Pläne für ein Rathaus am Berliner Platz (1936 - 1960)

Am 12. Juni 1936 informierte der damalige Oldenburger Oberbürgermeister Rabeling den Stadtrat über sein Vorhaben, ein neues Rathaus zu bauen. Es sollten alle städtischen Dienststellen dort unterkommen, die in bis dahin verschiedenen angemieteten Räumen untergebracht waren. Rabeling hatte die Absicht, das Marstallgelände neben dem Schloss (der Platz, auf dem sich heute die Schlosshöfe befinden) samt der darauf stehenden Brandruine zu erwerben und dort das Rathaus zu bauen und einen großen Rathausplatz anzulegen. Die Stadt schrieb daraufhin einen Bauwettbewerb für den Rathausneubau aus, an dem sich über hundert Architekten aus ganz Nordwestdeutschland beteiligten.

Das Preisgericht entschied sich für ein Modell des Architekten Fricke aus Hannover, das sich harmonisch in die Nachbarschaft des Schlosses einfügte. Der Bau eines neuen Rathauses an dieser Stelle wurde nie begonnen, da vorhandene finanzielle Rücklagen bis zu Kriegsbeginn eingefroren wurden.

Erst 1957 wurde der 1936 gewählte Standort für ein neues Rathaus aufgegeben und an dieser Stelle das Hallenbad am Berliner Platz gebaut. Der Platz zwischen Schloss und Mühlenstraße war für die inzwischen stark angewachsenen Aufgaben der Oldenburger Stadtverwaltung ohnehin viel zu klein geworden.

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