Neues Rathaus am Pferdemarkt (1970 bis heute)

Anfang der siebziger Jahre kam die Debatte über einen Rathausneubau wieder in Schwung. Oberbürgermeister Hans Fleischer, der sich lange gegen das Tragen der obligatorischen ‚Oberbürgermeisterkette’ gewehrt hatte, soll gesagt haben: „Eine Amtskette will ich erst tragen, wenn der erste Teil des neuen Rathauses fertig ist.“ 1974 wird ein ‚Beirat für den Rathausneubau’ gebildet, um Empfehlungen für einen neuen Standort auszuarbeiten. Am 25. Juli 1975 entscheidet sich dieser Beirat für den Pferdemarkt und der Stadtrat stimmt dem zu.

Daraufhin wurde ein städtebaulicher Wettbewerb ausgeschrieben mit der Bedingung, die historischen Gebäude am Pferdemarkt zu erhalten und diesen wieder enger an das Zentrum anzubinden. Dem Ideenwettbewerb folgte 1980 ein Realisierungswettbewerb, den die Hamburger Architektengruppe me di um gewinnt.

Die denkmalgeschützte Infanteriekaserne von 1835 wurde saniert, umgebaut und ergänzt und 1984 zogen dort die ersten städtischen Dienststellen ein. Inzwischen beherbergt das „Neue Rathaus“ zahlreiche Ämter und Dezernate der Oldenburger Stadtverwaltung.

Das „Alte Rathaus“ am Marktplatz existiert heute noch neben dem Neuen Rathaus. Es beherbergt den Oberbürgermeister und sein Team, im Erdgeschoss sind die Fraktionen untergebracht und im Keller befindet sich – übrigens schon seit dem 2. November 1887 – ein Restaurant.

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