Rahmenkonzept „Kooperative Ganztagsbildung in Oldenburger Grundschulen“

Am 22. Januar 2018 hat der Rat der Stadt Oldenburg das neue Rahmenkonzept „Kooperative Ganztagsbildung in Oldenburger Grundschulen“ beschlossen.

Bei der Neufassung des Konzeptes wurde ein großer inhaltlicher Wandel mit starken Auswirkungen auf die Rollen der Schulen und ihrer primären Kooperationspartner vollzogen. Im Vergleich zum Konzept vom 30. November 2015 wird Ganztagsschule nun konsequent von Schule aus gedacht. Dennoch wird Ganztagsbildung erst in einer guten und starken Kooperation zwischen Ganztagsschule und ihren Partnern lebendig. Zukunftsmodell für Ganztagsgrundschulen in der Stadt Oldenburg ist daher nach wie vor eine „Kooperative Ganztagsbildung“. Die Stadt Oldenburg verfolgt zudem weiterhin gemeinsam mit den Bildungspartnern die beiden strategischen Ziele:

  • Verbesserung der Bildungs- und Teilhabechancen der Kinder im Grundschulalter
  • Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf der Eltern

Die Zusammenarbeit der Bildungspartner wird dabei getragen von einem gemeinsamen Bildungsverständnis, das angemessene Lern-, Bildungs- und Entwicklungsräume gewährleisten soll.

Das Konzept zeichnet sich vor allem durch folgende positive Veränderungen aus:

  • Es besteht ein Rechtsanspruch auf elternbeitragsfreie Teilnahme am schulischen Ganztagsangebot an bis zu fünf Tagen in der Woche.
  • Die Schulen erhalten mehr Wahlmöglichkeiten entsprechend der individuellen Gegebenheiten vor Ort (Ganztagsbildung mit/ohne/in Teilen mit primärem Kooperationspartner, Bestandshort, betreuter Mittagstisch, Halbtagsschule).
  • Es besteht eine rechtssichere Anwendung mit Blick auf die Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe.
  • Die langfristige Finanzierbarkeit wird auch für die noch ausstehenden Ganztagsschulen und in Anbetracht einer steigenden Nachfrage gesichert.

Alle bestehenden Ganztagsgrundschulen können im Rahmen einer Übergangsregelung bis zum Schuljahr 2020/2021 weiterhin nach dem alten Konzept (vom 30. November 2015) arbeiten. Alle neuen Ganztagsgrundschulen werden ab 2018 direkt nach dem neuen Konzept beginnen.

Zukünftig sollen den Schulen weiter alle drei in Niedersachsen möglichen Ganztagsformen zur Auswahl stehen.

Formen der Ganztagsgrundschulen

Offene Ganztagsgrundschule
In der offenen Ganztagsgrundschule findet nach dem Unterricht an mindestens drei bis fünf Tagen ein freiwilliges und an den einzelnen Tagen wählbares schulisches Ganztagsangebot statt. Es gibt ein gemeinsames Mittagessen, Übungs- und Förderzeiten, Arbeitsgemeinschaften (auch in Kooperation mit Sport und Kultur) sowie selbstbestimmten Spiel- und Erholungszeiten. Die Anmeldung gilt für ein Jahr verpflichtend.

Teilgebundene Ganztagsgrundschule
Wählt die Grundschule die teilgebundene Ganztagsform ist der Ganztag an mindestens zwei Tagen verpflichtend für alle Kinder (gebundene Tage). Ergänzend dazu können die übrigen Tage (auch einzelne Tage möglich) freiwillig gewählt werden (offene Tage). Der gebundene Ganztag, an dem alle Kinder bis nachmittags in der Schule sind, bietet die Möglichkeit zur Rhythmisierung. Der Schulvormittag der Kinder kann deutlich entzerrt und entspannter werden. Teile des Unterrichts können am Nachmittag angeboten werden (zum Beispiel Sport oder Kunst).

Gebundene Ganztagsgrundschule
In der vollgebundenen Ganztagsgrundschule sind alle Schülerinnen und Schüler an mehr als drei Nachmittagen zum ganztägigen Besuch der Schule verpflichtet. Der Unterricht und weitere Angebote wechseln sich in der Regel ab (siehe teilgebundene Ganztagsgrundschule).

Die aktuellen Angebotszeiten variieren von Grundschule zu Grundschule. Mehr Informationen darüber können direkt bei der Grundschule » und über die zusätzlichen Betreuungsangebote beim Träger der freien Jugendhilfe eingeholt werden. Eine Betreuung in den Ferien ist ebenfalls möglich.

In Oldenburg gibt es folgende Ganztagsgrundschulen

  • Ohmstede » - teilgebundene Ganztagsgrundschule (seit Schuljahr 1991/1992)
  • Nadorst » - offene Ganztagsgrundschule (seit Schuljahr 2012/2013)
  • Donnerschwee » - offene Ganztagsgrundschule (seit Schuljahr 2012/2013)
  • Ofenerdiek » - offene Ganztagsgrundschule (seit Schuljahr 2013/2014)
  • Krusenbusch » - offene Ganztagsgrundschule (seit Schuljahr 2013/2014)
  • Staakenweg » - offene Ganztagsgrundschule (seit Schuljahr 02/2014)
  • Babenend»- offene Ganztagsgrundschule (seit Schuljahr 2014/2015)
  • Kreyenbrück » - teilgebunden und offene Ganztagsgrundschule (seit Schuljahr 2015/2016)
  • Heiligengeisttor » - offene Ganztagsgrundschule (seit Schuljahr 2016/2017)
  • Bümmerstede » - offene Ganztagsgrundschule (seit Schuljahr 02/2017)
  • Etzhorn » - offene Ganztagsgrundschule (geplant ab Schuljahr 2018/2019)
  • Harlingerstraße » - offene kath. Ganztagsgrundschule (geplant ab Schuljahr 2018/2019)

Wo erhalte ich weitere Informationen? Bei Fragen zur Anmeldung im Ganztag finden Sie Informationen auf der Homepage Ihrer zuständigen Grundschule ».

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie im Amt für Schule und Bildung bei den Koordinatorinnen für Ganztagsschulen:

Stephanie Lichtenberg »
Telefon: 0441 235-3855

Inka Sandmann-Müller »
Telefon: 0441 235-2496

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