baum brachte uns der immer wieder aufkeimende Brücken-Ärger: Ob die Havarie an der Huntebrücke in Elsfleth, seit der Seeschiffe nicht mehr in den Oldenburger Hafen einlaufen können, oder die immer wieder defekte Eisenbahn-Klappbrücke am Hafen », die nun auch dank des Einsatzes von Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne schneller neu gebaut werden soll, als ursprünglich von der Deutschen Bahn geplant. Für ruhigere Gemüter sorgte das kostenfreie Busfahren an Samstagen », das aufgrund des Erfolgs nun weitergeführt wird. Und auch im Jahr 2026 schaffte es Oldenburg wieder ins Fernsehen: War dafür 2024 noch die Hochwasserlage verantwortlich, war es dieses Mal die Produktionsfirma von Klaas Heufer-Umlauf, die auf die Stadtverwaltung zukam, um das Staffelfinale der ProSieben-Samstagabend-Show „Ein sehr gutes Quiz (mit hoher Gewinnsumme)“ live aus Oldenburg zu senden.

Und wie sehen die Pressebüro-Zahlen für 2025 im Detail aus?

Unsere Jahresstatistik zeigt die Bilanzen der Teams Presse, Online-Redaktion/Print sowie Social Media/Partizipation im Einzelnen:

Das Team Presse hat das Jahr 2025 mit 719 Presseanfragen abgeschlossen – deutlich mehr als 2024 mit insgesamt 685 Anfragen, von denen alleine 150 auf den Hochwasser-Januar fielen. Auffällig ist, dass die Presseanfragen zu einzelnen Themen insgesamt umfangreicher geworden sind. Bei den Pressemitteilungen gab es 2025 insgesamt 1.590, also deutlich weniger, als noch ein Jahr zuvor (2024: 1.747). Dies ist darin begründet, dass die Meldungen des Stadtmuseums und des Horst-Janssen-Museums seit dem vergangenen Jahr nicht mehr durch das Pressebüro verschickt werden. Die Zahl der Pressekonferenzen ist mit 22 rückläufig (2024: 30), auch bei den Fototerminen gab es einen Rückgang: Waren es im Jahr 2024 noch 76, so sank die Zahl im Jahr 2025 auf 62. Der Bürgerbrief, in dem montags bis freitags aktuelle Informationen der Stadtverwaltung veröffentlicht werden, ist weiter im Aufwind: Stand Januar 2026 haben ihn 6.076 Menschen abonniert (2025: 5.836). 

Die Anzahl der Druckwerke für die Öffentlichkeitsarbeit war im Jahr 2025 rückläufig: Insgesamt wurden 415 Produkte wie Flyer, Plakate, Postkarten, Broschüren, Magazine, Roll-Ups & Co gestaltet (2024: 611), wovon fast drei Viertel aus umweltfreundlichen Materialien produziert wurden. Der Rückgang folgt auf einen starken Anstieg in 2024, als viele Produkte wegen des neuen Logos neu bestellt wurden.

Die Zugriffszahlen auf die Internetseite www.oldenburg.de sind hoch, aber leicht rückläufig. Im Jahr 2025 gab es insgesamt knapp 2,7 Millionen Besuche (2024: 2,85 Millionen) mit gut 5,2 Millionen Seitenaufrufen (2024: 6,27 Millionen). Immer mehr Informationen ziehen von oldenburg.de ins Serviceportal um, wo die Zugriffszahlen wiederum ansteigen (4,97 Millionen Seitenaufrufe in 2025). In insgesamt 448 (2024: 450) Topmeldungen auf der Startseite von oldenburg.de wurden die Bürgerinnen und Bürger über die Top-Themen der Stadtverwaltung informiert. Besonders stark nachgefragt waren Informationen zum Kramermarkt – hier wurde die Landingpage von Anfang September bis zum Ende des Kramermarkts fast 60.000 Mal aufgerufen. Auch Meldungen zur Bundestagswahl, zu Verkehrsthemen, dem Stadion oder anderen Veranstaltungen waren stark nachgefragt.

Der Schwerpunkt in der Social-Media-Arbeit des Pressebüros liegt weiterhin im Infotainment – die ansprechenden Text-, Bild- und Videobeiträge werden dabei zielgruppengerecht für Instagram und Facebook aufbereitet. Der Instagram-Kanal „stadt.oldenburg“ hat Stand Januar 2026 knapp 36.300 Followerinnen und Follower und damit beinahe doppelt so viele wie Anfang 2025. Die Facebook-Seite „Stadt Oldenburg“ hat 17.493 Nutzerinnen und Nutzer – somit konnten im vergangenen Jahr über 600 dazugewonnen werden. Im Jahr 2025 wurden über 1.000 Stories sowie mehr als 400 Bild- und Video-Beiträge bei Facebook und Instagram veröffentlicht.

Für die Koordinierungsstelle Partizipation war das Jahr 2025 ein Jahr der Konsolidierung, Weiterentwicklung und stärkeren Vernetzung. Insgesamt fanden im vergangenen Jahr 121 analoge und/oder digitale Veranstaltungen im Rahmen informeller Bürgerbeteiligung statt. Dabei lag ein besonderer Schwerpunkt auf informellen Beteiligungsformaten, die niedrigschwellig, dialogorientiert und nah an den Lebensrealitäten der Menschen in Oldenburg angesetzt waren. Diese Formate haben dazu beigetragen, neue Zielgruppen zu erreichen, Vertrauen aufzubauen und den Weg zu Beteiligung als fester Bestandteil kommunaler Prozesse zu bahnen. Die Beteiligungsplattform Gemeinsam Oldenburg » hat insgesamt 7.308 angemeldete Userinnen und User, 1.760 Menschen haben den Newsletter abonniert.

Zuletzt geändert am 30. Januar 2026