Praxiswerkstatt Rassismuskritik
Die Praxiswerkstatt Rassismuskritik wird vom Fachdienst Integration des Amtes für Zuwanderung und Integration der Stadt Oldenburg in Kooperation mit dem Center for Migration, Education and Cultural Studies der Universität Oldenburg angeboten.
In der Praxiswerkstatt sollen sich Theorie und Praxis begegnen, um die unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen des rassismus-kritischen, migrationssensiblen und diversitätsbewussten Handelns kennenzulernen. Ziel ist es zu schauen, wie sich Theorie und Praxis durch die unterschiedlichen Perspektiven gegenseitig unterstützen und stärken können.
Die Praxiswerkstatt bezieht sich hierbei auf konkrete Erfahrungen und Episoden, auf Handlungskonzepte und institutionelle Routinen sowie auf allgemeine Fragen. So werden Fallarbeit und Fallreflexionen auf theoretische Reflexionen bezogen und umgekehrt. Ziel ist es, erlebte Situationen zu reflektieren, zu hinterfragen und konkrete Handlungsansätze zu erarbeiten.
Thema der nächsten Praxiswerkstatt: Profil: Verdächtig? Racial Profiling als institutioneller Rassismus
Racial Profiling ist kein bloßes Fehlverhalten einzelner Polizistinnen und Polizisten, sondern das Symptom tiefliegender, institutioneller Rassismusstrukturen. Für viele rassifizierte junge Menschen gehören verdachtsunabhängige Polizeikontrollen zum Alltag. Dabei trägt Racial Profiling massiv zur gesellschaftlichen Kriminalisierung bei: Durch die ständige öffentliche Sichtbarkeit von Kontrollen bestimmter Gruppen verfestigt sich in der Gesellschaft das rassistische Wissen und das Bild des “kriminellen Anderen”.
In dem Inputvortrag werden die Mechanismen hinter Racial Profiling beleuchtet und es wird analysiert, wie diese Form des institutionellen Rassismus unmittelbar in den pädagogischen Raum hineingreift. Es wird aufgezeigt, dass die Kriminalisierung von Jugendlichen keine externe polizeiliche Angelegenheit bleibt, sondern das Selbstverständnis und den Auftrag pädagogischer Institutionen im Kern herausfordert.
Hier will die Praxiswerkstatt einen Reflexionsraum für pädagogisch handelndes Personal öffnen und Strategien entwickeln, die eine aktive Auseinandersetzung mit Jugendlichen über diese Praxis ermöglichen.
Wie in der Praxiswerkstatt „Pädagogische Professionalität und Diversitätsbewusstsein in der Migrationsgesellschaft“ üblich, wird sich dem Thema gemeinsam mit Personen aus Praxis und Wissenschaft anhand eines konkreten Falls genähert und es werden gemeinsam Handlungsoptionen erarbeitet.
Die wissenschaftliche Perspektive wird Dr.in Fatoş Atali-Timmer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Center for Migration, Education and Cultural Studies (CMC) der Universität Oldenburg, im Rahmen eines kurzen Impulsvortrages einbringen.
An wen richtet sich die Praxiswerkstatt?
Die Veranstaltung richtet sich an pädagogisch handelndes Personal, beispielsweise in Schulen, in der Sozialen (Beratungs-)Arbeit und in der Jugend- und Familienhilfe.
Wer veranstaltet die Praxiswerkstatt?
Veranstalter der Praxiswerkstatt ist das Amt für Zuwanderung und Integration, Fachdienst Integration, der Stadt Oldenburg in Kooperation mit dem Center for Migration, Education and Cultural Studies (CMC) der Universität Oldenburg.
Wo und wann findet die nächste Praxiswerkstatt statt?
Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 6. Mai 2026, von 14 bis 16 Uhr an der Universität Oldenburg (Ammerländer Heerstraße 114-118) statt. Der Raum wird rechtzeitig vor der Veranstaltung bekanntgegeben.
Anmeldung sind per E-Mail an praxiswerkstatt-migration[at]stadt-oldenburg.de zu richten.
Kontakt
Amt für Zuwanderung und Integration
Bloherfelder Straße 39
26129 Oldenburg
E-Mail: praxiswerkstatt-migration[at]stadt-oldenburg.de
Telefon: 0441 235-2948
Zuletzt geändert am 30. März 2026
