Wilhelm Heinrich Schüßler

Der Oldenburger Mediziner Wilhelm Heinrich Schüßler (1821-1898) ist der Begründer der bekannten Schüßler-Salze. Zunächst arbeitete er 15 Jahre als homöopathischer Arzt. Im Jahr 1874 entwickelte er dann die „Abgekürzte Therapie“, bei der Krankheiten mit homöopathisch zubereiteten Salzen behandelt werden. Schüßler glaubte, dass ein Mangel an bestimmten Mineralsalzen die Ursache für viele Erkrankungen sei – und eben der dosierte Einsatz dieser Salze Linderung verschaffe. Heute sind die Schüßler-Salze insbesondere im deutschsprachigen Raum unter Alternativmedizin-Anhängern weit verbreitet.

Weil er für seine Methode viel Kritik einstecken musste, verließ Schüßler den Homöopathischen Zentralverein und distanzierte sich von dem homöopathischen Prinzip. Seine Lehre nannte er „Biochemie“. 1885 war der Biochemische Verein der weltweit erste, heute hat er rund 1.300 Mitglieder. Im Mai 2010 wurde in Oldenburg die Jubiläumsfeier zum 125. Jahrestag zelebriert.