Wir sparen Strom!

Beleuchtung

  • Rüsten Sie auf LED-Lampen um: Alle gängigen Leuchtmittel wie Glühbirnen und Halogenstrahler sind auch als LED-Lampen verfügbar, der Anschaffungspreis ist mit den vergleichsweise geringeren Energieverbräuchen schnell ausgeglichen.
  • Ein Austausch von alten Energiesparlampen (ESL) und/oder Leuchtstoffröhren. (LSTR) bzw. Neonröhren kann durchaus ökonomisch und ökologisch sinnvoll sein!
  • Achten Sie auch darauf, dass Sie das Licht nur in den Räumen aktivieren, in denen Sie sich auch aufhalten. Gerade in Fluren, Treppenhäusern oder in Außenbereichen lässt sich mithilfe von Bewegungsmeldern und Abschaltautomatiken viel Strom einsparen.
  • Beachten Sie die Standortwahl und die Flexibilität Ihrer Lampen! Wenn Sie beispielsweise einen Arbeitsbereich einrichten, dann stellen Sie auch Überlegungen zur optimalen Lichtversorgung an. Es muss oft nicht das ganze Zimmer hell erleuchtet sein.
  • Setzen Sie solarbetriebene LED‐Leuchten ein, wenn dies möglich ist (im Garten, auf dem Balkon, LED‐Pflastersteine bei Einfahrten...).
  • Insbesondere dekoratives Lichtquellen (Lichterketten, Lichtschläuche) haben oft viele Leuchtelemente und verbrauchen viel mehr Strom, als man annimmt.

Küche

  • Ein Schnellkochtopf spart nicht nur Zeit, sondern auch Strom. Verglichen mit einem herkömmlichen Kochtopf können Sie Ihren Stromverbrauch mit einem Schnellkochtopf um bis zu 50 Prozent senken. Zudem sollten Sie das passende Kochgeschirr verwenden: Die Größe der Töpfe sollte auf den Kochbereich des Herdes abgestimmt sein – ein zu kleiner Topf erwärmt die Küche mit, bei zu großen Töpfen verteilt sich die Wärme auf einer größeren Fläche und der Kochprozess nimmt mehr Zeit in Anspruch.
  • Zeit und Energie sparen Sie auch dadurch, dass Sie beim Kochen immer einen passenden Deckel verwenden. Dieser sollte den Topf exakt abdecken, da sich der Stromverbrauch ansonsten stark erhöht; lassen Sie den Deckel ganz weg, verdoppelt sich der Stromverbrauch sogar.
  • Verwenden Sie so wenig Wasser wie möglich: Es ist besser, wenn Sie die benötigte Menge Wasser zuerst in einem Wasserkocher erhitzen. Alle anderen Flüssigkeiten können in einer Mikrowelle wesentlich energiesparender als auf dem Herd erhitzt werden. Auch zum Aufwärmen von Essen ist die Mikrowelle besser geeignet als der Herd.
  • Nachwärme von Herdplatten und Backöfen nutzen: Man kann die Herdplatte getrost ein paar Minuten vor Ende der Kochzeit ausschalten. Die Platte bleibt sowieso noch lange heiß und das Kochen lässt sich gut ohne zusätzliche Stromzufuhr zu Ende bringen.
  • Einen Geschirrspüler sollten Sie nur bei voller Auslastung aktivieren, nutzen Sie dabei ECO-Programme. Diese haben deutlich niedrigere Spültemperaturen. Es reicht aus, wenn Sie einmal im Monat mit einer Temperatur von 60 Grad Celsius spülen, um Keimbildung zu verhindern. Checken Sie regelmäßig das Sieb in Ihrem Geschirrspüler, der Stromverbrauch steigt sonst mit der Zeit.
  • Bei Küchengeräten wie Toaster, Kaffeemaschinen und Mikrowellen ist darauf zu achten, ob eine dauerhafte digitale Anzeige integriert ist (zum Beispiel eine Uhr). In diesem Fall liegt ein Standby-Verlust vor. Daher gilt – wie auch für alle anderen Elektrogeräte mit einem Standby-Modus: Stecker ziehen oder eine Steckdosenleiste mit Kippschalter verwenden!
  • Eine Mikrowelle hat grundsätzlich einen hohen Stromverbrauch. Wenn nur kleine Mengen von Flüssigkeiten oder Speisen erwärmt werden sollen, spart man aber deutlich gegenüber der Herdnutzung.
  • Der Wasserkocher ist grundsätzlich die beste Wahl, wenn Wasser erhitzt werden soll. Wichtig ist, dass immer nur die Menge erhitzt wird, die man auch braucht und dass das Gerät regelmäßig entkalkt wird.
  • Beim Kauf von Kühl- und Gefrier- sowie Elektrogeräten sollten Sie auf das Energielabel achten. Je höher die Klassifizierung eines Gerätes, desto sparsamer ist es auch. Wichtig: im März 2021 wurden die Kriterien für die Energielabels stark angehoben, um modernen Geräten gerecht zu werden. Ein altes A+++ Gerät erhält heute nur noch die Auszeichnung E. A Geräte sind nach der neuen Klassifizierung noch sehr teuer. Es lohnt sich also auch auf den jährlichen Energieverbrauch in kwh zu schauen für den Vergleich. Einfacher Tipp: Der Kühlschrank sollte nie ganz an der Wand stehen, damit die Abwärme gut abziehen kann.
  • Die optimalen Temperaturen sind 7 Grad Celsius im Kühlbereich und -18 Grad Celsius im Gefrierbereich. Kälter muss es nicht sein. Die richtige Sortierung der Speisen spielt dagegen eine große Rolle. Informationen finden Sie hier » 
  • Warme Speisen sollten Sie erst abkühlen lassen, bevor Sie diese in den Kühlschrank stellen. Um noch mehr Strom sparen zu können, empfiehlt sich das regelmäßige Abtauen des Kühlschranks, mindestens ein- bis zweimal im Jahr.
  • Vermeiden Sie lange Öffnungszeiten bei Ihren Kühlgeräten und achten Sie auf Defekte: Schließt die Kühlschranktür nicht richtig oder ist die Gefrierfachklappe defekt, hat dies einen hohen zusätzlichen Energieverbrauch zur Folge.

Wohn-/Arbeitszimmer

  • Urlaubszeit ist Stromsparzeit! Nehmen Sie so viele Geräte wie möglich vom Netz, um Standby-Verluste zu verhindern. Auch nachts oder während der Arbeits- oder Schulzeit können jegliche Stromverbräuche einfach eliminiert werden. Ladekabel sollten Sie aus der Steckdose nehmen, auch hier wird Strom verbraucht, wenn auch in geringerem Maße.
  • Bei der Wahl eines Fernsehers ist zu bedenken, dass Plasmafernseher rund fünf Mal so viel Strom verbrauchen wie gängige Flachbildfernseher. Laptops benötigen nur ein Viertel der Leistung, die ein Stand-PC verbraucht. Sollten sich in Ihrem Haushalt ein Laptop und ein Stand-PC befinden, ist dringend anzuraten, den PC nur zu benutzen, wenn es notwendig ist.
  • Unterhaltungsgeräte wie Smartphones, Tablets, Laptops und PC haben bei der Herstellung einen enormen Energiebedarf. Nutzen Sie diese Geräte darum möglichst lange und entsorgen Sie diese später so, dass sie entsprechend recycelt werden können.
  • Steckerleisten für Peripherie-Geräte sparen enorme Standby-Kosten. Drucker, Scanner, externe Monitore, Ladegeräte u.v.m. sollten möglichst getrennt geschaltet werden können.

Bad

  • Für die Waschmaschine gilt das Gleiche wie für die Spülmaschine: Erst einschalten, wenn die Maschine – hier die Trommel – voll ausgelastet ist. Auf Vorwäsche und Schonwaschgänge können Sie verzichten. Beides kostet nur unnötig Strom und Wasser. Zusätzlich können Sie Energiesparprogramme nutzen und die Waschtemperatur reduzieren. Für Alltagskleidung (nicht stark verschmutzte Wäsche) reichen 20 bis 40 Grad Celsius völlig aus. Dennoch empfiehlt es sich, einmal im Monat bei 90 Grad Celsius zu waschen, um Ablagerungen. Keime und Bakterien zu bekämpfen.
  • Wäschetrockner sind echte „Stromfresser“, die Sie nur benutzen sollten, wenn es keine Alternativen gibt. Lassen Sie die Wäsche bestenfalls an der Luft trocknen, beispielsweise auf dem Balkon, im Keller oder auf dem Dachboden. Wenn Sie die Wäsche in der Wohnung aufhängen, vergessen Sie nicht konsequent und richtig zu lüften – Stoßlüftung ist dabei energiesparender als die Dauerlüftung mit dem „Fenster auf Kipp“.
  • Die Warmwasserbereitung ist aus ökonomischen wie ökologischen Gesichtspunkten ein Problem, wenn sie elektrisch erfolgt. Elektroboiler und Kleinspeicher sollten im Idealfall komplett ersetzt werden, da diese im Gegensatz zum Durchlauferhitzer permanent heißes Wasser vorhalten. Hierzu bestehen die Möglichkeiten entweder die Warmwasserbereitung auf Gas umzustellen oder die Speicher durch vollelektronische Durchlauferhitzer zu ersetzen.

Beratung und Kontakt

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Energie und Strom sparen, kontaktieren Sie uns gerne unter der E-Mail Adresse klima[at]stadt-oldenburg.de.

Informationen erhalten Sie zudem über die Niedersächsische Verbraucherzentrale » und über die Seite der Bundesregierung »