Neue Einsatzkräfte für schnelle Hilfe

Zwölf Teilnehmende schließen Lehrgang zur Qualifikation von Gemeindenotfallsanitätern erfolgreich ab

Manchmal wird Hilfe benötigt, ohne dass sofort ein Rettungswagen mit kompletter Notfallbesatzung erforderlich ist. Für solche Einsätze werden Gemeindenotfallsanitäterinnen und Gemeindenotfallsanitäter bereits seit einigen Jahren auf sogenannten Akut-Einsatzfahrzeugen (AEF) erfolgreich eingesetzt. Sie ergänzen den Rettungsdienst und sind vor allem für niedrigprioritäre oder unklare Hilfeersuchen vorgesehen, bei denen eine ambulante Versorgung vor Ort ausreicht. Im Februar 2026 haben alle zwölf Teilnehmenden aus verschiedenen Regionen den aktuellen Lehrgang zur Qualifikation von Gemeindenotfallsanitäterinnen und Gemeindenotfallsanitätern erfolgreich abgeschlossen und die Prüfungen bestanden. Der Kurs wurde gemeinsam vom Bildungszentrum der Feuerwehr Oldenburg und dem Malteser Schulungszentrum Nellinghof durchgeführt und markiert bereits den sechsten gemeinsamen Lehrgang der beiden Ausbildungseinrichtungen.

Lehrgang erfolgreich gemeistert

Die Teilnehmenden des Lehrgangs kamen aus Thüringen, Gotha, Goslar und Oldenburg: eine Person aus Thüringen, zwei aus Gotha, fünf aus Goslar und vier von den Maltesern aus Oldenburg. Geprüft wurden sie von Jörg Gellern, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst der Stadt Oldenburg, Katja Sander von den Maltesern und Lutz Korbach von den Johannitern. Sie hoben den hohen fachlichen und praktischen Ausbildungsstand der neuen Gemeindenotfallsanitäterinnen und Gemeindenotfallsanitäter hervor.

Die erfolgreiche Durchführung des Lehrgangs zeigt erneut, wie gut das Bildungszentrum der Feuerwehr Oldenburg und das Malteser Schulungszentrum Nellinghof zusammenarbeiten und verdeutlicht die wichtige Rolle der Qualifikation von Gemeindenotfallsanitäterinnen und Gemeindenotfallsanitäter für moderne, zukunftsorientierte Rettungsdienststrukturen.

Akut-Einsatzfahrzeuge im Praxistest

In Niedersachsen werden die Akut-Einsatzfahrzeuge derzeit im Rahmen eines Modellprojekts nach Paragraph 18a des Niedersächsischen Rettungsdienstgesetzes (NRettDG) erprobt. Ziel des Projekts ist es, neue Versorgungsformen im Rettungsdienst zu testen, um die Notfallrettung und die Notaufnahmen gezielt zu entlasten und gleichzeitig eine bedarfsgerechte Versorgung der Patientinnen und Patienten sicherzustellen. Das Projekt wird fachlich begleitet und steht unter der Aufsicht des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport.

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Zuletzt geändert am 9. März 2026