Großbrand in der Hans-Fleischer-Straße

Mehr als 100 Menschen verlieren ihr Zuhause – Stadt und Hilfsorganisationen organisieren Unterbringung

Stadt organisiert Hilfe für Betroffene

Nach dem schweren Dachstuhlbrand in den Häusern Hans-Fleischer-Straße 29 und 31 arbeitet die Stadt Oldenburg gemeinsam mit Feuerwehr und Hilfsorganisationen an der Unterstützung der Betroffenen. Mehr als 100 Menschen haben durch das Feuer zumindest übergangsweise ihr Zuhause verloren. Zahlreiche Wohnungen wurden beschädigt, rund 15 Wohnungen vollständig zerstört. Die Gebäude sind derzeit weder mit Strom noch mit Wasser versorgt. Viele Menschen konnten bei Freunden oder Verwandten unterkommen. Rund 20 Personen wurden zunächst im Katastrophenschutzzentrum des Deutschen Roten Kreuzes aufgenommen. Die Stadt arbeitet derzeit mit Hochdruck an weiteren Unterbringungsmöglichkeiten.

„Der Brand in der Hans-Fleischer-Straße ist für die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner ein zutiefst einschneidendes und traumatisches Ereignis. Mein besonderer Dank gilt neben den Einsatzkräften, Hilfsorganisationen, ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern auch den Familienangehörigen, Freunden und Bekannten, die spontan zahlreiche Betroffene aufgenommen haben. Gleichzeitig arbeiten wir gemeinsam mit unseren Partnern mit Hochdruck daran, für die derzeit noch im Katastrophenschutzzentrum untergebrachten Menschen schnell eine verlässliche Anschlussunterbringung zu organisieren“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Über den außergewöhnlichen Großeinsatz

Der Brand war am Dienstag, 23. Juni 2026, gegen 12.30 Uhr gemeldet worden. Das Feuer entwickelte sich zu einem außergewöhnlich arbeitsintensiven Großeinsatz. Der Dachstuhl des rund 90 Meter langen Gebäudes brannte auf einer Länge von etwa 60 Metern vollständig aus und stürzte teilweise ein. Durch einen massiven Kräfteeinsatz der Feuerwehr konnte eine weitere Brandausbreitung durch beidseitige Riegelstellungen verhindert werden. Aufgrund der hohen Brandintensität und der sehr hohen Außentemperaturen stellte der Einsatz für die Einsatzkräfte eine erhebliche körperliche Belastung dar.

Mit rund 150 Einsatzkräften war ein Großaufgebot im Einsatz. Dazu gehörten sämtliche Einheiten der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Oldenburg, die Freiwillige Feuerwehr Wardenburg, Betreuungs- und Versorgungseinheiten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Johanniter-Unfall-Hilfe sowie das Psychosoziale Notfallversorgungsteam der Johanniter-Unfall-Hilfe. Für Betroffene standen ein klimatisierter Bus der VWG sowie Notunterkünfte zur Verfügung. Auch Mitarbeitende des Tierheims Oldenburg unterstützten vor Ort und kümmerten sich um zahlreiche Haustiere der Bewohnerinnen und Bewohner. Die Brandursache wird derzeit ermittelt.

Trübes Trinkwasser im Stadtsüden unbedenklich

Im Zusammenhang mit den umfangreichen Löscharbeiten kann es in den kommenden Tagen insbesondere im südlichen Stadtgebiet zu vorübergehenden Trübungen des Trinkwassers kommen. Ursache sind aufgewirbelte Kalk- und Ockerablagerungen in den Leitungen. Die Trübungen sind gesundheitlich unbedenklich.

Zuletzt geändert am 24. Juni 2026