Einschränkungen und Umleitungen
Die Alexanderstraße wird in mehreren Bauabschnitten umfassend erneuert. Die Arbeiten umfassen unter anderem die Fahrbahn, Geh- und Radwege sowie die Straßenentwässerung. Während der Bauzeit bis Frühjahr 2027 kommt es zu Verkehrseinschränkungen und Änderungen der Verkehrsführung.
Für den Kfz-Verkehr bleiben die ausgeschilderten Umleitungen bis zum Abschluss der entsprechenden Bauarbeiten bestehen. Sie führen weiterhin über den Brookweg, den Rauhehorst, den Friedhofsweg und die Elsässer Straße beziehungsweise die Von-Finckh-Straße.
Eine weitere Umleitung führt von der Kreuzung Nadorster Straße über den Stiftsweg und den Scheideweg bis zur Kreuzung Bürgerbuschweg/Alexanderstraße. Für den Radverkehr bleibt die Umleitung über die Bürgerfelder Straße und die Feldstraße bestehen.
Von den Bauarbeiten ist auch der Busverkehr der Verkehr und Wasser GmbH (VWG) betroffen. Dazu wird auch wieder ein Pendelverkehr zwischen der Straße Im Dreieck Richtung Süden und der Theodor-Pekol-Straße verkehren. Näheres dazu erfahren Sie direkt bei der VWG.
Nebenanlagen bereits vorgezogen
Gleichzeitig werden Arbeiten vorgezogen, um die Erreichbarkeit der Grundstücke insbesondere für den Fuß- und Radverkehr zu verbessern und das Gesamtziel der Baumaßnahme weiterhin zu sichern. Die stadtauswärtigen Fuß- und Gehwege sind inzwischen nahezu fertiggestellt. Ihr Ausbau war ursprünglich erst für die vierte Bauphase vorgesehen.
Bauphase 1: Ostseite der Alexanderstraße
Phase 1 begann am 28. April 2026. Auf der Ostseite der Alexanderstraße wurden Hausanschlüsse für Misch- und Regenwasser hergestellt sowie Erd-, Versorgungs- und Entwässerungsarbeiten durchgeführt. Die Bauphase eins ist abgeschlossen.
Bauphase 2 seit dem 20. Juli 2026
Die zweite Bauphase mit der Vollsperrung des kompletten Kreuzungsbereichs Bürgerfelder Straße/Im Dreieck/Alexanderstraße wird aktuell (Stand: 17. September 2026) pünktlich am Montag, 26. Oktober 2026, abgeschlossen. Damit können Anwohnerinnen und Anwohner anschließend wieder von der Alexanderstraße in die Bürgerfelder Straße und die Straße Im Dreieck ein- und ausfahren.
In der zweiten Bauphase werden die Regenwasserleitungen im Abschnitt von der Kreuzung Bürgerfelder Straße bis zur Höhe der Hausnummer 235 erneuert und an die Südbäke angeschlossen. Außerdem wird der Mischwasserkanal von einem Düker unter der Südbäke erneuert. Im Anschluss werden der Straßenkörper und ein Teil der Nebenanlagen neu hergestellt. Für diese Arbeiten muss der betroffene Straßenabschnitt vollständig gesperrt werden. Anliegerinnen und Anlieger können den Baustellenbereich in der Regel weiterhin erreichen. Je nach Baufortschritt kann es jedoch zeitweise zu Einschränkungen kommen. Für die Anwohner im Dreieck wurde für die Dauer der Bauarbeiten im Kreuzungsbereich eine provisorische Umfahrung über das Grundstück Hausnummer 251 eingerichtet.
Bauphase 3: Vollsperrung seit Sommer 2026 notwendig
Parallel zur zweiten Bauphase ist bereits die dritte Bauphase angelaufen. Die Anbindungsarbeiten der Kanäle an den vorhandenen Bestand sowie an den bestehenden Durchlass der Südbäke, die im Auftrag des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) durchgeführt werden, haben sich jedoch als umfangreicher und komplexer erwiesen, als zunächst erwartet. Deshalb waren zusätzliche örtliche Anpassungsarbeiten erforderlich.
Die eigentlichen Kanalbauarbeiten der dritten Bauphase konnten dadurch noch nicht wie ursprünglich vorgesehen parallel beginnen. Sie werden in den kommenden Wochen (Stand: 17. September 2026) mit einer zusätzlichen Kanalbaukolonne aufgenommen. Dabei werden die Hauptkanäle für Misch- und Regenwasser in der Fahrbahnmitte in einer Tiefe von etwa zweieinhalb bis drei Metern verlegt.
Durch den zusätzlichen Aufwand verschiebt sich der ursprünglich bis Dezember 2026 vorgesehene Asphalteinbau zwischen der Kreuzung Bürgerfelder Straße/Im Dreieck/Alexanderstraße und der Alexanderstraße in Höhe der Hausnummer 268. Auch die geplante einseitige Freigabe der Fahrbahn für den Kfz-Verkehr noch in diesem Jahr kann daher nicht mehr umgesetzt werden. Witterungsabhängig soll die Fahrbahn in diesem Bereich im Februar 2027 wieder einspurig für den Kfz-Verkehr freigegeben werden.
Bauphase 4: Abschluss bis Frühjahr 2027 geplant
Phase 4 beinhaltet die Fertigstellung der Oberflächenbefestigung auf der östlichen Nebenanlage einschließlich Parkflächen und Pflanzbeete. Während dieser Phase kann der Verkehr stadtauswärts wie in Phase 1 aufrechterhalten werden.
Trotz der erforderlichen Anpassungen im Bauablauf bleibt das Ziel für die Gesamtmaßnahme bestehen. Sofern das Wetter im Winter 2026/2027 mitspielt, geht die Stadtverwaltung nach wie vor von einem Abschluss im Frühjahr 2027 aus.
Notwendigkeit des Lückenschlusses
Der gegenwärtige Zustand des betroffenen Abschnitts ist baulich unzureichend. Die Fahrbahn weist eine Breite von 7,60 Metern auf und liegt stadtauswärts höher als die angrenzenden Nebenanlagen. Die Entwässerung erfolgt derzeit über Grünstreifen in Richtung der Geh- und Radwege, was funktionale Einschränkungen und einen erhöhten Unterhaltungsaufwand zur Folge hat. Zudem entsprechen die bestehenden Verkehrsflächen nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine sichere und verlässliche Nutzung durch alle Verkehrsteilnehmenden.
Klare Trennung der Verkehrsarten und Anpassung der Höhenlagen
Im Rahmen des Ausbaus wird die Alexanderstraße an den Standard einer Hauptverkehrsstraße angepasst. Vorgesehen ist eine 6,50 Meter breite Asphaltfahrbahn. Die Nebenanlagen werden beidseitig durch Hochborde klar von der Fahrbahn getrennt. Damit wird die räumliche Trennung der Verkehrsarten deutlich verbessert – insbesondere zugunsten des Rad- und Fußverkehrs. Ergänzend wird die Höhenlage zwischen Haltestellenbereichen und Knotenpunkt neu abgestimmt: Die Fahrbahn wird moderat abgesenkt, die Nebenanlagen werden – angepasst an die angrenzenden Grundstücke – ebenfalls leicht abgesenkt und durch Bordsteine getrennt.
Die Stadt Oldenburg bittet Anwohnende sowie Verkehrsteilnehmende um Verständnis für die unvermeidbaren Einschränkungen. Die Verwaltung hat am 15. Dezember 2025 in einer Informationsveranstaltung Anliegerinnen und Anliegern die Planungen vorgestellt. Rechtzeitig vor dem Start der Arbeiten werden Betroffene noch einmal umfassend informiert.
Kosten
Für die geplante Straßenbaumaßnahme sind im städtischen Haushalt insgesamt rund 1,8 Millionen Euro vorgesehen. Bis zu 60 Prozent der Kosten werden durch Fördermittel nach dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (NGVFG) gedeckt, wodurch sich der Eigenanteil der Stadt entsprechend reduziert.
OOWV schickt Schreiben für Hausanschlüsse raus
Die im Zuge der Maßnahme notwendige Erneuerung der Kanäle erfolgt unabhängig von der Straßenbaumaßnahme durch den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV). Für die erstmalige Herstellung der Regenwasser-Hausanschlüsse ist eine Kostenübernahme durch die Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer vorgesehen. Diese werden hierzu gesondert schriftlich vom OOWV informiert.
Zuletzt geändert am 17. Juli 2026