2018

Karneval der Tiere

Wie Schnecke und Löwe sich schätzen lernen

Beim 15. Netzwerktreffen Schule/Kita – Kultur wurde im Februar 2018 unter dem Titel „Wie Schnecke und Löwe sich schätzen lernen. Grundlagen des Konfliktmanagements“ das Modul 6 aus dem Curriculum „Inklusion ist Menschenrecht!“ umgesetzt. Als Referentin konnte wieder Martina M. Thies, Zertifizierte Trainerin für personale und sozialkommunikative Kompetenzen, gewonnen werden. Bei diesem Netzwerktreffen drehte sich alles um Konflikte. Wie entstehen sie? Was haben sie zu bedeuten? Wie können wir sie bewältigen? Welchen Gewinn können wir aus ihnen ziehen?

Konflikte sind für mich...

Wo Menschen gemeinsam leben und arbeiten, sind Konflikte unvermeidlich. Verschiedene Werte und Bedürfnisse treffen aufeinander. So auch in Kitas, Schulen, Kultureinrichtungen und Sportvereinen. Und auch dort, wo verschiedene Einrichtungen sich miteinander vernetzen – wie zum Beispiel in der Kulturellen Bildung und Teilhabe. Konflikte müssen nicht negativ sein. Im Gegenteil: Sie können Unterschiede bewusst machen. Sie können den Willen zur Veränderung stärken. Sie vertiefen zwischenmenschliche Beziehungen. Und sie fördern die Kreativität, die Persönlichkeitsentwicklung und den Zusammenhalt.
Deutlich wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Netzwerktreffens in intensiver Gruppen- und Einzelarbeit aber vor allem eines: Konflikte haben immer etwas mit den persönlichen Gefühlen zu tun. Und darum lohnt es sich, zunächst einmal sich selbst darüber klar zu werden.

Was für ein Konflikttyp bin ich?

Wie gehe ich mit Konflikten um? Welche Gefühle verbinde ich mit Konflikten? Warum gehe ich so mit Konflikten um? All diese Fragen verlangten von den Teilnehmenden eine große Bereitschaft zur Selbstreflexion. Aufschluss über Gefühle und Bedürfnisse, das eigene Zutun zum Konflikt, auch mittels Sprache und Körperhaltung, gewährten weitere Übungseinheiten. Martina M.Thies regte auch dazu an, sich mit der Dialogischen Haltung nach Johannes Schopp, Konflikthaltungen nach Friedrich Glasl und der Empathischen Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg auseinanderzusetzen.

Der Schlüssel zum Konfliktmanagement

"Es kommt einzig darauf an, wie Menschen die Differenzen erleben und wie sie mit ihnen umgehen", lautete ein Zitat von Friedrich Glasl, dass die Teilnehmenden auf die Spur zur "Lösung" brachte. Somit gab es bei diesem Netzwerktreffen nicht nur viel über Konflikte, sondern auch viel über sich selbst zu erfahren. Der prallgefüllte Tag weckte bei vielen den Wunsch, nochmal tiefer einzusteigen. "Ich sehe Konflikte als Chance, das ist mir hier nochmal deutlich geworden", äußerte sich ein Teilnehmer. "Ich nehme eine Menge mit", bestätigte eine andere Teilnehmerin.

2017

Häh? Wie Kommunikation gelingen könnte

Grundlagen der Kommunikation

Kommunikation ist störanfällig. Das erfuhren auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 14. Netzwerktreffen Schule/Kita – Kultur 2017, zu dem die Kulturelle Bildung und Teilhabe im Kulturbüro der Stadt Oldenburg Ende November 2017 eingeladen hatte. Häufig scheitert Kommunikation, weil Menschen ihr Gegenüber nicht wahrnehmen. Oder weil sie sich ihrer eigenen Bedürfnisse und Haltungen nicht bewusst sind. Dabei ist eine gelingende Kommunikation für vieles grundlegend – auch für erfolgreiche Inklusion und für gelingende Zusammenarbeit in der Kulturellen Bildung.
Bei diesem Netzwerktreffen haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer daher zuerst mit ihrem eigenen Kommunikationsstil auseinander gesetzt. Was sind meine Stärken in der Kommunikation? Woran merkt mein Gegenüber das? Welche Gesprächspartner und -situationen empfinde ich als schwierig? Und warum? Zunächst galt es also, sich selbst zu reflektieren. Und es zeigte sich, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Fülle wertvoller Erfahrungen und Kompetenzen mitgebracht hatten, teils aufgrund eigener Besonderheiten wie zum Beispiel einer Behinderung, teils im Umgang mit anderen Menschen, auch in der Begegnung mit Menschen mit Behinderungen, Kindern oder Migrantinnen und Migranten.

Aktives Zuhören und dialogische Haltung

Das aktive Zuhören ist ein wesentlicher Schlüssel, um zu verstehen und sich einzufühlen. Es ist auch ein Schlüssel zu einem guten Austausch und zu einem erfüllenden Dialog. Das erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einer praktischen Übung. Zugleich ist es aber auch wichtig, die eigenen Bedürfnisse zu kennen, wenn man sich selbst in den Dialog begibt. Als ebenso wichtig für die Kommunikation vermittelte Martina M. Thies als zertifizierte Trainerin die so genannten Schlüsselkompetenzen. Diese könne man bei sich selbst und anderen fördern zur Unterstützung einer gelingenden Kommunikation.
Neben praktischen Übungen und Rollenspielen stand das Kennenlernen verschiedener Kommunikationstheorien auf dem Programm des Netzwerktreffens. Als besonders hilfreich erwies sich die Dialogische Haltung nach Johannes Schopp, in die die Referentin Martina M. Thies einführte. Der Einladung zum Dialog folgten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, nachdem sie die Dialogregeln nach Schopp besprochen und einen Vergleich zwischen Diskussion und Dialog vorgenommen hatten. Dabei stellten sie sich immer wieder die Fragen: Was braucht es, um miteinander in den Dialog zu kommen? Wie kann es gelingen, einander achtsam und wertschätzend, mit Respekt vor unserer Unterschiedlichkeit – ganz im Sinne der Inklusion – zu begegnen?

Wegzehrung

Ein prallvoller Fortbildungstag ging schließlich für die Teilnehmenden zu Ende, von dem sie – so eine Teilnehmerin – „ganz viel Nahrhaftes für verschiedene Töpfe mitbekommen hatten“. Mit auf den Nachhauseweg bekamen alle persönlich je ein Zitat zum Thema Kommunikation. Vielen mag aber auch folgende Frage nach Marshall B. Rosenberg noch lange durch den Kopf gegangen sein: „Recht haben ODER glücklich sein – das ist hier die entscheidende Frage…“

Das 14. Netzwerktreffen Schule/ Kita – Kultur 2017 nutzte das Modul 5 „Häh? Wie Kommunikation gelingen könnte. Grundlagen der Kommunikation“ des Curriculum „Inklusion ist Menschenrecht!“ Das Curriculum wurde im Auftrag der Fachstelle Inklusion der Stadt Oldenburg an der VHS Oldenburg entwickelt.

Urheber: Frank Bekuhrs, Lokalsender Oeins

Fachgespräch: Kultur- und Sporteinrichtungen barrierefrei (um)bauen

Sport ist erst in der Gemeinschaft schön. Und ein Kulturensemble lebt von der Vielfalt seiner Mitglieder. Was aber, wenn der Hauptdarsteller mit dem Rollstuhl nicht auf die Bühne kommt? Was tun, wenn der Eingang zur Sporthalle für Sehbehinderte nicht zu finden ist?
Um gemeinsam Antworten auf Fragen der baulichen Barrierefreiheit zu finden, hat die Stadt Oldenburg im August 2017 alle Verantwortlichen und Interessierten in Sport- und Kulturvereinen sowie Sport- und Kultureinrichtungen eingeladen zum Fachgespräch „Dabei sein ist alles. Kultur- und Sporteinrichtungen barrierefrei (um)bauen“.
Vorab hat die Leiterin der städtischen Bibliotheken, Heike Janssen, eine Führung durch die Zentralbibliothek im PFL – unter dem Gesichtspunkt der Barrierefreiheit angeboten.

Mit Hajo Rosenbrock vom Turn-Klubb zu Hannover (TKH) berichtete ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Barrierefreiheit im Sport. Der Klubb wurde ausgezeichnet für sein barrierefreies Bewegungszentrum. Hajo Rosenbrock gab die Erfahrungen seines Vereins an die Zuhörer weiter. „Wir wollen ein gesellschaftliches Abbild in unseren Sporteinrichtungen wiederfinden und pflegen einen völlig unaufgeregten Umgang mit Inklusion", lautet das Credo des TKH. Rosenbrock gab dazu Tipps aus der Praxis für Sport und Kultur, u.a. für die Zusammenarbeit mit Stiftungen und der Aktion Mensch.
Den Vortrag von Hajo Rosenbrock finden Sie hier» zum Herunterladen (PDF, 2 MB).

Ulrich Pohland vom Stadtsportbund Oldenburg e.V. stellte anschließend bauliche Möglichkeiten und Leitsysteme vor, die im Oldenburger Ruderverein e.V. (ORVO) umgesetzt worden sind. Diese sind auch in Kultureinrichtungen umsetzbar. „Es gilt, alle Verantwortlichen, Mitarbeiter und Mitglieder mitzunehmen auf den Weg der Inklusion", so Pohland. „Alle sollten informiert, sensibilisiert und geschult werden." Er stellte zudem Fördermöglichkeiten vor, unter anderem durch den Landessportbund Niedersachsen. Den Vortrag von Ulrich Pohland finden Sie hier» zum Herunterladen (PDF, 330 KB).
Heike Janssen vom Fachdienst Bibliotheken im Amt für Kultur und Sport der Stadt Oldenburg zeigte in der  Zentralbibliothek im PFL zahlreiche bauliche Maßnahmen, die kommunale Kultureinrichtungen für alle erreichbar machen sollen.
Anhand dieser motivierenden Best Practise-Beispiele für Barrierefreiheit in Kultur und Sport erfuhren die Zuhörer, wie ein Verein oder eine Einrichtung seine Offenheit für Menschen mit unterschiedlichsten Bedürfnissen zeigen kann. Erfahrungsgemäß verändert sich dabei nicht selten auch die Wahrnehmung von Menschen mit Behinderung grundlegend.
Johanna Reimann vom Sportbüro und Christiane Maaß vom Kulturbüro der Stadt Oldenburg stellten weitere Beratungsangebote für bauliche Barrierefreiheit» (Flyer, PDF, 1,3 MB) vor. Sie regten zu einem Austausch mit anderen Aktiven und Verantwortlichen aus den Bereichen Kultur und Sport an. Es gelte, Ideen zu sammeln für individuelle Lösungen im jeweiligen Verein, in der jeweiligen Einrichtung.
Darüber hinaus lieferte das Fachgespräch zahlreiche Argumente und Anreize, selbst auf diesem Gebiet aktiv zu werden. Ob es nun ein positives Image, eine bauliche Aufwertung oder steigende Mitglieder- bzw. Besucherzahlen sind: Auf die Frage „Rechnet sich das?" gibt der große materielle und ideelle Gewinn durch Inklusion in Kultur und Sport eine aufschlussreiche Antwort.

Sprich mit deinen Vorurteilen!

„Sprich mit deinen Vorurteilen!“ waren alle aufgefordert, die im Juni 2017 am 12. Netzwerktreffen Schule/ Kita – Kultur im FORUM St. Peter teilgenommen haben. Angesprochen waren insbesondere Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte, Pädagoginnen und Pädagogen, Übungsleiterinnen und Übungsleiter, Künstlerinnen und Künstler und Beschäftigte in Kultureinrichtungen. Sie setzten sich mit Hilfe des neuen Formates der „Lebendigen Bibliothek" mit eigenen und fremden Vorurteilen auseinander. Eingebettet war die „Lebendige Bibliothek" in dieser Fortbildung in eine vertiefende Auseinandersetzung mit kulturellen Prägungen, Werten, Glaubenssätzen und Denkmustern der Teilnehmenden.

„Plötzlich war es so einfach, miteinander zu reden“, schilderte eine Teilnehmerin ihre Erfahrungen mit der „Lebendigen Bibliothek“. Fünf menschliche „Bücher“ hatten sich für Fragen nach ihren Besonderheiten und Erfahrungen zur Verfügung gestellt: ein Jude, eine Muslima, ein Iraner, eine Trans-Frau und eine Mutter eines autistischen Kindes. Ihnen war es in besonderem Maße zu verdanken, dass menschliche Brücken entstanden, Positives und Verbindendes vermittelt werden konnte, mögliche Vorurteile abgebaut und Verständigung möglich wurde. Rasch entwickelten sich aus den Befragungen der „Bücher“ lebhafte Dialoge. „Extrem spannend!“ „Eine geniale Methode!“ äußerten die Teilnehmenden ihre Begeisterung über die „Lebendige Bibliothek“.

Dimensionen von Vielfalt, Erwartungen und Werte

Außer die „Lebendige Bibliothek“ kennen zu lernen, verbanden die Teilnehmenden das Netzwerktreffen mit zahlreichen Erwartungen. Diese reichten von Austausch, Vernetzung, Kontakte über Inspiration, neue Erfahrungen und Erkenntnisse bis hin zu Selbstreflexion und Bewusstsein für (eigene und fremde) Vorurteile.Am Ende blieb keine dieser Erwartungen offen. Insbesondere der Reflexion diente der stärker theoretisch geprägte Teil der Fortbildung am Vormittag. Hier setzten die Teilnehmenden sich, unterstützt von der kenntnisreichen Referentin Karin M. Peters (Oldenburg) mit den Dimensionen von Vielfalt, einer Werteskala und der Bedeutung der eigenen Werte auseinander. Dabei flossen neueste Erkenntnisse der Kommunikationsforschung und der Neurowissenschaft mit ein.

„Werte sind immer in einen Kontextbezug gebettet“, so Karin Peters. „Deshalb ist es wichtig, sich klarzumachen, was die eigenen Werte, die zunächst nur abstrakte Begriffe sind, für Sie individuell bedeuten." Wichtig zu wissen sei auch, dass viele unserer Werte mit Vorurteilen zu tun haben oder diese hervorrufen. Duch eine Klärung eigener Werte sei die Begegnung mit dem Fremden, Andersartigen freier möglich. Die intensive Arbeit in Kleingruppen trug viel zu dieser Klärung bei.

Versuch's mal mit Verständlichkeit: Leichte Sprache

Die Mischung macht's

Bei den Netzwerktreffen der Kulturellen Bildung und Teilhabe ist Vielfalt Programm: Eine intensive und bereichernde Arbeitsatmosphäre ist auch diesmal wieder durch die vielfältige Zusammensetzung des Teilnehmerkreises zustande gekommen. „Nicht leicht, aber lustig!" kommentierte eine begeisterte Teilnehmerin die gemeinsame Fortbildung.

Leichte Sprache ermöglicht gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe

Viele Menschen stehen vor dem Problem, Texte des täglichen Gebrauchs nicht nutzen zu können. Sie haben aus unterschiedlichen Gründen Schwierigkeiten mit dem Lesen, Schreiben und Verstehen von Texten. Dazu gehören Menschen mit kognitiven Behinderungen, Lernschwierigkeiten, geringen Lese-Schreibkompetenzen, Aphasie, Legasthenie, gehörlose Menschen, ältere Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund. Viele Millionen Menschen sind deshalb in der gesellschaftlichen und kulturellen Teilhabe und der Bewältigung des Alltags eingeschränkt.
Texte in Leichter Sprache können helfen, solche Barrieren abzubauen.

Ein prallvolles Bildungsprogramm

Zu Beginn des Netzwerktreffens sensibilisierten die beiden Referentinnen, Heike Lübben und Marion Lundborg vom Büro für Leichte Sprache Oldenburg, die Teilnehmenden für die Unterschiede zwischen leichter und schwerer Sprache. Gar nicht so leicht war es dann, in der Kürze eines Vormittages alle Regeln und Besonderheiten der Leichten Sprache zu vermitteln. Schließlich galt es am Nachmittag, selbst aktiv zu werden. Eigene Texte in Leichter Sprache wurden verfasst. „Langsam denken hilft tatsächlich", so ein Teilnehmer. „Und langsam sprechen ist auch von Vorteil." Denn auch das Sprechen in Leichter Sprache will gelernt und geübt sein. „Pausen! Für sich selbst und andere!" lautete ein hilfreiches Konzept . Und so gab es reichlich Gelegenheit für die Teilnehmenden, sich während der Pausen untereinander weiter auszutauschen. Kaffee, Tee und Kaltgetränke sowie Kekse, Kuchen und ein gemeinsam eingenommenes Mittagsessen versorgten Bauch und Hirn mit der nötigen Energie zum Lernen der Leichten Sprache.

2016

Wer hat hier Vorurteile?

Das 10. Netzwerktreffen Schule – Kultur 2016 stand unter dem Motto „Wer hat hier Vorurteile?“ Eingeladen waren multi-professionelle Teams, die an Schulen gemeinsam Projekte der Kulturellen Bildung durchführen und/oder den Ganztag zusammen gestalten. Zwölf schulische und nicht-schulische Pädagoginnen und Pädagogen sowie Kulturschaffende waren gekommen. Genutzt wurde ein Modul aus dem Curriculum „Inklusion als Menschenrecht". Dieser aus neun Einzelseminaren und einer Zukunftswerkstatt bestehende Lehrplan steht allen Interessierten frei zur Verfügung. Er vermittelt anschaulich, wie facettenreich Inklusion ist. Ziel ist die Verbesserung der Teilhabe aller in allen Lebensbereichen. Dafür soll das Curriculum sensibel machen. So auch die Aktiven im Bereich der Kulturellen Bildung.

Zu Beginn schufen die Teilnehmenden einen „Erwartungsapfelbaum". An diesen hefteten sie ihre Erwartungen und Befürchtungen in Bezug auf die Fortbildung wie Äpfel an einen Baum. „Neue Einsichten", „Hintergrundwissen", „eigene Vorurteile zu erkennen", „gute Diskussionen" und „neue Kontakte" wünschten sich die Teilnehmenden bei diesem „Austausch über ein wichtiges Thema". „Langeweile" und „Oberflächlichkeit" kamen dabei absolut nicht auf, wie alle am Ende des Tages feststellen konnten.

Soziologische und psychologische Erkenntnisse

Die Referentin Karin M. Peters gab eine fundierte Einführung in Wesen und Funktion von Vorurteilen. „Zu den schlimmsten Vorurteilen gehört jenes, selbst keine zu haben" stand als Zitat eines unbekannten Verfassers über dem aufschlussreichen Kurzvortrag. Zahlreiche soziologische und psychologische Erkenntnisse zu Vorurteilen, Alltagswissen, Rollen und Stereotypen wurden vermittelt.

Ich denke über...

In Kleingruppen wurde intensiv gearbeitet. Auch über bestehende und weit verbreitete Vorurteile, die die Teilnehmenden und ihre Berufsgruppen selber betreffen. Wie denke ich über Lehrer? Wie über Schüler mit Handicaps? Welche Vorurteile kursieren über Sozialpädagogen? Welche über Künstler? Da ging es mitunter ans „Eingemachte", was allen Beteiligten nicht nur Einsichten, sondern durchaus auch Spaß einbrachte. Schließlich ging es darum, eigene Vorurteile wahrzunehmen und deren Auswirkungen auf den, der sie pflegt. Letztlich wurden aber auch gemeinsam Strategien entwickelt, wie man mit Vorurteilen umgehen und sie verändern könnte.

Die Reise geht weiter

Mit einer Flussphantasiereise ging das Netzwerktreffen zu Ende. Dabei sollten sich die Teilnehmenden das Seminar und die Umsetzung der hier gewonnenen Erkennntisse als Flusslauf vorstellen. Der führte über „Stromschnellen" und querliegende „Holzstämme" bis zur „Mündung".

Deutlich wurde schließlich auch, dass auf jeden Fall eine Fortsetzung des Curriculum gewünscht ist. Daher plant die Kulturelle Bildung für das Jahr 2017 bereits, zwei weitere Module durchzuführen. Die „Reise" geht also weiter...

Mitmachen

Sie interessieren sich für die Möglichkeiten, die die Kulturelle Bildung für den Inklusionsprozess bietet?
Dann treten Sie mit uns in Kontakt!

Ansprechpartnerin ist Christiane Maaß.