KiTa - Kultur 2014

„Warum brauchen wir Kulturelle Bildung in KiTas?“

Dieser Thementisch blieb in der ersten Runde des World Cafés leer. „Ist doch gut“, sagte eine Teilnehmerin des 3. Netzwerktreffens KiTa – Kultur schmunzelnd. „Das bedeutet doch, dass wir alle hier wissen, warum wir Kulturelle Bildung in der KiTa brauchen“. In der zweiten Gesprächsrunde gab es dann doch noch eine angeregte Diskussion über die Notwendigkeit Kultureller Bildung von Anfang an. Die brauchen wir „um uns kennenzulernen in unserer Vielfalt“ und „damit jeder eine Ausdrucksweise findet“, so die Notizen einiger Teilnehmenden.

Die Oldenburger Kunstschule war am 16. Oktober 2014 prall gefüllt: über 40 Teilnehmende aus KiTa und Schule, aus Kunst und Kultur, aus Beratungs- und Koordinierungsstellen waren der Einladung zum 3. Netzwerktreffen KiTa – Kultur gefolgt.

Den ersten Teil des Nachmittags gestalteten vier Tandems aus je einer KiTa-Fachkraft und einer/m Kulturschaffenden. Sie erzählten fesselnd und abwechslungsreich über ihre Erfahrungen der Zusammenarbeit: Wie sich das Team einer KiTa durch Theater wieder neu fand. Wie ein Unterstand auf dem KiTa-Gelände mit Lehm und Naturfarben in eine Steinzeithöhle verwandelt wurde. Wie ein Lied über die Kennedystraße entstand, in das Eltern, Kinder und Erzieherinnen gemeinsam einstimmten. Und wie Horst Janssens Schuhe wortwörtlich Spuren bei den Kindern hinterließen. Sie machten durch ihr Beispiel deutlich, wie Zusammenarbeit zwischen KiTa  und Kultur auf Augenhöhe funktionieren kann und wie kleine Impulse Großes im KiTa-Alltag bewirken können.

Nach einer verdienten Pause mit Kaffee und Kuchen erläuterte Sophie Arenhövel die bisherigen Möglichkeiten der Förderung Kultureller Bildung in KiTas durch die Stadt Oldenburg und lud die Anwesenden ein, das Wissen um diese Rahmenbedingungen mit in den Austausch zu nehmen. Unter der Frage „Was braucht es, um Kulturelle Bildung in KiTas zu verankern?“ gab es nun die Gelegenheit, an fünf Thementischen im Rahmen eines World Cafés miteinander ins Gespräch zu kommen.

In einer Abschlussrunde wurden die Ergebnisse jeder Tischgruppe zurück ins Plenum gegeben. Die Projektleitung Kulturelle Bildung wird an den vielen konstruktiven Anregungen nun in ihre nächsten Arbeitsschritte ausrichten. Zentrale Punkte waren der Wunsch nach mehr Information über die bestehenden Angebote Kultureller Bildung in KiTas und über Fördermöglichkeiten – dafür soll demnächst durch einen Online-„Wegweiser Kulturelle Bildung“ für Oldenburg Abhilfe geschaffen werden. Der Wunsch nach einer stärkeren Verankerung von Kultureller Bildung in der Aus- und Weiterbildung von Erzieherinnen wurde ebenso geäußert wie das Interesse an weiterem Austausch von KiTa-Fachkräften und Kulturschaffenden in Form von Netzwerktreffen.

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