17. Netzwerktreffen 2019: Leichte Sprache im Doppelpack

Wachsende Bedeutung

Leichte Sprache wird in unserer Gesellschaft immer wichtiger. Sie erleichtert vielen Menschen den Zugang zu allen Bereichen des öffentlichen Lebens, zu Bildung und Kultur. Deshalb ist Leichte Sprache wichtig.

Die Kulturelle Bildung und Teilhabe im Kulturbüro der Stadt Oldenburg bietet ein 2-teiliges Netzwerktreffen in Zusammenarbeit mit dem Büro für Leichte Sprache Oldenburg an.
Dabei wird zunächst in die Geschichte, die Regeln und die Besonderheiten der Leichten Sprache eingeführt. Dann können die Teilnehmenden eigene Texte in Leichte Sprache übersetzen - mit Hilfe der Referentinnen. Wir werden dann auch über die Bedeutung und den Einsatz der Leichten Sprache in Schule, Kindertagesstätte, Kultur und Sport sprechen.
Wir orientieren uns bei dem Ablauf des Netzwerktreffens am Modul 8 des Curriculum „Inklusion ist Menschenrecht“ der Stadt Oldenburg und der VHS Oldenburg.

Der erste Teil des Netzwerktreffens findet am 26. Februar 2019 statt, der zweite am 19. März 2019. Den Einladungsflyer (pdf, 1,5 MB) finden Sie hier»

Interessenten können sich schon jetzt melden bei Christiane Maaß im Kulturbüro unter Telefon 0441 235-2319 oder per E-Mail an kulturellebildung(at)stadt-oldenburg.de

 

11. Netzwerktreffen 2017: Versuch's mal mit Verständlichkeit

Die Mischung macht's

Bei den Netzwerktreffen der Kulturellen Bildung und Teilhabe ist Vielfalt Programm: Eine intensive und bereichernde Arbeitsatmosphäre ist auch diesmal wieder durch die vielfältige Zusammensetzung des Teilnehmerkreises zustande gekommen. „Nicht leicht, aber lustig!" kommentierte eine begeisterte Teilnehmerin die gemeinsame Fortbildung.

 

Leichte Sprache ermöglicht gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe

Viele Menschen stehen vor dem Problem, Texte des täglichen Gebrauchs nicht nutzen zu können. Sie haben aus unterschiedlichen Gründen Schwierigkeiten mit dem Lesen, Schreiben und Verstehen von Texten. Dazu gehören Menschen mit kognitiven Behinderungen, Lernschwierigkeiten, geringen Lese-Schreibkompetenzen, Aphasie, Legasthenie, gehörlose Menschen, ältere Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund. Viele Millionen Menschen sind deshalb in der gesellschaftlichen und kulturellen Teilhabe und der Bewältigung des Alltags eingeschränkt.
Texte in Leichter Sprache können helfen, solche Barrieren abzubauen.

Ein prallvolles Bildungsprogramm

Zu Beginn des Netzwerktreffens sensibilisierten die beiden Referentinnen, Heike Lübben und Marion Lundborg vom Büro für Leichte Sprache Oldenburg, die Teilnehmenden für die Unterschiede zwischen leichter und schwerer Sprache. Gar nicht so leicht war es dann, in der Kürze eines Vormittages alle Regeln und Besonderheiten der Leichten Sprache zu vermitteln. Schließlich galt es am Nachmittag, selbst aktiv zu werden. Eigene Texte in Leichter Sprache wurden verfasst. „Langsam denken hilft tatsächlich", so ein Teilnehmer. „Und langsam sprechen ist auch von Vorteil." Denn auch das Sprechen in Leichter Sprache will gelernt und geübt sein. „Pausen! Für sich selbst und andere!" lautete ein hilfreiches Konzept . Und so gab es reichlich Gelegenheit für die Teilnehmenden, sich während der Pausen untereinander weiter auszutauschen. Kaffee, Tee und Kaltgetränke sowie Kekse, Kuchen und ein gemeinsam eingenommenes Mittagsessen versorgten Bauch und Hirn mit der nötigen Energie zum Lernen der Leichten Sprache.