Cyberstalking
Zuneigung oder doch Kontrolle?
Stalking beschreibt eine obsessive und anhaltende Belästigung durch wiederholte, unerwünschte Kontaktversuche. Betroffene erleben dabei, dass ihre Grenzen systematisch überschritten werden – im analogen wie im digitalen Raum.
Immer häufiger spielt das Internet dabei eine zentrale Rolle: Täter*innen nutzen digitale Kommunikationswege, um zu verfolgen, zu kontrollieren oder zu bedrohen.
Typische Formen von Stalking sind:
- Ständige Telefonanrufe und das Hinterlassen von Nachrichten auf der Mailbox
- Massenhaftes Zusenden von E-Mails und Nachrichten
- Ausspionieren von persönlichen Daten
- unerwünschte Geschenke und Kontaktversuche
- Permanentes Kontaktieren auf sozialen Netzwerken
- Verleumdungen und falsche Anschuldigungen im Internet
- Veröffentlichung persönlicher Informationen oder Fotos ohne Einverständnis
- sich den Zugriff auf Geräte und Onlinekonten durch Hacker-Software verschaffen
- Identitätsdiebstahl
Stalking – ob online oder offline – stellt eine erhebliche psychische Belastung dar. Die ständige Angst, beobachtet oder verfolgt zu werden, kann Schlafstörungen, Angstzustände und Depressionen auslösen.
„Ständiger Kontakt gegen den eigenen Willen ist keine Zuneigung – es ist Gewalt.“
Cyberstalking – wie erkenne ich das?
Beim Cyberstalking nutzen Täter*innen digitale Mittel, um Betroffene zu überwachen oder Informationen zu sammeln.
Eine besonders gefährliche Methode sind sogenannte Spy-Apps. Diese können heimlich auf dem Smartphone installiert werden und ermöglichen es,
- Anrufe mitzuhören,
- Chats und Nachrichten mitzulesen,
- Dateien zu löschen oder weiterzuleiten.
Zur Installation reicht meist einmaliger Zugriff auf das Gerät – etwa, wenn der*die Stalkende das Handy kurz „ausleiht“.
Cyberstalking - wo finde ich Hilfe?
Wer von Stalking oder Cyberstalking betroffen ist, sollte sich Unterstützung holen – niemand muss damit allein bleiben.
Es gibt zahlreiche Beratungsstellen und Online-Angebote, die helfen, die Situation einzuordnen, Beweise zu sichern und Schutzmaßnahmen zu treffen.
Spezialisiert auf (Cyber-)Stalking sind:
Zuletzt geändert am 26. November 2025

