Vorfall bei der Freiwilligen Feuerwehr

Ermittlungen eingestellt – Stadt setzt auf Transparenz und null Toleranz gegen Diskriminierung

Stadt informiert über Ergebnisse der staatsanwaltschaftlichen Prüfung

Die Stadt Oldenburg hat Hinweise auf mögliche diskriminierende Äußerungen innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr zum Anlass genommen, den Sachverhalt sorgfältig und transparent prüfen zu lassen – denn menschenfeindliche oder extremistische Haltungen haben keinen Platz in unserer Stadt und werden nicht toleriert. Genauso wenig darf es nun einen Generalverdacht gegen Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehren geben, die als zentraler Pfeiler des Oldenburger Gemeinwesens für die Werte unseres Grundgesetzes einstehen, indem sie helfen, schützen und füreinander einstehen. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen im Januar 2026 eingestellt, eine Anklage wurde nicht erhoben.

Was war passiert?

Ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr hatte die entscheidenden Hinweise gegeben und sich ratsuchend an eine Beratungsstelle gewandt. Gemeinsam mit der Feuerwehrleitung sind diese Hinweise aufgenommen und auf Grundlage der städtischen Dienstvereinbarung zum Umgang mit sexueller Belästigung, Mobbing und Diskriminierung formell geprüft worden. Dabei ergaben sich Anhaltspunkte, die eine Weitergabe an die Strafverfolgungsbehörden erforderlich machten. Die Stadt informierte nach Freigabe durch die Staatsanwaltschaft den Verwaltungsausschuss über den Vorgang.

Jens Spekker, Leiter der Feuerwehr, sagt dazu: „Unsere Feuerwehr steht für Verlässlichkeit und Zusammenhalt. Wir dulden keine Form von Extremismus oder Diskriminierung. Gleichzeitig wissen wir, dass die große Mehrheit unserer Einsatzkräfte tagtäglich engagiert, verantwortungsbewusst und im Sinne unserer demokratischen Werte handelt.“ Auch die Führungskräfte der betroffenen Ortswehr haben sich klar gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit positioniert.

Wie geht es weiter?

Nach Abschluss der staatsanwaltschaftlichen Prüfung bewertet die Stadt nun, ob interne disziplinarische Schritte erforderlich sind. Unabhängig davon werden unterschiedliche organisationale Maßnahmen beschlossen, die sowohl durch Fortbildungs- und Sensibilisierungsveranstaltungen, als auch durch Optimierung von Strukturen und Prozessen dazu beitragen sollen, eine respektvolle und wertschätzende Kultur für alle zu fördern. Erste Reflexionsveranstaltungen für Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr haben bereits stattgefunden, weitere Maßnahmen sind in Vorbereitung.

Zuletzt geändert am 20. Januar 2026