Tauben in der City
Gemeinschaftsprojekt von Stadttaubenhilfe Oldenburg e. V., Café & Bar Celona und Stadt Oldenburg
Startschuss für erstes Taubenhaus
Die Stadt Oldenburg unternimmt einen weiteren wichtigen Schritt für ein tiergerechtes und zugleich stadtverträgliches Taubenmanagement: Auf dem Dach des Gebäudes Markt 3/4 wird das erste Taubenhaus in der Oldenburger Innenstadt eingerichtet. Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit zwischen dem Verein Stadttaubenhilfe Oldenburg e.V., der Stadt Oldenburg sowie dem Café & Bar Celona. Während die Stadt den Bau des Taubenhauses finanziert hat, stellt die Celona Gastro GmbH die Fläche zur Verfügung. Die Stadttaubenhilfe übernimmt die Betreuung des künftigen Taubenhauses.
Oberbürgermeister Jürgen Krogmann stellte das Projekt am Montag, 13. April 2026, gemeinsam mit den beiden Partnern vor: „Mit dem neuen Taubenhaus schaffen wir eine Lösung, die sowohl den Bedürfnissen der Tiere als auch den Anforderungen einer lebendigen Innenstadt gerecht wird. Es ist ein Beispiel dafür, wie Kooperation und Verantwortungsbewusstsein zu einem besseren Miteinander führen können.“
Mit dem Taubenhaus verfolgt die Stadt ein modernes, tierschutzorientiertes Konzept, das bereits in vielen deutschen Städten erfolgreich umgesetzt wird. „Die Taubenpopulation in der Innenstadt kann dabei auf natürliche und tierschutzgerechte Weise reguliert werden“, ergänzt Stadtbaurätin Christine-Petra Schacht. „Das bereits bestehende Taubenhaus in Kreyenbrück zeigt, dass dieses Konzept erfolgreich funktioniert – das neue Taubenhaus am Markt 3/4 ergänzt diese Strategie nun sinnvoll im Herzen der Stadt.“
Was sind die Vorteile eines Taubenhauses?
Tauben sind Nachkommen ehemals domestizierter Haustiere, die wieder verwildert wurden und sich seitdem in freier Wildbahn fortpflanzen. Es gibt nur wenige Tierarten, die in der städtischen Bevölkerung derartig polarisierende Tendenzen hervorrufen wie die Taube. Durch kontrollierte Fütterung und den Austausch von Eiern kann der Bestand langfristig reduziert werden, ohne die Tiere zu gefährden. Das Taubenhaus-Konzept basiert dabei auf wissenschaftlich anerkannten Methoden eines städtischen Taubenmanagements. Gleichzeitig werden stark frequentierte Bereiche der Innenstadt entlastet, da es zu weniger Verschmutzungen an Gebäuden und Plätzen kommt und somit auch die Reinigungskosten sinken.
Darüber hinaus trägt das Taubenhaus dazu bei, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere zu verbessern, da sie dort einen geschützten Rückzugsort sowie regelmäßige Betreuung und medizinische Versorgung durch die Stadttaubenhilfe Oldenburg e.V. erhalten. An dem bestehenden Taubenhaus in Kreyenbrück, einem Gebäude der GSG in der Dr.-Virchow-Straße, lässt sich bereits beobachten, dass das Konzept aufgeht. Laut Stadttaubenhilfe halten sich die Tauben überwiegend in ihrem Schlag auf, mit deutlichen Vorteilen sowohl für die Tiere als auch die unmittelbare Umgebung.
Zusammenarbeit für ein lebenswertes Stadtbild
Die Stadttaubenhilfe Oldenburg e.V. übernimmt die tägliche Betreuung der Tiere, während die Stadt Oldenburg das Projekt organisatorisch und finanziell unterstützt. Das Café & Bar Celona stellt den Standort bereit und stärkt damit das Engagement lokaler Akteure für ein sauberes und tierfreundliches Stadtzentrum.
Mehr erfahren?
Für weitere Informationen und Fragen zum Taubenhaus können sich Interessierte per E-Mail an stadttaubenhilfe.oldenburg[at]hotmail.com an die Stadttaubenhilfe Oldenburg e.V. wenden.
Zuletzt geändert am 13. April 2026

