Ein ganzer Stadtteil macht Kultur (Fortsetzung)

Die Idee des bunt gemischten, tatkräftigen Veranstaltungsteams ging auf: Das Festival sollte Menschen zusammenbringen, die sich sonst nicht begegnen. Es sollte die Kreativität und Lebendigkeit des Stadtteils zeigen. Und es sollte Kulturangebote nach Kreyenbrück holen, die sonst eher im Stadtzentrum zu finden sind. So beteiligten sich sehr viele Oldenburger Kultureinrichtungen mit Angeboten zum Zuschauen und Mitmachen am Festival: vom „Zeichnen am laufenden Meter“ bis zur Medienwerkstatt, von Flamenco bis Steinzeit-Musical, vom Chöre-Konzert mit über 400 Gästen bis zum Gastspiel des Theater Laboratoriums. Aber auch viele Kreyenbrücker Einrichtungen öffneten ihre Türen und entwickelten besondere Kulturangebote für das Festival: Die Stadtteilbibliothek veranstaltete einen Bilderbuchsonntag, der Stadtteiltreff einen Kreativ- und Hobbymarkt und die Gemeinde St. Johannes den wohl ersten Tango-Gottesdienst Oldenburgs.

Die Vielzahl der Eindrücke ist bei den rund 80 Veranstaltungen nicht vollständig wiederzugeben. Was bleibt, ist der Eindruck, dass die Besucherinnen und Besucher kamen – und blieben. Gerade beim Eröffnungsgang mit der anschließenden Open Air-Stadtteiltafel sowie beim Festival-Wochenende entwickelte sich eine tolle Eigendynamik. Das gut abgestimmte Programm machte es auch Familien mit (kleinen) Kindern möglich, entspannt Zeit in Kreyenbrück zu verbringen: Während die Eltern den vielen guten Bands lauschen konnten, konnten die Kinder sich künstlerisch ausprobieren und sich verzaubern lassen. Die hervorragende kulinarische Versorgung trug sicher ebenfalls dazu bei, dass manch einer länger blieb als ursprünglich geplant. Dem konnte auch das kühle Wetter am Festival-Wochenende nichts anhaben.
Die intensive Auswertung steht noch aus. Doch schon jetzt ist klar: Die Zeichen stehen gut, dass das diesjährige Farbenfroh Festival nicht das letzte innovative Stadtteil-Kulturfestival in Oldenburg gewesen ist.

Hintergrund
Die Idee für das Festival ist aus der langjährigen Zusammenarbeit der IGS Kreyenbrück und dem Verein Jugendkulturarbeit entstanden. Gemeinsam mit dem Stadtteiltreff Kreyenbrück, dem Verein für Kinder an der Grundschule Kreyenbrück, dem Kulturbüro der Stadt Oldenburg, dem Bildungskreis Oldenburg, freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Schülerinnen und Schülern der IGS und unterstützt vom Arbeitskreis Kreyenbrück wurde das große Kulturereignis über ein Jahr lang geplant und realisiert. Trägerverein war der Förderverein für theater- und sozialpädagogische Jugendarbeit Oldenburg-Süd.

Das Farbenfroh Festival wurde gefördert von der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur (LAGS) aus Mitteln des Landes Niedersachsen, vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg, der EWE-Stiftung, der Werbegemeinschaft Kreyenbrück „Die Kreyenbrücker“, dem Verein KostBar und der VWG. Zudem wurden einzelne künstlerische Projekte im Vorfeld des Festivals gefördert von der Oldenburgischen Landschaft und CEWE Color (Fotoprojekt „Mein Kreyenbrück“), dem Landesverband Theaterpädagogik Niedersachsen (Theaterprojekt „Mein buntes Ich“) und der GSG (Textilprojekt „Weben, Flechten, Knoten. Wir umgarnen Kreyenbrück“).

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.farbenfroh-festival.de »