Holocaust-Gedenktag

Holocaust-Gedenktag: Erinnerung als Ansporn für eine friedliche Zukunft

Gedenkfeier mit Mateh Asher: Jürgen Krogmann nimmt mit Schülerinnen und Schülern digital teil

Der 27. Januar ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. 77 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz bleibt es eine immerwährende Verpflichtung, die Erinnerung an das Unrecht wach zu halten und die NS-Verbrechen aufzuarbeiten. Das haben Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und der Landrat von Oldenburgs israelischer Partnerkommune Mateh Asher, Moshe Davidovitz, am 27. Januar 2022 in einer digitalen Gedenkfeier betont.

Krogmann hob die lebendige Erinnerungskultur in Oldenburg hervor, die zuletzt mit der Einweihung von Erinnerungszeichen für NS-Opfer » viel Aufmerksamkeit bekommen hatte. Gleichzeitig richtete der Oberbürgermeister den Blick auf die Gegenwart: Er zeigte sich zutiefst dankbar für die Freundschaft zwischen den Bürgerinnen und Bürgern von Oldenburg und Mateh Asher: „Mit gegenseitigem Verständnis können wir gemeinsam eine friedvolle Zukunft gestalten, damit sich die Schrecken der Vergangenheit niemals wiederholen.“

Jüngere Generationen mit wichtigem Beitrag

Eine wichtige Rolle nimmt dabei die jüngere Generation ein. Das wurde auch in der von Mateh Asher ausgerichteten Gedenkfeier deutlich. Zur musikalischen Umrahmung leisteten drei Schülerinnen der Musikschule der Stadt Oldenburg einen Beitrag: Caroline Renz (Horn), Lea Schröder (Oboe) und Eilika Hempel (Klavier) trugen gefühlvoll aus Carl Reineckes Werka-Moll op. 188 vor. Im Mittelpunkt stand ein Zeitzeugenbericht der zweiten Generation. An der anschließenden Diskussion nahmen Schülerinnen und Schüler der Helene-Lange-Schule teil. Sie haben 2022 die Herausforderung angenommen, das Gedenken an das Schicksal der Oldenburger Juden wachzuhalten und den Erinnerungsgang würdig zu gestalten.