Weltkrebstag am 4. Februar
Allein in Oldenburg rund 1.000 Neuerkrankungen im Jahr
Zahlen, Prävention und Beratung
Mit zuletzt, im Jahr 2024, mehr als 1.000 Neuerkrankungen allein in Oldenburg gilt Krebs längst als Volkskrankheit. „Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar möchten wir dafür sensibilisieren, erste Warnzeichen ernst zu nehmen und konsequent Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen“, sagt Dr. Silke Sell, Leiterin des Gesundheitsamtes der Stadt Oldenburg. „Bei einer frühzeitigen Behandlung können viele Krebsarten erfolgreich geheilt werden.“
Krebserkrankungen eine der häufigsten Todesursachen
Krebserkrankungen zählen auch niedersachsenweit zu den häufigsten Todesursachen. Jährlich sind landesweit mehrere zehntausend Neuerkrankungen zu verzeichnen. Diese Zahlen verdeutlichen, dass Krebs keine abstrakte Gefahr ist, sondern auch das Leben vieler Bürgerinnen und Bürger in Oldenburg betrifft. Umso wichtiger ist es, über Risiken, Symptome und Vorsorgemöglichkeiten gut informiert zu sein.
Brustkrebs und Prostatakrebs als häufigste Krebsarten
Wie auch bundesweit sind Brustkrebs und Prostatakrebs die mit Abstand häufigsten Krebsarten in Oldenburg: Zwischen 2022 und 2024 waren im Jahresschnitt 165 Frauen und 147 Männer erstmals von der Erkrankung betroffen. Weit verbreitet sind zudem Lungenkrebs – mit im Schnitt jährlich 53 Neuerkrankungen unter Oldenburger Frauen sowie 62 Neuerkrankungen unter Männern – und Darmkrebs, mit durchschnittlich 52 beziehungsweise 47 Neuerkrankungen pro Jahr.
Vorsorgeangebote annehmen
Medizinisch wird Krebs als eine bösartige Neubildung von Gewebe beschrieben. Durch Veränderungen im Erbgut verlieren betroffene Zellen die Kontrolle über ihr Wachstum, teilen sich ungebremst und können benachbartes Gewebe schädigen oder sogenannte Metastasen in anderen Körperregionen bilden. Wird eine Erkrankung jedoch frühzeitig erkannt, steigen die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung deutlich. Mammografie-Screenings werden in Niedersachsen ab dem 50. Lebensjahr empfohlen und angeboten. Auch für Männer gilt ab dem 50. Lebensjahr ein Anrecht auf Vorsorge, zum Beispiel die Blutuntersuchung auf Prostatakrebs und die Dickdarmspiegelung.
Umfassende Unterstützung vor Ort
Anlässlich des Weltkrebstages ruft die Stadt Oldenburg dazu auf, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen und Warnsignale ernst zu nehmen. Ergänzend stehen Betroffenen und ihren Angehörigen in Oldenburg Beratungs- und Unterstützungsangebote zur Verfügung, etwa durch die Krebsberatungsstelle. Diese bietet psychosoziale Beratung und hilft bei der Bewältigung der Erkrankung sowie bei sozialen und organisatorischen Fragen. Informationen und Kontaktmöglichkeiten sind auf den Seiten der Krebsberatungsstelle » zu finden.
Außer Vorsorgeuntersuchungen kann auch jede und jeder Einzelne etwas gegen die Krebsentstehung tun: regelmäßige Bewegung, Verzicht auf Alkohol und Nikotin sowie gesunde, ballaststoffreiche Ernährung und Vermeidung von Übergewicht helfen im Kampf gegen die Krebsentstehung.
Zuletzt geändert am 30. Januar 2026
