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Stadion-Neubau nimmt nächste Hürde
Vergabe an Totalunternehmer für den Stadion-Neubau
Gesellschafterversammlung der Stadiongesellschaft gibt grünes Licht
Der an der Maastrichter Straße geplante Stadion-Neubau hat die nächste Hürde genommen: Die Gesellschafterversammlung der Stadion Oldenburg GmbH & Co. KG hat am Dienstag, 19. Mai 2026, den Neubau zu dem vom Totalunternehmer angebotenen Pauschalfestpreis in Höhe von 57,3 Millionen Euro beschlossen. Der Beschluss der Gesellschafterversammlung wird nun am Montag, 1. Juni 2026, dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Sofern auch der Rat einen gleichlautenden Beschluss fasst, kann der Totalunternehmer im Anschluss unmittelbar beauftragt werden. „Nach diesem Votum der Gesellschafterversammlung liegt der Ball nun beim Rat. Ich blicke der Entscheidung mit Zuversicht entgegen, weil wir ein starkes, tragfähiges und sorgfältig ausgehandeltes Gesamtpaket für Oldenburg vorlegen können“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.
Der Totalunternehmer, dessen Name aus rechtlichen Gründen erst nach der Ratsentscheidung genannt werden darf, hat das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. Der von ihm vorgelegte Umsetzungsentwurf erfüllt die Anforderungen an einen modernen, multifunktionalen, nachhaltigen und inklusiven Stadionbetrieb in besonderem Maße. Geplant ist laut Entwurf ein Stadion für 10.604 Zuschauerinnen und Zuschauer. Vorgesehen sind 4.312 Stehplätze, 5.489 Sitzplätze, 512 Plätze im Business-Club, 192 Logenplätze und 99 Rollstuhlplätze. Optional kann das Fassungsvermögen auf 15.000 Plätze erweitert werden.
Der Gesellschafterversammlung der Stadiongesellschaft gehören neben dem Oberbürgermeister, der den Vorsitz führt, elf Vertreterinnen und Vertreter des Stadtrates an.
Großes Interesse an Ratsinfoveranstaltung
Auf großes Interesse war am Vorabend der Gesellschafterversammlung eine rund dreistündige Ratsinformationsveranstaltung gestoßen. 28 Ratsmitglieder ließen sich von Expertinnen und Experten, die der Stadiongesellschaft in juristischen und technischen Fragen beratend zur Seite stehen, Details zum Vergabeverfahren, zur Vergabeentscheidung und zur Vertragsgestaltung mit dem Totalunternehmer ausführlich erläutern. Ein Vertreter des von der Unternehmensgruppe beauftragten Architekturbüros stellte den Entwurf vor. Man habe mit warmen Materialien und klaren Formen auf eine Architektur gesetzt, die zu Oldenburg passt. Das umlaufende Dach sorge für ein in sich geschlossenes Stadion. Das Dachtragwerk aus Holz sei einmalig für ein Stadion dieser Größe und verleihe dem Bauwerk eine eigenständige Identität. Durch die transparenten Stadionecken entstehe ein „Stadion zum Reinschauen – auch im Alltag“. Der Architekt beschrieb das Stadion als einen „Ort für Menschen und Momente und Ort der Leidenschaft und Begeisterung“.
Aktualisierter Businessplan
Auch die Klärung von Fragen zu den geplanten Beihilfen, die die Stadt Oldenburg über das Land und den Bund bei der Europäischen Kommission zur Genehmigung angemeldet hat, nahm breiten Raum ein. Lars Gewald, Leiter des Amtes für Controlling und Finanzen der Stadt Oldenburg, erläuterte den Stand des Notifizierungsverfahrens. Stefan Orth, Geschäftsführer der Stadiongesellschaft, stellte einen aktualisierten Businessplan sowie Eckpunkte des Kooperationsvertrages mit dem als Ankermieter vorgesehenen VfB Oldenburg vor. Fragen zum Gesamtgelände und zur Entwässerung des Areals wurden von Joachim Guttek, Projektleiter Geländeentwicklung Weser-Ems-Hallen, beantwortet.
Zuletzt geändert am 20. Mai 2026
