Johann Schütte

Auf zu schwindelnden Höhen zog es den Oldenburger Schiffsbau-Ingenieur Johann Schütte (1873-1940) – im wahrsten Sinne des Wortes. Schütte war, wie Ferdinand von Zeppelin, ein international renommierter Luftfahrtpionier. Er konnte sich trotz bahnbrechender Erfolge jedoch nie ganz aus dem Schatten des berühmten Grafen lösen. Nach der großen Zeppelin-Katastrophe am 5. August 1908 war es Johann Schütte, der mit entscheidenden Verbesserungsvorschlägen dazu beitrug, dass die Luftfahrt in Deutschland noch nicht am Ende war. 

Ab 1909 baute der Oldenburger Ingenieur in seiner Firma Schütte-Lanz auch selbst Luftschiffe mit eleganter Stromlinienform, die eine Fluggeschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde erzielten. Alle nach 1912/13 gebauten Luftschiffe basierten auf der Weiterentwicklung des Oldenburger Luftfahrtpioniers. Und auch den Siegeszug des Flugzeuges sah Johann Schütte rechtzeitig voraus. Bereits während des Ersten Weltkrieges lieferte er neben 22 Luftschiffen mehr als 1.000 Flugzeuge ab. Nach Kriegsende aber musste er seinen Traum vom Fliegen begraben. Der Versailler Vertrag verbot deutschen Luftschiffbau.