DOCK Oldenburg

Teilhabeberatung für Familien

Neues Projekt im Aufbau

Mit DOCK Oldenburg startet die Stadt Oldenburg ein neues, rechtskreisübergreifendes Beratungs- und Unterstützungsangebot für Familien mit geringem Einkommen. Das geförderte Projekt läuft vom 1. Januar 2026 bis zum 31. Dezember 2028. In den kommenden Monaten wird das Angebot schrittweise aufgebaut. 

Das Projekt verfolgt zwei Ziele:

1. Verbesserung der sozialen Teilhabe armutsgefährdeter Familien

Ziel ist es, Barrieren beim Zugang zu sozialen Leistungen und Unterstützungsangeboten abzubauen und die Betroffenen durch eine lebenslagenorientierte, niedrigschwellige Beratung nachhaltig zu stärken. Die Familien sollen in ihrer Eigenkompetenz gestärkt, soziale Isolation vermindert und ihre Bildungs- und Erwerbsperspektiven verbessert werden.

2. Aufbau und Verstetigung rechtskreisübergreifender Kooperationsstrukturen

Ein weiteres Ziel ist die systematische Zusammenarbeit verschiedener Rechtskreise (zum Beispiel Grundsicherung, Arbeitsförderung, Kinder- und Jugendhilfe, Sozialhilfe) zur Erhöhung der Effizienz und Wirksamkeit kommunaler Hilfestrukturen. Dazu werden verbindliche Abstimmungsprozesse, gemeinsame Fallbesprechungen und eine digitale Kooperationsplattform etabliert. 

Hintergrund

Grundlage des Projekts ist der Armutsbericht der Stadt Oldenburg aus dem Jahr 2024 » (PDF, 4,3 MB, barrierefrei). Er zeigt deutliche sozialräumliche Unterschiede und empfiehlt insbesondere:

  • den Zugang zu Geld- und Sachleistungen zu verbessern
  • soziale Infrastruktur in besonders betroffenen Stadtteilen gezielt weiterzuentwickeln

Das Projekt DOCK Oldenburg setzt diese Empfehlungen nun praktisch um.

Projektbausteine

Das Projekt verbindet drei Bausteine:

DOCK Station: zentrale Anlauf-, Service- und Beratungsstelle für Familien in Innenstadtnähe

DOCK Mobil: aufsuchende Beratung durch Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter in besonders betroffenen Stadtteilen und Quartieren

DOCK Online: digitale Informations- und Unterstützungsangebote für Familien im städtischen Serviceportal (bürgerseitig) und rechtskreisübergreifendes Wissensmanagement (verwaltungsseitig) 

Alle Angebote sind freiwillig, kostenfrei, vertraulich und mehrsprachig möglich. Neben Einzelberatung sind auch Gruppenangebote und längerfristige Begleitungen vorgesehen.

Zielgruppen

Das Angebot richtet sich insbesondere an:

  • Familien im Sozialleistungsbezug
  • Familien mit geringem Einkommen außerhalb des Hilfesystems
  • Alleinerziehende
  • Familien mit mehreren Kindern
  • Familien mit Migrationshintergrund
  • Menschen mit psychischen und/oder gesundheitlichen Belastungen

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Zugang zu Familien, die bisher keine oder nur wenig Unterstützung in Anspruch genommen haben.

Zahlreiche Kooperationspartner

Projektträger ist das Amt für Teilhabe und Soziales. DOCK Oldenburg arbeitet eng mit zahlreichen Kooperationspartner zusammen. Dazu gehören das Jobcenter, die Agentur für Arbeit, das Amt für Jugend und Familie, das Amt für Zuwanderung und Integration sowie freie Träger und Quartierseinrichtungen.

Förderung

Das Projekt „DOCK Oldenburg – Teilhabeberatung für Familien“ wird im Rahmen des Programms „Akti(F) Plus – Aktiv für Familien und ihre Kinder“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert. 

Haben Sie Fragen?

Bei Fragen zum Projekt melden Sie sich gerne bei:

Dr. Wiebke Friedrich
Projektleitung DOCK Oldenburg
Telefon: 0441 235-3055
E-Mail: wiebke.friedrich[at]stadt-oldenburg.de

Zuletzt geändert am 26. Februar 2026