KinderKünsteZentrum zu Gast beim 4. KiTaKu-Netzwerktreffen

Was hat ein Haufen Russisch Brot mit Kita und Kunst zu tun? Auf den ersten Blick wenig. Auf den zweiten Blick bieten die essbaren Buchstaben eine tolle Möglichkeit, miteinander darüber ins Gespräch zu kommen, was wir mit Kunst und Kita verbinden. Und glaubt man alten Mythen, macht der Verzehr von essbaren Buchstaben klug. Das Kita-Kultur-Scrabble war aber nur ein Highlight auf dem 4. KiTaKu Netzwerktreffen am 16. Juli 2015 in der Oldenburger Kunstschule. Ein weiteres war der Besuch des Berliner KinderKünsteZentrums ».

Karen Hoffmann und Melanie Rothe stellten anhand von ausdrucksstarken Bildern die vielfältige und innovative Arbeit des Berliner Kompetenzzentrums für frühkindliche kulturelle Bildung vor. Sie ermutigten die über 30 Teilnehmenden des Netzwerktreffens aus Kitas, Kultureinrichtungen, der Universität und weiteren Bildungspartnern, sich zusammenzuschließen und kreative Wege für die Verankerung qualitätvoller kultureller Bildung im Kita-Alltag zu suchen. Sei es durch Mitmachausstellungen, durch Kooperationsprojekte von Kunst und Kita oder durch gemeinsame Fortbildungen. Ein Tipp von Karen Hoffmann an das Oldenburger Netzwerk: „Start small, think big“. Die Impulse wurden dankbar aufgenommen und wirken nun fort…

Anschließend gab es an zwei Stationen Zeit für kreative Auseinandersetzung und Gespräche unter den Anwesenden. Kristina Beyer von der Oldenburger Kunstschule lud die Teilnehmenden ein, ihre Visionen einer gelingenden Zusammenarbeit von Kunst und Kita in Form eines Dioramas in Szene zu setzen. Mit Tieren, Puppen und anderen Spielmaterialien, wie sie auch in jeder Kita vorhanden sind, galt es, gemeinsam ein Standbild zu bauen.

Da begab sich der Eisbär (= Künstler) auf Augenhöhe des Mainzelmännchens (= Kind), um sich gegenseitig zu beschnuppern. Kindern wuchsen durch Kunst Bärenkräfte, verkörpert durch eine Heldenfigur. Und russische Matrjoschkas machten deutlich, dass man nie weiß, was am Ende eines künstlerischen Prozesses herauskommt: Ist es ein Goldschatz oder vielleicht eine tote Spinne?

Wieder einmal erlebten die Teilnehmenden bei einem Netzwerktreffen am eigenen Leib, wie kulturelle Bildung wirkt: das kreative Spiel setzt intuitive Kräfte frei, öffnet die Sinne, macht wach und bringt Menschen in Bewegung.