Barrierefreie Leseversion „Inas Kaffee-Pott-Cast Folge 7“

Inas Kaffee-Pott-Cast Folge 7

Inas Kaffee-Pott-Cast Folge 7: Ermutigungstrainerin Birgit Zurlutter-Harms zu Gast bei Inas Kaffee-Pott-Cast:
Es ertönt eine fröhliche Gitarrenmusik und das Geräusch von Kaffee, welcher in eine Tasse eingegossen und anschließend mit einem Löffel umgerührt wird; danach hört man, wie der Löffel leicht an der Tasse abgeklopft wird.
Ina begrüßt die Hörerinnen und Hörer: „Herzlich willkommen zu Inas Kaffee-Pott-Cast, aus dem Treffpunkt Gemeinwesenarbeit, ein Ort für Frauen. Ich habe heute wieder eine sehr interessante Gästin zum Interview eingeladen: Sie ist individualpsychologischen, Beraterin und Encouraging-Trainerin, also Ermutigungstrainerin. Sie wird uns heute darüber erzählen und auch ein wenig Input geben, wie wir Frauen uns selbst ermutigen können, um ein Stück weit unser Potenzial besser ausschöpfen zu können. Herzlich willkommen Birgit Zurlutter-Harms, schön dass Sie heute da sind!“
Frau Zurlutter-Harms freut sich hörbar über die Einladung: „Danke für die nette Begrüßung! Ich freue mich auf dieses Gespräch.“
Ina beginnt sogleich mit dem Interview: „Sie haben das spannende Thema mitgebracht, Frauen zu ermutigen. Was genau ist denn ein Ermutigungstraining?“
Dies beantwortet Frau Zurlutter-Harms ausführlich: „Wie der Name schon sagt, das hat etwas mit Mut und Ermutigung zu tun. Das Training ist für Frauen die sich von den Themen „Mut“ und „Ermutigung“ angesprochen fühlen. Es gibt ein festes Konzept, welches ein niederländischer Individualpsychologe, nämlich Theo Schoenaker, entwickelt hat. Das Training wird in fünf Einheiten auf fünf Abende verteilt gestaltet. Zunächst gibt es eine kleine Meditationseinheit, damit die Frauen erst einmal zur Ruhe kommen. Es gibt auch einen Informationsteil, der über die unterschiedlichen Themen des Trainings informiert. Zum Schluss gibt es auch noch eine Aufgabe für die Zeit zwischen den Trainings. Mittels dieser Aufgabe sollen die Frauen sich neu entdeckten, sollen neue Erfahrungen im Alltag sammeln und können neue Themen mit in das nächste Training bringen. Das ist das grobe Konzept; ich werde gleich noch näher anhand von konkreten Fällen erläutern, wie das Training genau abläuft und was die einzelnen Themen für jede Sitzung sind.

Ina möchte natürlich noch mehr wissen: „Das klingt sehr spannend. Und Sie trainieren Frauen mit Übungen, sodass sie ermutigt werden?“
„Genau!“ bestätigt Frau Zurlutter-Harms, „es kommen die unterschiedlichsten Frauen zu mir und das ist ja gerade das spannende. Viele Frauen kommen zu mir mit dem Anliegen, dass sie sich in bestimmten Lebenssituationen nicht so ganz wohlfühlen. Sie wünschen sich eine Veränderung in ihrem Leben, wissen aber nicht so recht wie das vonstattengehen soll. Wenn sich diese Frauen dann in das Training begeben, haben sie schon viel Mut bewiesen. In diesem Training finden diese Frauen sechs bis acht andere Frauen, die sie vorher noch nie im Leben gesehen haben.“
Ina fragt: „Das Ermutigungs-Training findet also immer in einer Gruppe statt?“
Dies bestätigt Frau Zurlutter-Harms: „Das ist richtig. Es ist immer eine Gruppe von sechs bis acht Frauen. Ich kann dieses Training auch in Arbeitsbetrieben oder der Schule stattfinden lassen. Auch mit einem Paar kann ich dieses Training durchführen. So können also unterschiedliche Konstellationen mit unterschiedlichen Beschwerden auftreten. In jeder Gruppe gibt es einen festen Ablauf. Es gibt also fünf Abende von jeweils zwei Stunden. Diese Stunden sind ebenfalls klar strukturiert. Es geht am Anfang immer darum, dass die Frauen zunächst einmal zur Ruhe kommen, da alle aus unterschiedlichen Lebenssituationen kommen. Dies erreiche ich mit einer kleinen Meditationseinheit, z.B. indem ich einen kleinen Text vorlese. In diesem Zustand der Ruhe sind die Frauen in einer Verfassung, in der sie sich den Fragestellungen, die dieses spezielle Thema der Sitzung bietet, öffnen können.“
„Das heißt also, der erste Schritt ist zur Ruhe und bei sich selbst anzukommen und zu schauen: „Was ist da eigentlich bei mir? Welches Thema habe ich eigentlich?““ fragt Ina zusammenfassend.
Frau Zurlutter-Harms führt weiter aus: „Da wir fünf Abende zur Verfügung stehen haben, steht auch jeder Abend unter einem bestimmten Motto, also unter einem bestimmten Thema. Hier variiere ich immer ein wenig. Zum Beispiel in der Sitzung „Arbeit am eigenen Wachstum“ können die Frauen eigene Schwächen und Stärken feststellen. Es ist ganz häufig so, dass wir unsere eigenen Fähigkeiten gar nicht wahrnehmen. Wenn wir zum Beispiel unsere eigenen inneren Gespräche beobachten, dann bemerken wir häufig, dass wir manchmal gar nicht so positiv von uns denken.“
Ina stimmt zu: „Frauen neigen ja auch eher dazu, ihre eigenen Fähigkeiten zu untertreiben, also eben nicht zu sagen: „Das kann ich sehr gut, das ist meine Fähigkeit.“ Solche Sätze gehen Frauen ja oft nicht so leicht von den Lippen.“
Dieser Erfahrung hat auch Frau Zurlutter-Harms gemacht: „Richtig, das ist wahr, das fällt Männern oft viel leichter. Ich möchte jetzt nicht in Klischees verfallen, dennoch beobachte ich häufig, dass Frauen was soziale Kompetenzen angeht, also was das Miteinander in Gemeinschaften zu verstärken, zu verschönern und Harmonie eine Gruppe hineinzubringen betrifft, dass Frauen in Bezug auf diesen Fähigkeiten ganz besonders ausgebildet sind.
Ich möchte zunächst einmal noch ganz allgemein beschreiben, wie ein solcher Abend abläuft. Nach dieser kleinen Meditationseinheit gibt es ein kleines Input meinerseits und ich gebe Informationen zu dem bestimmten Thema des Abends heraus, zum Beispiel zum Thema „Wachstum an der eigenen Person“. Im letzten Drittel des Abends setzen sich die Frauen in kleinen Gruppen zusammen und besprechen anhand einer Aufgabe, die ich ihnen gebe, etwas aus ihrer Lebenswirklichkeit. Sie besprechen also ein Thema, welches in ihrem Leben in Bezug auf das Hauptthema des Abends angesagt ist. Sie kommunizieren untereinander und am Ende des Abends hat die gesamte Gruppe noch einmal teil an dem Thema. Am Schluss gibt es noch einen kleinen Schlusssatz und dann gebe ich den Frauen Aufgaben mit.“
„Also Hausaufgaben?“ fragt Ina verwundert.
Frau Zurlutter-Harms winkt ab: „Also natürlich nicht so negativ wie Hausaufgaben in der Schule. Vielmehr sind es Aufgaben, durch die jede Frau mehr über sich erfahren und über sich lernen kann.“
Ina möchte persönlichere Themen ansprechen: „Ja, so kann der Abend nachwirken, und die Frau noch einmal in ein Zwiegespräch mit sich selbst gehen. Zum Stichwort Hausaufgaben fällt mir ein, dass Sie im ersten Beruf Gymnasiallehrerin sind. Sie sind verheiratet, haben einen 21 Jahre alten Sohn. Eine persönliche Frage: Wie kam es dazu, dass Sie Interesse an einem Ermutigungstraining hatten? War das eine Idee von Ihnen, ein Wunsch, ein persönliches Erlebnis oder haben sie so ein Training schon einmal ausprobiert? Was hat sie dazu gebracht, individualpsychologischen Beraterin zu werden?“
Auf diese Frage geht Frau Zurlutter-Harms ausführlich ein: „Es war in der Tat so, dass nach vielen langen Berufsjahren als Lehrerin eine Art Berufsmüdigkeit auftrat. Ich fühlte mich ausgelaugt, nicht mehr richtig wahrgenommen, war wie in einem Hamsterrad. Ich erhielt aus meiner Sicht viel zu wenig positive Resonanz von der Gegenseite für meine Arbeit und mein Engagement. Ich fühlte mich einfach nicht gut. Nachts hatte ich Schlafprobleme und die Probleme in meinem Kopf drehten sich immer um ein und dieselbe Sache. Aus dieser Spirale kam ich nicht mehr heraus. Da sagte ich mir: „Stopp! Es muss nun irgendwas in deinem Leben geschehen! Du bist unzufrieden mit deinem persönlichen Leben!“ Ich bin immer gerne Lehrerin gewesen und ich bin es auch heute noch mit Leib und Seele, aber irgendwas musste sich damals ändern. Etwas fehlte. Mein erster Schritt war damals, dass ich nachts aufgestanden bin, mir etwas zum Schreiben gesucht habe und ein paar Stichpunkte über das, was mich innerlich befasste, gemacht habe. Da war zunächst einmal das Gespenst gebannt.“
„Es hat ihnen also geholfen, dass sie diese Punkte, die auf ihrer Seele lagen, aufgeschrieben haben?“ hakt Ina nach.
Dies kann Frau Zurlutter-Harms bestätigen: „Ja genau, diese Methode wende ich auch bei den Frauen an. Sie bekommen nämlich den Auftrag, sich ein kleines Notizbüchlein anzuschaffen. Sie sollen darin während der Woche Erlebnisse nach einer ganz bestimmten Fragestellung, die ich ihnen gebe, aufschreiben.“
Ina weiß: „Es ist sehr hilfreich sich Dinge aus dem Kopf zu schreiben.“
Frau Zurlutter-Harms geht weiter ins Detail: „Das ist ein Schritt! Ein Schritt, erst einmal darüber bewusst zu werden, was eigentlich im Argen liegt und was man gerne ändern möchte. Es ist nämlich nicht so, dass wir Sklaven unserer eigenen negativen Gefühle sind. Gefühle stehen nicht an erster Stelle - mit Hilfe unserer Gedanken können wir unsere Gefühle beeinflussen. Die Folge ist: Denken, Fühlen, Handeln.“
Dieser Zusammenhang ist auch Ina geläufig: „Ja das stimmt, Gedanken forcieren Gefühle. Man kann ihnen schon Raum geben. Wir sind aber nicht unsere Gefühle, wir sind wir selbst. Ich kann nachvollziehen, dass Sie damit gut arbeiten können. Es ist ja auch so, wenn man einer Frau die Aufgabe gibt, etwas niederzuschreiben, dann ist das Geschriebene erst einmal weg. Also eine Schreibtherapie, in dem Sinne, dass alles was man aufschreibt, die Seele nicht belastet.“
Frau Zurlutter-Harms sieht das genauso: „Richtig! Und damit ist das erste Gefühl der Hilflosigkeit schon einmal weg. Man hat das Gefühl: „Aha, nun weiß ich um was es geht.“ Dann kann der nächste Schritt erfolgen.“
Um noch einmal auf meinen persönlichen Werdegang zurückzukommen: Nach dieser ersten Erkenntnis habe ich mich gefragt, was mich in meinem Beruf glücklich gemacht hat oder mich ausgefüllt hat. Mir kam da ganz schnell ein Erlebnis aus meinen ersten Berufsjahren in den Sinn. In einer Unterrichtsstunde am Ende des Schuljahres - wo ja schon immer die Luft raus ist - habe ich mich gefragt, was ich mit den Schülern um anstelle, damit sie nicht über Tisch und Bänke gehen. Ich habe mich an den Rat eines Kollegen erinnert. Im Stuhlkreis musste Jeder Schüler auf ein großes Blatt Papier den eigenen Namen schreiben. Dieses Blatt wurde dann jeweils reihum an den nächsten Sitznachbarn weitergegeben. Dieser hatte die Aufgabe, eine positive Eigenschaft oder Fähigkeit diese Schülers auf dessen Zettel zu schreiben. Das Blatt wurde also so weitergereicht, bis es wieder beim ursprünglichen Schüler angekommen ist. Es war tatsächlich eine ganze Dreiviertelstunde lang mucksmäuschenstill in diesem Raum. Am Ende dieser Stunde konnte jeder auf seinem persönlichen Zettel lesen, wie andere Menschen ihn wahrnahmen.“
„Das war sicherlich für jeden Schüler und jede Schülerin ein schönes Geschenk!“ findet Ina.
Zustimmend sagt Frau Zurlutter-Harms: „Das war wirklich ein schönes Geschenk! Ich habe das natürlich nicht nur einmal, sondern mehrmals gemacht. Diese Zettel bewahre ich bis heute auf meinem Schreibtisch auf. Wenn es mir mal nicht so gut geht, dann helfen sie mir. Das Interessante ist, dass ich diese Technik nach meiner Ausbildung wieder gefunden habe. Theo Schoenaker, der ja im Ausbildungsbereich für individualpsychologische Beratung führend ist, hat dies seinem Buch umfassend beschrieben. Also muss der Lehrer, der mir damals den Rat gab, dieses Buch gelesen haben.“
„Ich kann mir vorstellen dass diese Methode innerhalb der Gruppe eine sehr wertschätzende Atmosphäre herstellt und auch bei jeder einzelnen Frau auch so ankommt. Das ist ein sehr schönes Ritual.“ stellt Ina fest.
Frau Zurlutter-Harms fährt mit dem persönlichen Werdegang fort: „Als ich mich an diese Fähigkeit, andere Menschen zu ermutigen erinnerte, wurde mir auch bewusst, wo einige meiner Stärken lagen und auch, was ich in meinem Berufsleben als Lehrerin damals vermisste. Als Lehrerin fühlte ich mich nämlich nur noch als reine Wissensvermittlerin, weil für alles andere kein Platz mehr war. Es musste also wieder Raum geschaffen werden, was ich durch eine Stundenreduzierung erreichte. Eine Kollegin von mir hat mir damals das Ermutigungstraining empfohlen. Mit Hilfe meiner Familie, die mich sehr unterstützt hat, habe ich eine dreijährige Ausbildung zur individualpsychologischen Beraterin und Ermutigungstrainerin an je einem Wochenende pro Monat gemacht.“
Ina sagt anerkennend: „Das ist ja auch ein längerer Weg und macht ja auch was mit einem selbst. Es hat ja sicherlich Ihre Persönlichkeit auch sehr beeinflusst, diese dreijährige Ausbildung zu gemacht zu haben. Das ist so eine Art der Selbsterfahrung.“
Nun wendet sich Frau Zurlutter-Harms wieder dem Training zu: „Was ich damals erlebt habe, erleben die Frauen in meinen Trainings auch. Man fragt sich ja angesichts der unterschiedlichen Frauen - wie zum Beispiel eine Mutter mit vier Kindern, die den Haushalt führt sich um ihren Ehemann kümmert und keine Arbeit hat oder eine Frau, die unzufrieden ist, weil sie sich einsam fühlt - die also unterschiedlichen Probleme haben, was verbindet diese Frauen eigentlich?“
„Also die Gruppendynamik ist auch ein sehr wichtiger Faktor dieses Ermutigungstrainings?“ fragt Ina.
Frau Zurlutter-Harms antwortet: „Ja, allein dadurch, dass sie zusammen sind und ihre Lebensgeschichten erzählen, ermutigen sie sich schon gegenseitig. Die Frauen überlegen gemeinsam, was gemacht werden kann und welche Potenziale bei jeder einzelnen Frau vorhanden sind. Sie spiegeln sich also gegenseitig. Trotz der Unterschiedlichkeit der Frauen geht es im Grunde immer nur um Wertschätzung, um das Wahrgenommenwerden innerhalb des sozialen Gefüges wie Familie Arbeitsplatz Partnerschaft. Und hier finden sich alle Frauen, egal wie alt sie sind und egal woher sie kommen und wohin sie gehen, wieder.“
Dazu trägt Ina aus ihrem Erfahrungsschatz bei: „Ich erlebe oft, dass Frauen den Wunsch nach Veränderung haben, aber nicht genau wissen, wer Sie sind, welche Fähigkeiten sie haben und welche Richtung sie überhaupt einschlagen wollen. Sie tun sich schwer, ihre eigenen Fähigkeiten oder ihre Gaben, Talent oder Berufung zu erkennen. Sie wissen aber in einem bestimmten Alter, dass sie etwas Bestimmtes machen wollen, etwas dass ihrer Seele Ausdruck verleiht. Was machen Sie wenn Frauen zu Ihnen mit solch einer Problematik kommen oder an einem bestimmten Punkt stehen und um Rat bitten, wie sie etwas verändern können?“
„Diese Frage ist sehr komplex. Ich biete auch Einzelberatungen an, in denen solche komplexen Fragestellungen meistens besser aufgehoben sind. In einer größeren Gruppe gibt es oft nicht die Zeit, sich so intensiv um die Probleme der einzelnen zu kümmern.“ antwortet Frau Zurlutter-Harms.
Ina möchte wieder auf das Gruppentraining zurückkommen: „Das heißt, es geht immer um einen Gruppenprozess, da kommen also sechs Frauen und jede wird abgeholt wo sie gerade steht.“
Frau Zurlutter-Harms geht nun also genauer auf die Zielgruppe des Trainings ein: „Genau. Zum Beispiel geht es ja in der allerersten Einheit um die Arbeit am eigenen Wachstum. Diese Sitzung richtet sich vor allen an den Wunsch, etwas verändern zu wollen, aber nicht genau zu wissen, wie das gehen kann. Nehmen wir beispielsweise eine Mutter mit vier Kindern, die den Haushalt und einen Mann zu versorgen hat, nicht berufstätig ist und am Rande ihrer Kräfte ist. In der Gruppe schildert sie, dass sie selbst schön gekocht habe und eines der Kinder den Tisch decken sollte. Die Mutter habe sich schon darauf gefreut, beim Abendessen mit der Familie zusammen zu sein. Dann habe sie aber festgestellt, dass ihr Sohn vergessen habe, den Tisch zu decken, es noch großes Chaos in der Küche gebe und die Familie ohne große Worte am Tisch sitze. Keiner habe registriert, dass die Mutter sich große Mühe mit dem Kochen des Essens gegeben habe und niemand scheine sie wahrzunehmen. Sie sei einfach nur frustriert und fühle sich nicht wertgeschätzt.
Innerhalb dieses Trainings versuchen wir, diese Frau in die gleiche Situation zu versetzen und einen Perspektivwechsel vorzunehmen. Um bei dem Beispiel zu bleiben, fragen wir die Frau dann, was denn noch auf dem Tisch gewesen ist. Sie könnte dann erstaunt feststellen, dass auf dem Tisch ein frisch gepflückter Blumenstrauß von ihrer Tochter gestanden hat, die ihr damit eine Freude machen wollte. Auch kann sie daran denken, dass sie dieses tolle Menü auf die Beine gestellt hat und wirklich gut kochen kann.“
„Die Wertschätzung holt die Frau sich also bei sich selbst?“ fragt Ina.
Dies bestätigt Frau Zurlutter-Harms: „Ja. Dann geht es um den Mann: Dieser kriegt heute keinen Ton heraus - vermutlich ist er heute besonders von der Arbeit beansprucht. Die Frau könnte nun statt der negativen Gedanken sich einfach auf ihr schönes Essen freuen. An diesem Beispiel sieht man gut, dass ein Wechsel der Perspektive die Frau stärken kann. Sie könnte nun entdecken, dass sie beispielsweise ein großes Organisationstalent ist und die Familie zusammenhält. Das sind doch tolle Eigenschaften!
Am Ende der Stunde erhalten die Frauen dann Aufgaben, welche ja alles andere als Hausaufgaben sind, die wir von der Schule kennen. So erhalten die Frauen beispielsweise die Aufgabe, sich zwei Wochen lang jeden Abend oder jeden Morgen 10 Minuten Zeit zu nehmen - was für viele Frauen ja schon etwas Besonderes ist, sich wirklich Zeit für sich zu nehmen - und sie sollen darüber nachdenken, was heute besonders gut gelungen ist. Die Frau aus dem Beispiel könnte sich also fragen, was sie heute an ihrem Mann oder den Kindern gut gefallen hat. Wenn man regelmäßig solche Dinge aufschreibt, dann ist die Chance groß, dass sich der Blick dauerhaft auf die positiven Dinge wendet und die negativen Dinge etwas mehr in den Hintergrund geraten. Das heißt nicht, dass sie einfach verschwunden sind. Die Situation bleibt wie sie ist: Mann und Kinder ändern sich nicht. Wenn jemand hier etwas ändern kann, will und soll, dann ist es diese Frau selbst. Diese Frau muss etwas an sich selbst und an ihrer Umgebung verändern, damit sich im Außen etwas verändern kann.“
Ina hat noch eine konkrete Frage zum Thema Angst: „Das Gegenteil von Mut ist ja nun Angst. Wenn bei einer Frau beispielsweise das Thema „Angst“ im Alltag immer wieder hochkommt, kann man den Blick also so verändern, dass die Frauen beginnen mutiger zu werden?“
Etwas beschwichtigend sagt Frau Zurlutter-Harms: „Beginnen können sie gerne. Angst ist auch ein sehr komplexes Thema innerhalb dieses Trainings. Hier kann ich nur Anstöße geben, also beim ersten Schritt helfen. Jeden weiteren Schritt müssen die Frauen selbst gehen, denn jede einzelne Frau bringt ihre eigene Familiengeschichte mit. Angst kommt nicht von irgendwoher, Angst ist meistens schon in der Kindheit manifestiert. Ich denke hier an Frauen, die er zurückhaltend, schüchtern und vorsichtig sind, die gar nicht wagen den ersten Schritt nach außen zu tun oder Kontakte aufzunehmen mit ihrer Umgebung. Auch solche Frauen sind im Training. Aber es wäre jetzt anmaßend zu sagen, dass dieses Training sie am Ende vollständig von ihren Ängsten befreit.“
„Sie sind ein ganz bisschen mutiger geworden.“ stellt Ina fest.
Zum Thema Angst sagt Frau Zurlutter-Harms noch folgendes: „Ja genau, ein ganz bisschen mutiger. Eine Frau die ängstlich ist, ist häufig zurückhaltend und vorsichtig und das hat ja auch einen Grund: Die Frau ist vorsichtig, weil sie von ihren Rückzugsort aus besser die Umgebung betrachten kann. Ängstliche Menschen können häufig andere Menschen sehr gut beobachten.“
„Angst wird ja auch in unserer Gesellschaft oft zu negativ gesehen. Angst schützt ja auch und man kann sie auch als eine Ressource betrachten. Man kann dadurch intensiver beobachten oder klüger handeln - hier gibt es ja viele Beispiele. Ihr Credo ist ja „Mut verleiht Flügel", so heißt er auch Ihre Website. Was genau meinen Sie damit, wie kamen Sie dazu?“ möchte Ina wissen.
Frau Zurlutter-Harms lacht und antwortet: „Ich war schon immer gern am Meer und habe mir da das Wasser angeschaut, die Vögel, die Möwen, die da so herumflogen und fand die Leichtigkeit der Vögel und das Fliegen toll. Es gibt ja dieses Sprichwort „Mut verleiht Flügel“. Wenn man fliegen kann, wenn man die Welt von oben betrachtet, sehen die Dinge, die ganz schlimm und schwer sind, von oben aus leichter aus, da man einen größeren Blickwinkel hat. Man kann von oben aus mehr Dinge sehen, die man von unten aus nicht erkennen würde. Mit einem kleinen Stückchen Mut hebe ich etwas mehr vom Boden ab und mit jedem weiteren Schritt darf ich das Gefühl haben, dass das Problem, was ich gerade betrachte, in den Griff bekomme.“
Ina kommt auf das Training zurück: „Das ist ja auch wieder der Perspektivwechsel, den Sie gerade eben erklärt haben. In diesem Ermutigungstraining heißt es also immer wieder, aus der Situation einmal heraus zu gehen und sie von außen oder von oben zu betrachten, quasi aus der Möwen-Perspektive heraus (hier lachen beide). In unserem Vorgespräch haben Sie den schönen Satz gesagt: „Ich bin ich und so wie ich bin, bin ich gut genug.“ Das bedeutet, dass wir Fehler machen dürfen, dass wir unperfekt sein dürfen, denn der Mensch an sich ist chronisch unperfekt. Können Sie das noch ein bisschen näher und in Bezug auf die eigenen Stärken oder den eigenen Mut ausführen?“
Frau Zurlutter-Harms entgegnet auf Inas Frage: „Ja, unbedingt. Ich finde, das ist ein spannendes Thema. Denn wenn wir uns mal selber betrachten, dann haben wir in uns drin ja so bestimmte Sätze die uns antreiben. Bei vielen Frauen oder gerade im Arbeitsleben finden wir den Satz "sei perfekt" oder aber auch "mach es allen recht", „sei stark“, „mach schnell“ oder „streng dich an“. Diese Sprüche haben wir alle aus unserer Kindheit vererbt bekommen, denn irgendwo in unserer sozialen Umgebung hat jemand uns aus gutem Grund gesagt "sei perfekt".“
„Das war überlebenswichtig in dieser Situation.“ ergänzt Ina.
Es sind die Folgen dieser Sätze, die Frau Zurlutter-Harms nun hervorheben möchte: „Ja genau! Hinter diesem Satz „sei perfekt“ steht der Glaubenssatz „ich tauge nur etwas, wenn ich alles möglich perfekt erledige“. Diese Antreiber klopft nun jede Leistung darauf ab, ob sie nicht vielleicht noch besser hätte ausfallen können.
„Und diesen Antreiber kann man eigentlich nie erfüllen!“ weiß Ina.
Das kann Frau Zurlutter-Harms nur bekräftigen: „Nein, überhaupt nicht. Es ist wichtig, dass wir uns bewusst machen, dass das nicht geht. Dem Antreiber setzen wir also einen Erlauber gegenüber, der dem Antreiber entgegnet: „Es ist nicht tragisch, wenn ich Fehler mache, denn aus Fehlern kann ich lernen. Ich darf so sein wie ich bin und die Zusammenarbeit mit anderen genießen."“
Ina ist skeptisch: „Das ist jetzt aber nicht so leicht für die Frauen, vom Antreiber zum Erlauber zu kommen…“

Darauf entgegnet Frau Zurlutter-Harms: „Es ist immer wieder wichtig, in den Situationen in denen dieses Gefühl aufkommt, perfekt sein zu müssen, sich dessen bewusst zu werden. Es geht darum, sich ein wenig Perfektion zu erlauben, aber auch die Grenze zu kennen und dahin zu gelangen, dass man gar nicht perfekt sein muss.“
Ina stellt fest: „Es geht also darum, aus der Perfektion das Gute zu ziehen, aber sobald es zu einem Zwang oder zu einer Not wird, dann sollte man dem Perfektionismus einen entspannteren Erlauber entgegenstellen.“
Frau Zurlutter-Harms möchte noch einen weiteren „Antreiber“ weiter ausführen: „Ein anderer typischer weiblicher Antreiber ist „mach es allen recht". Das sind solche Frauen, die mit ihrer großen sozialen Kompetenz für Harmonie sorgen wollen. Wer von diesem Antreiber gestresst wird, leidet unter einem, ich nenne es mal „Nettigkeitssyndrom“. Diesen Personen fällt es schwer, anderen auch einmal eine Bitte abzuschlagen oder Nein zu sagen. Sie sind davon überzeugt, dass sie es allen recht machen müssen, damit sie Wertschätzung erhalten. Gerade bei Frauen ist dieser Antreiber sehr häufig zu sehen.“
„Gibt es denn auch hier auch einen Erlauber?“ möchte Ina wissen.
Frau Zurlutter-Harms hat natürlich einen passenden Erlauber parat: „Ja, so wird die Frau quasi zum Revoluzzer. Sie sagt sich dann: „Andere dürfen ruhig mit mir unzufrieden sein, davon geht die Welt nicht unter. Ich überlege mir jetzt meine Bedürfnisse, was will ich eigentlich? Ich darf mich wichtig finden und ich darf herausfinden, was ich selbst will.““
„Das ist ja ein recht langer Mut Satz, die müsste man sich wahrscheinlich an den Kühlschrank pinnen.“ stellt Ina fest.
Damit kommt Frau Zurlutter-Harms wieder auf das Training zurück: „Das sind eher allgemeine Mut-Sätze. In einem der Abende geht es um das Thema „Zielsetzung im Leben“. Zu den Trainings kommen auch immer wieder Frauen, die bestimmte Ziele verfolgen, aber nicht genau wissen, wie Sie diese erreichen können. Am Schluss dieser Einheit wird ein Satz gebastelt, der genau auf diese Frauen zutrifft.“
„Im Training bekommt also jede Frau ihren eigenen Erlauber-Satz, mit dem sie dann mutig weiter voranschreiten kann?“ vermutet Ina.
Diese Vermutung bestätigt Frau Zurlutter-Harms: „Ja und genau diese Sätze schreiben die Frauen sich auf und wiederholen sie mehrmals am Tag. So haben die Sätze die Chance, einzudringen und zu wirken.“
Ina möchte eine weitere persönlichere Frage stellen: „Haben Sie eine Lieblingsübung, also wo sie sozusagen ihre eigene Trainerin sind?“
Schmunzelnd entgegnet Frau Zurlutter-Harms: „Meine eigene Trainerin bin ich permanent. Ich persönlich, das haben sie ja gemerkt, bin ein Mensch, der sehr viel aufschreibt, um Klarheit zu bekommen. Ich meditiere auch um Ruhe zu finden. Man merkt es glaube ich, dass ich sehr viel Temperament habe, daher brauche ich viele Orte der Ruhe, um wieder neue Kraft zu schöpfen. So geht es bestimmt auch vielen anderen Frauen. Jede Frau muss herausfinden, wo ihre Kraftorte sind. Einige finden diese Orte in der Natur bei einem Spaziergang, andere finden sie, indem sie sich einfach einmal eine halbe Stunde zurückziehen und Sportübungen machen. Jeder ist hier anders. Darum kann ich diese Frage gar nicht so allgemein beantworten.“
Ina ergänzt: „Es geht darum, die eigene Tankstelle zum Aufladen oder zum Entspannen zu finden. Mit Sport kann man sich ja einige Dinge von der Seele laufen. Oder auch Boxen, beziehungsweise ganz allgemein Bewegung. Mit diesem Bild des Kraftortes kann ich auch sehr gut mitgehen, also dass man den Frauen mit auf dem Weg gibt, einen Ort zu finden, wo Sie sich entspannen und sie selbst sein können.“
Frau Zurlutter-Harms fährt mit dem Konzept des Kraftortes fort: „Und selbst die Frauen, die überarbeitet sind und in ihren Familien so eingesetzt werden, dass sie fast keine Luft mehr bekommen, müssen sich eigentlich jeden Tag eine gewisse Zeit nehmen, in der sie ganz für sich alleine sind und sich zurückziehen können. Und wenn es nur zehn oder zwanzig Minuten sind, aber es muss ein festes Ritual geben, um einmal aus dem Hamsterrad auszusteigen. Um Zeit zu finden, nachzudenken, um Dinge wie in unserem Training aufzuschreiben. Man könnte sich auch fragen, was das nächste Ziel sein könnte.“
„Jeder sollte sich also einmal die Zeit nehmen, aus sich selbst heraus zu kommen und ein Blickwechsel zu wagen. Dafür braucht man eben tatsächlich auch mal einen Reset. Wenn jetzt also die Frauen, die zugehört haben, Lust bekommen auf so ein Ermutigungstraining dann können die sich bei Ihnen melden und dann haben Sie fortlaufend Gruppen, die stattfinden?“ fragt Ina.
Frau Zurlutter-Harms erklärt: „Ja, ich bekomme regelmäßig Gruppen über meine Internetseite oder weil es sich herumgesprochen hat. Kleinere Gruppen kann ich in meiner Praxis betreuen, bei größeren Gruppen miete ich manchmal auch einen Raum an, was das Training natürlich etwas teurer macht. Generell werfe ich aber immer einen Blick auf die finanziellen Möglichkeiten der jeweiligen Teilnehmer.“
Anerkennend fasst Ina zusammen: „Sie versuchen es also möglich zu machen, dass eine Frau auch teilnehmen kann.“
„Ja natürlich! Wenn ich sehe, dass eine Frau das Bedürfnis nach einem solchen Training hat, dann versuche ich das auch möglich zu machen.“ bestätigt Frau Zurlutter-Harms.

Ina möchte eine konkrete Frage stellen: „Ich hätte ja noch sehr gerne von Ihnen eine praktische Lieblingsübung, die Sie mir und den Hörerinnen für den Alltag und die Beziehung mit auf den Weg geben können.“
Da hat Frau Zurlutter-Harms eine konkrete Übung parat: „Ich habe schon eine Lieblingsübung, welche mir auch einmal die Augen geöffnet hat und auch bei den Frauen im Training den gleichen Effekt hat. Es geht darum, nicht so viel zu kritisieren, zu motzen und zu meckern. Wir Menschen sind quasi dafür gemacht, zu meckern und zu klagen. Das verbindet ja auch irgendwie, zum Beispiel an der Bushaltestelle über das schlechte Wetter zu klagen. Wir nehmen mal das Beispiel einer Beziehung. Ich sitze also meinem Mann gegenüber und könnte jetzt rummeckern, weil ich diverse Themen auf dem Herzen habe und eigentlich loswerden möchte. Mir geht dies und das total auf die Nerven, „könntest du bitte mal dies und das ändern“ -mein Ton klingt schon leicht aggressiv, ein bisschen wütend. Tatsache ist, dass ich doch nicht selbst glauben kann, dass auf diese Weise bei meinem Gegenüber etwas passiert -ganz bestimmt nicht. Meine Mut-Übung ist hier: eine Woche lang einmal nicht zu meckern.“
Ina ist erstaunt: „Oh das ist ein Herausforderung!“
„Also eine Woche nicht meckern weder dem Ehepartner gegenüber noch gegenüber der Kinder. Es geht darum, sich einfach hinzusetzen, diesen Menschen verstehend anzuschauen, zu nicken und zuzuhören.“ erklärt Frau Zurlutter-Harms.
„Was passiert dann?“ fragt Ina.
Diese Frage beantwortet Frau Zurlutter-Harms folgendermaßen: „Hier macht jeder ganz andere Erfahrungen. Ich beispielsweise habe die Erfahrung gemacht, dass auf einmal Gespräche zustande kommen, die sonst nie zustande gekommen wären, weil mein Gegenüber sich sonst in die Ecke gedrängt gefühlt hätte. Man geht ja leicht auf Abwehr, wenn jemanden kritisiert. Menschen neigen dazu, dann erst einmal ein Schutzschild aufzubauen.“
Da stimmt Ina zu: „Es ist doch eigentlich immer so, dass wenn man erst einmal beginnt zu kritisieren, passiert nie das was man sich eigentlich erhofft. Es passiert immer etwas Negatives. Das wird also eine sehr schwierige Übung glaube ich, da müssen so manche Frauen ihre Zunge gut im Zaum halten. Aber es ist sicherlich auch eine sehr spannende Erfahrung.“
Frau Zurlutter-Harms ist von der Übung überzeugt: „Man kann wirklich keine Wunder erleben, wie ich festgestellt habe. Ich kann nur raten, das einfach einmal auszuprobieren und zu beobachten, was passiert.“

Ina leitet nun langsam das Ende der aktuellen Pott-Cast-Folge ein: „Also liebe Hörerinnen, ihr habt es vernommen: Wenn ihr Lust habt, dieses kleine Experiment einmal zu wagen, eine Woche lang den Partner, die Partnerin, die Kinder oder wen auch immer einfach mal nicht zu kritisieren und sich das Ganze von außen aus einem anderen Blickwinkel einfach mal wohlwollend anzusehen, dann könnt ihr vielleicht Überraschungen erleben. Ich fand, dass es ein sehr interessantes Gespräch war, ich habe viel gelernt und nun darf ich auch zum Abschluss verraten, dass Sie auch im Spätsommer oder Herbst auch zu uns in die GWA Bloherfelde kommen, und ein Encouraging-Training für die Frauengruppe der GWA Bloherfelde halten werden. Wir freuen uns alle schon sehr darauf!
Frau Zurlutter-Harms verabschiedet sich mit den Worten: „Schön, ich freue mich auch!!
„Dann noch einmal ganz herzlichen Dank für das nette Gespräch! Das war es auch mit Inas Kaffee-Pott-Cast aus dem Treffpunkt Gemeinwesenarbeit und ich hoffe wir hören und sehen uns bald wieder. Bleibt fröhlich und gesund. Ciao Ciao, eure Ina.“, damit beendet Ina den Pott-Cast.
Es ertönt erneut die fröhliche Gitarrenmusik und das Geräusch von Kaffee, welcher in eine Tasse eingegossen und anschließend mit einem Löffel umgerührt wird; danach hört man, wie der Löffel leicht an der Tasse abgeklopft wird.

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Zuletzt geändert am 23. Februar 2022