Brexit

Information über die aufenthaltsrechtlichen Auswirkungen des Brexit auf in Deutschland lebende britische Staatsangehörige

Auf dieser Seite informieren wir Sie darüber, was britische Staatsangehörige im Falle eines „geregelten“ bzw. „ungeregelten“ Brexit tun müssen.

Hinweis:
Britische Staatsangehörige, die neben ihrer britischen Staatsangehörigkeit auch die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, benötigen in Deutschland keinen Aufenthaltstitel.

Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) ohne Abkommen am 31. Oktober 2019 (ungeregelter Brexit)

Nach derzeitigem Verfahrensstand wird Großbritannien mit Ablauf des 31. Oktober 2019 ohne Abkommen aus der Europäischen Union (EU) austreten (ungeregelter Brexit). Derzeit genießen britische Bürgerinnen und Bürger als Unionsbürger das Recht auf Freizügigkeit. Im Zeitpunkt des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union werden britische Staatsangehörige und deren Familienangehörige von einem Tag auf den anderen zu Drittstaatsangehörigen und ab dem 1. November 2019 somit nicht mehr freizügigkeitsberechtigt sein. In diesem Fall benötigen die bisher freizügigkeitsberechtigten britischen Staatsangehörigen und ihre Familienangehörigen für den weiteren Aufenthalt in Deutschland einen Aufenthaltstitel.

Für den Fall des ungeregelten Brexit beabsichtigt das Bundesinnenministerium des Inneren für Bau und Heimat (BMI) durch Erlass einer Ministerverordnung die Aufenthaltstitelpflicht für britische Staatsangehörige für drei Monate bis zum 31. Januar 2020 auszusetzen.

Während dieser Zeit können Sie als bisher freizügigkeitsberechtigte britische Staatsangehörige/ freizügigkeitsberechtigter britischer Staatsangehöriger und ihre Familienangehörigen weiter wie bisher ohne Aufenthaltstitel in Deutschland leben und arbeiten.

Jedoch sollten Sie und ihre Familienangehörigen spätestens bis zum Ablauf der Übergangszeit am 31. Januar 2020 einen Antrag auf Ihren späteren Aufenthaltstitel im Ausländerbüro der Stadt Oldenburg stellen und sich gegebenenfalls, sofern noch nicht geschehen, im Bürgerbüro der Stadt Oldenburg anmelden.

Für den Nachweis eines rechtmäßigen weiteren Aufenthaltes wird Ihnen mit Antragstellung eine Fiktionsbescheinigung bis zur Entscheidung des Ausländerbüros ausgestellt, die jede Erwerbstätigkeit zulässt.

Für die Antragstellung und Beantwortung weitergehender persönlicher Fragen vereinbaren Sie bitte telefonisch einen Termin mit den zuständigen Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern des Ausländerbüros entsprechend des Anfangsbuchstabens Ihres Familiennamens:

A – Cq | Frau Weiß | Telefon 235-2400 | Zimmer A 103
Cr – Hz | Herr Günzel | Telefon 235-3829 | Zimmer A 104
I - Mh | Frau Kirchner | Telefon 235-2846 | Zimmer A 105
Mi - Sc | Frau Körting | Telefon 235-2731 | Zimmer A 106
Sd – Z | Frau Kuhlmann | Telefon 235-2548 | Zimmer A 107

Telefax (0441) 235-3181   |   E-Mail auslaenderbuero(at)stadt-oldenburg.de

Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) mit Austrittsabkommen (geregelter Brexit)

In diesem Fall wird direkt nach dem Austritt am 31. Oktober 2019 eine Übergangsphase bis zum 31. Dezember 2020 gelten. In dieser Zeit wird Großbritannien weiter wie ein EU-Mitgliedstaat behandelt und die Freizügigkeitsregeln der EU gelten in dieser Zeit fort.

Das derzeit bestehende Austrittsabkommen sieht einen weitgehenden Erhalt der Freizügigkeitsrechte auf Lebenszeit für betroffene Bürger vor. Berechtigt sind bei Ende der Übergangsphase in der EU beziehungsweise in Großbritannien lebende britische Staatsangehörige beziehungsweise Unionsbürger sowie deren Familienangehörige.

Weitere Informationen

Aktuelle und umfassende Informationen und weiterführende Links zum weiteren Verfahren finden Sie auch auf der Seite des Bundesinnenministeriums (BMI) »

Über die Info-Hotline der niedersächsischen Landesregierung unter 0511/120 9777 können Sie darüber hinaus erfragen, welche Folgen der Brexit für Sie haben könnte. Sie erreichen die Hotline vom 1. März 2019 bis zum 31. Dezember 2019 montags bis freitags in der Zeit von 7 bis 18 Uhr.