Einbürgerungsfeier

Stadt Oldenburg feiert Vielfalt, Teilhabe und gelingendes Zusammenleben im PFL

Wie aus 998 Lebenswegen Zugehörigkeit wird

Im Jahr 2025 haben genau 998 Oldenburgerinnen und Oldenburger die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Damit sind sie gleichberechtigte Bürgerinnen und Bürger unseres Landes mit allen Rechten und Pflichten geworden. Etliche von ihnen sind der städtischen Einladung gefolgt und nahmen am 26. Mai 2026, an einer Feierstunde im Kulturzentrum PFL in der Peterstraße 3 teil, um dort die Glückwünsche von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann persönlich entgegenzunehmen. Gemeinsam mit ihren Familien, Freundinnen und Freunden nutzten die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger die Gelegenheit, ihre Einbürgerung zu feiern. Unter den neu Eingebürgerten befinden sich unter anderem 485 Menschen aus dem Irak, 208 Personen mit syrischen Wurzeln sowie 41 Bürgerinnen und Bürger aus dem Iran.

In seinem Grußwort wandte sich Krogmann direkt an die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger und betonte: „Die Einbürgerung ist oftmals ein langer und nicht immer einfacher Weg. Viele haben große persönliche Anstrengungen unternommen: eine neue Sprache gelernt, sich in einem neuen Land orientiert, gearbeitet, Familien gegründet und ein neues Leben aufgebaut. Das zeigt, wie wichtig es Ihnen ist, Bürgerin oder Bürger der Bundesrepublik Deutschland zu sein.“ Er fügte hinzu: „Ich möchte Sie daher ermutigen: Bringen Sie sich ein – in Ihrer Nachbarschaft, im Sportverein, im Kindergarten oder bei der Arbeit. Unsere freiheitliche Demokratie lebt auch durch Sie.“

Neue Staatsbürgerinnen und Staatsbürger geben Einblicke

Während der Feierstunde berichteten einige der neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger stellvertretend davon, was insbesondere die deutsche Staatsbürgerschaft für sie bedeutet und welche Gründe sie zu diesem Schritt bewogen haben. Zu den Rednerinnen und Rednern gehörten unter anderem Bárbara Jiménez (53), die als Projektentwicklerin im Bereich Offshore-Lösungen für erneuerbare Energien sowie als selbstständige Psychotherapeutin tätig ist, Aline Oeltermann (33), Unternehmerin im Bereich der Fachkräfteeinwanderung und freie Mitarbeiterin einer Sprachschule, sowie Hussam Salem Elias Chicho (39), der im Jugendmigrationsdienst arbeitet. Ebenfalls zu Wort kam Faraz Forouzandeh (32), Pianist und Musikpädagoge. Er übernahm zugleich die musikalische Begleitung des Abends und stimmte gemeinsam mit den neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern sowie den Gästen unter anderem die deutsche Nationalhymne an. Die Beiträge machten unterschiedliche persönliche Wege und Erfahrungen sichtbar und zeigten zugleich, wie Einwanderung und Zusammenleben gelingen können.

Oldenburg als neue Heimat

Seit Mitte 2021 verzeichnet das Ausländerbüro der Stadt Oldenburg einen deutlich spürbaren Anstieg bei den Einbürgerungsanträgen sowie den tatsächlichen Einbürgerungen. Dieser hohe Zuwachs lässt sich vor allem auf die Auswirkungen der Fluchtbewegung zwischen 2015 und 2016 zurückführen. Darüber hinaus spielen auch der Familiennachzug, die Einwanderung von Fachkräften sowie Aufenthalte zu Bildungs- und Ausbildungszwecken eine Rolle. In den Jahren 2024 und 2025 wurden jeweils rund 1.000 Menschen eingebürgert. Für das Jahr 2026 rechnet das Ausländerbüro mit 1.100 bis 1.200 Einbürgerungen. Dies wäre dann die höchste Anzahl an Einbürgerungen, die jemals in Oldenburg innerhalb eines Jahres verzeichnet wurde. Um diese hohen Antragszahlen zu bewältigen, hat das Ausländerbüro seit Anfang 2022 den Personalbestand im Team Staatsangehörigkeitsangelegenheiten deutlich aufgestockt.

Eine Stadt voller Vielfalt

In Oldenburg leben (Stand: 30. April 2026) insgesamt 23.963 Ausländerinnen und Ausländer aus 156 Nationen. Die Stadtverwaltung ist seit dem Jahr 2000 für die Bearbeitung und Prüfung der Einbürgerungsanträge von der Beratung über die Antragsannahme bis hin zur Aushändigung der Einbürgerungsurkunde zuständig. Im Vergleich zu anderen niedersächsischen Städten mit einem ähnlich hohen Anteil an Ausländerinnen und Ausländern verzeichnet Oldenburg seit 2021 die mit Abstand meisten Einbürgerungsanträge.

Weitere Informationen zum Ausländerbüro sind auf den Seiten des Ausländerbüros » zu finden.

Zuletzt geändert am 27. Mai 2026